Surround-Klangerlebnis wie im Kino: Mehrkanalton in 5.1

Mehrkanalton in 5.1 ist inzwischen Standard bei bedeutsamen Konzertenmitschnitten bei MDR KULTUR und MDR KLASSIK. Auch Live-Übertungen bedeutsamer Konzerte finden in diesen beiden Programmen statt. Für die Hörer am Radio bedeuten Mehrkanalton-Übertragungen Klanggenuss wie live vor Ort - eine 5.1-Lautsprecheranlage vorausgesetzt.

Logo für Sendungen in Mehrkanalton Dolby Digital-Surround 5.1
Bildrechte: MDR/Steffen Lieberwirth

Kino-Fans sind die räumlichen Klang-Effekte seit langem bekannt, denn diese Entwicklung stammt ursprünglich aus der Kinotechnik. 5.1 steht für ein Mehrkanal-Tonsystem, bei dem der Sound aus fünf Lautsprechern und einem sogenannten Subwoofer – zur zusätzlichen Übertragung der tiefen Töne – kommt. Wird der Subwoofer in die Tonmischung nicht mit eingebunden, spricht man von 5.0, was dem Verfahren im Prinzip ebenso entspricht. Das Besondere an diesem System ist, dass die Klänge räumlich wahrgenommen werden. Der Zuhörer hat den Eindruck, er befände sich mitten im Geschehen bzw. mitten im Konzertsaal.

Sowohl Blu-ray Disc's, DVDs und SACDs (Super Audio Compact Disc) bieten Kinosound und auch Fernsehprogramme strahlen bestimmte Filme und Sendungen mit Mehrkanalton aus. Auch im Hörfunk sind Mehrkanaltonaufnahmen – beispielsweise bei bedeutsamen Konzertübertragungen und Konzertaufzeichnungen – zum Standard geworden. Auch ausgewählte Hörspiele werden in Mehrkanalton produziert.

MDR KULTUR und MDR KLASSIK bieten Klanggenuss wie im Konzertsaal

MDR KULTUR und MDR KLASSIK strahlen über Satellit in Mehrkanalton produzierte Sendungen entsprechend in 5.1 bzw. 5.0 aus. Die Empfangsparameter für die Satellitenausstrahlung aller MDR-Hörfunkprogramme sind folgende:

Satellit: ASTRA 19,2° OST
Frequenz: 10.891 MHz
Polarisation: horizontal
Symbolrate: 22000 kSym/s
Fehlerschutz (FEC): 2/3
Modulation: DVB-S2 8-PSK

Die Satellitenausstrahlung der ARD-Hörfunkprogramme wird von den Kabelnetzbetreibern digital im Kabel weiterverbreitet. Damit sind in den Kabelnetzen die Mehrkanalton-Übertragungen von MDR KULTUR und MDR KLASSIK ebenso vorhanden.

Für den Empfang von 5.1-Tonsignalen wird neben dem entsprechenden 5.1 Lautsprechersystem mit Surround-Receiver auch ein Satelliten- bzw. Digitalkabelempfänger benötigt, der das AAC-LC-Tonformat unterstützt und 5.1-Ton über einen digitalen Audio-Ausgang ausgeben kann.

Um in Dolby Digital zu produzieren, gibt es die Möglichkeit, fünf Mikrofone zu benutzen – entsprechend der Aufstellung der Lautsprecher, wie man sie auch zu Hause hat. Da wären drei Mikrofone vorne: ein linkes, eins in der Mitte und ein rechtes sowie natürlich zwei hintere Mikrofone. Für den Subwoofer, der auch als Effektkanal benutzt wird, gibt es kein Extramikrofon. Die Bassfrequenzen werden erst später separiert. Die Sprecher müssen während eines Hörspiels so agieren, wie sie es im Film tun würden. Jedes Geräusch wird so "räumlich" erfasst – Raumklang eben. Bei der richtigen Positionierung der Lautsprecher hat der Zuhörer dann den Eindruck, er würde sich mitten im Geschehen befinden. Stimmen, Menschen und Geräusche schwirren nur so um ihn herum.

Die passende Anlage und ausreichend Platz

Der Raumklang wird ohne Mehraufwand auf die Stereokanäle übertragen, aber viele Dolby-Digital-Anlagen schneiden beim Abspielen von Stereo-Musik-CDs schlecht ab. Meist ist die Stereowiedergabe erheblich schwächer als auf der alten leistungsstarken HiFi-Anlage. Auch die virtuelle Umwandlung, die aus Stereo einen Raumklang macht, ist selten überzeugend. Der wichtigste Punkt aber ist, wie groß der Heimkinosaal wirklich ist. Reicht der Platz, um die hinteren Boxen auch tatsächlich hinter die Couch zu stellen?

So stehen die Lautsprecher richtig

Die Frontlautsprecher sollten – je nach Größe – nicht allzu dicht an der Wand stehen. Zudem sollten sie zum Sitzplatz hin ausrichtet werden. Wie schon der Name verrät, steht der Center-Lautsprecher frontal im Zentrum, das heißt am besten unterhalb des Fernsehgerätes. Die hinteren Lautsprecher – Surround links und rechts – müssen auch tatsächlich hinter dem Sitzplatz in Ohrhöhe angebracht werden. Eine zusätzliche Ausrichtung auf den Hörer unterstützt den Raumeffekt. Wenig problematisch ist die Aufstellung des Subwoofers. Er übernimmt die Bässe der Surroundkanäle und die Tieftoneffekte. Unproblematisch deshalb, weil das Ohr tiefen Tönen keine bestimmte Richtung zuordnen kann. Der Handel bietet einfache Tools zum richtigen Einpegeln der Anlage.

Technische Hotline: Telefon 0341/300-9595

Noch Fragen? Die Mitarbeiter der Technischen Beratung des MDR helfen gerne weiter: montags bis freitags 10.00 bis 18.00 Uhr unter 0341 300-9595 (gebührenpflichtig aus dem In- und Ausland) oder per E-Mail: technik@mdr.de.

Kontakt zu MDR KULTUR und KLASSIK können Sie – zum Beispiel bei Fragen zum Programm – wie folgt aufnehmen:

Eine Übersicht, welche Sendungen in 5.1/5.0-Mehrkanalton bei deutschsprachigen Sendern laufen, finden Sie zum Beispiel unter http://dolby-digital.the-media-channel.com.