MDR | 24.01.2023 Große Freude über Oscar-Nominierung für die MDR/ARTE-Koproduktion „A House Made of Splinters“

Die MDR/ARTE-Koproduktion „A House Made of Splinters“ gehört 2023 zu den fünf Oscar-Finalisten für den besten Dokumentarfilm. ARTE zeigt den Film unter dem Titel „Heimweh – Kindheit zwischen den Fronten“ erstmals am 14. Februar um 23.20 Uhr im Fernsehen. Die 95. Oscar-Verleihung findet am 12. März 2023 statt.

MDR/Arte-Koproduktion auf dem Sundance Festival Der Dokumentarfilm ,,A House Made of Splinters" läuft beim Sundance Film Festival in den USA. Er gehört zu den 10 Filmen, die in der Kategorie ,,WORLD CINEMA DOCUMENTARY" nominiert wurden. ,,A House Made of Splinters" portraitiert den Alltag von Kindern und Mitarbeiterinnen eines  besonderen Kinderheims in der Ostukraine, dem Priyut in Luhansk. Die staatliche Einrichtung ist oft der einzige Ort an dem Kinder aus Familien in Not für eine kurze Zeit unterkommen können, während Behörden und Gerichte über ihr künftiges Schicksal entscheiden. ,,A House Made of Splinters" von Regisseur Simon Lereng Wilmont ist eine internationale Koproduktion mit MDR/Arte. Im Film wird auf eindringliche Weise deutlich, mit welchen besonderen Herausforderungen die Familien in der Ostukraine konfrontiert sind und wie Kinder direkt mit dem Konflikt verbunden sind.
„A House Made of Splinters“ Bildrechte: MDR/Final Cut for Real

„A House Made of Splinters“ erzählt vom Alltag eines Kinderheims in der Ostukraine nahe der Frontlinie zu den Separatistengebieten, wo bereits seit 2014 gekämpft wird. In dem Heim finden Kinder aus zerrütteten Familien für eine Weile Zuflucht und Geborgenheit, weil sich eine Gruppe engagierter Erzieherinnen unermüdlich für sie einsetzt. Gedreht wurde von 2019 bis 2020, inzwischen wurde das Heim evakuiert.

MDR-Programmdirektorin Jana Brandt
MDR-Programmdirektorin Jana Brandt Bildrechte: MDR/Kirsten Nijhof

„Wir freuen uns riesig über die Oscar-Nominierung für ‚A House made of Splinters‘ als bester künstlerischer Dokumentarfilm. Die MDR/ARTE-Koproduktion erzählt berührend, klar und eindringlich, welche Wirkung Krieg auf zarte Kinderseelen hat und wie wichtig es ist, diese zu schützen. Regisseur Simon Lereng Wilmont hat sich mit viel Herzblut des Themas angenommen und wurde intensiv von der Redaktion Geschichte und Dokumentationen des MDR unterstützt, um den Kindern in der Ost-Ukraine eine authentische Stimme zu verleihen. Ich drücke die Daumen und danke allen Beteiligten“, sagt MDR-Programmdirektorin Jana Brandt.

Der Film von Simon Lereng Wilmont erhielt 2022 bereits wichtige internationale Preise: Beim Sundance-Festival in den USA wurde er mit dem Regiepreis ausgezeichnet, bei der Europa-Premiere in Thessaloniki gewann er den internationalen Wettbewerb. Beim Göteborg International Film Festival wurde er als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet. Beim Internationalen Dokumentarfilm Festival in Kopenhagen holte er den ersten Preis in der Kategorie Politik und das Dokumentarfilm-Festival für Menschenrechte in Prag kürte ihn als besten Film.

Bereits ab 12. Februar wird „Heimweh – Kindheit zwischen den Fronten“ in der ARTE-Mediathek verfügbar sein. Am 14. Februar zeigt ARTE den Film dann um 23.20 Uhr erstmals im Fernsehen. „A House Made of Splinters“ ist eine internationale Koproduktion mit MDR und ARTE. Beim MDR lag die Redaktion des Films bei Thomas Beyer.