MDR | 31.08.2021 „Schabbat Schalom“ bei MDR KULTUR: Jüdische Sendung wird regionaler

Noch vielfältiger und regionaler: Ab 3. September kommen in der jüdischen Radiosendung „Schabbat Schalom“ Autorinnen und Autoren aus den jüdischen Gemeinden in Mitteldeutschland zu Wort – zu hören immer freitags um 15.45 Uhr bei MDR KULTUR und online auf mdr.de/religion.

Rabbiner Alexander Nachama in der Synagoge in Erfurt
Rabbiner Alexander Nachama in der Synagoge in Erfurt Bildrechte: MDR/Paul-Philipp Braun

Kurz vor dem jüdischen Neujahrsfest Rosch Haschana am 6. September startet „Schabbat Schalom“ mit einem neuen Konzept. Sieben Autorinnen und Autoren aus den jüdischen Gemeinden in Mitteldeutschland werden künftig im Wechsel bei MDR KULTUR den jeweiligen Wochenabschnitt der Thora auslegen. Dazu gehören der sächsische Landesrabbiner Zsolt Balla aus Leipzig, der als Militärbundesrabbiner auch die Seelsorge für jüdische Soldatinnen und Soldaten verantwortet. Aus Leipzig kommen auch Rabbinerin Esther Jonas-Märtin und Religionslehrerin Michal Natovich. Zudem konnte die Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Chemnitz, die Religionslehrerin Dr. Ruth Röcher, für das neue „Schabbat Schalom“-Team gewonnen werden.   

Der Thüringer Landesrabbiner Alexander Nachama aus Erfurt zählt ebenfalls zu den neuen Stammautoren der jüdischen Sendung. Das Team wird vervollständigt durch Rabbiner Elischa M. Portnoy, der die jüdischen Gemeinden in Halle und Dessau betreut, sowie durch Katia Novominski. Die Religionslehrerin ist zugleich Geschäftsführerin des Bundes traditioneller Juden (BtJ). Die sieben neuen Autorinnen und Autoren gehören unterschiedlichen Strömungen des Judentums an.     

Rabbi Esther Jonas-Märtin
Rabbi Esther Jonas-Märtin Bildrechte: MDR/ Michaela Weber

Bereits im MDR KULTUR-Spezial am 2. September von 18.00 bis 19.00 Uhr werden einige der neuen Autorinnen und Autoren ausführlich vorgestellt. Der Erfurter Rabbiner Alexander Nachama wird dafür bei seinen Vorbereitungen für den Schabbat begleitet. Katia Novominski berichtet, wie sie als Kind einer jüdisch-ukrainischen Zuwandererfamilie zum orthodoxen Judentum fand. Die Leipziger Rabbinerin Esther Jonas-Märtin erklärt, was sie an der Thora fasziniert. Und die Chemnitzer Gemeindevorsitzende Ruth Röcher beschreibt, wie sich das jüdische Leben in Mitteldeutschland seit 1989 entwickelt hat.

Einführung in jüdische Religion, Kultur und Geschichte 

„Schabbat Schalom“, die wöchentliche Tora-Auslegung bei MDR KULTUR, bezieht sich auf die jüdische Tradition, die fünf Bücher Mose in der Synagoge innerhalb eines Jahres einmal vollständig vorzulesen. Bei diesem Lesezyklus wird die Tora in Wochenabschnitte unterteilt. Zugleich ist es häufige Praxis, den jeweiligen Wochenabschnitt auszulegen. Auch bei MDR KULTUR interpretieren die Autorinnen und Autoren jeden Freitag den entsprechenden Abschnitt der Tora. Praxisnah und alltagstauglich geben sie Antworten auf allgemeine Lebensfragen, die zur persönlichen Auseinandersetzung anregen. Zugleich ist „Schabbat Schalom“ eine Einführung in die jüdische Religion, Kultur und Geschichte.  

Bislang wurde „Schabbat Schalom“ vom ehemaligen württembergischen Landesrabbiner Joel Berger verantwortet, der die jüdische Sendung nahezu 30 Jahre allein gestaltet hat. Das MDR „KULTUR-Café“ zum Abschied von Rabbiner Berger ist in der ARD-Audiothek zu finden.

Weitere Informationen unter mdr.de/religion bzw. mdr.de/juedisches-leben.