Gäste

Nils Schütze (18) lebt mit einem neuen Herzen.
Nils Schütze (18) lebt mit einem neuen Herzen.

"Ich freu mich, dass ich wieder Sport machen kann."
Bildrechte: Nils Schütze
Nils Schütze (18) lebt mit einem neuen Herzen.
Nils Schütze (18) lebt mit einem neuen Herzen.

"Ich freu mich, dass ich wieder Sport machen kann."
Bildrechte: Nils Schütze
Marietta Füllenbach (67), lebt mit einer gespendeten Niere.
Marietta Füllenbach (67), lebt mit einer gespendeten Niere.

"Ohne Organspende würde ich nicht mehr leben."
Bildrechte: Marietta Füllenbach
Axel Rahmel, Vorstand der Deutschen Stiftung für Organtransplantation
Axel Rahmel, Vorstand der Deutschen Stiftung Organtransplantation

"Unser Anliegen ist es, dass mehr Menschen zu Lebzeiten eine eigene Entscheidung zur Organspende treffen und diese dokumentieren. Dies ist im Falle einer möglichen Organspende eine wichtige Entlastung für die Angehörigen. In weniger als 20 Prozent aller Fälle, in denen im vergangenen Jahr die Möglichkeit zu einer Organspende bestand, war der Wille des Verstorbenen schriftlich dokumentiert. Anlässlich des Tags der Organspende wollen wir mit allen Veranstaltungspartnern gemeinsam ein Zeichen für die Wichtigkeit einer informierten Entscheidung setzen. Diese kann in einem Organspendeausweis, in einer Patientenverfügung oder idealerweise in beiden Dokumenten vermerkt werden.
Als bundesweite Koordinierungsstelle für die Organspende haben wir eine zentrale Rolle im Organspendeprozess. Hierbei sehen wir uns dem Willen des Verstorbenen verpflichtet. Bestand der Wunsch, nach dem Tod Organe zu spenden, um anderen Menschen zu helfen, ist es unser Anliegen, diesen Willen verantwortungsvoll und mit größter Sorgfalt umzusetzen."
Bildrechte: Axel Rahmel
Professor Joachim Beige, Transplantationsarzt, Nephrologe, Mitglied in der Sächsischen Kommission für Lebendspenden.
Professor Joachim Beige, Transplantationsarzt, Nephrologe, Mitglied in der Sächsischen Kommission für Lebendspenden

Die Nieren-Lebendspende durch enge Angehörige oder sehr nahe stehende Menschen ist zwar medizinisch ein sehr sicheres Verfahren geworden, beinhaltet aber doch im Langzeitverlauf für den Spender gut kalkulierbare und auch vertretbare Risiken bzgl. der Entwicklung von Bluthochdruck und Änderungen des Mineralstoffwechsel durch die fehlende Hälfte der Nierenfunktion. Begründet auf diesen sicheren medizinischen Fakten ist die Diskussion um völlige informierte Freiwilligkeit und ein durch das Organspendegesetz gefordertes Näheverhältnis zwischen Spender und Empfänger in den letzten Jahren immer komplexer geworden. Ich vertrete nach meinen Erfahrungen aus der Lebendspende-Ethikkommission die Auffassung, dass das wichtigste Faktum die Garantie von Freiwilligkeit und der Ausschluss jeden Organhandels ist.  Ob hingegen ausschliesslich Angehörige ersten Grades und Ehe-ähnliche Lebenspartner bzw. Freunde spenden dürfen wie bisher, sollte in einem gesellschaftlichen Dialog zum Transplantationsgesetz besprochen werden.
Bildrechte: Joachim Beige
Weihbischof Anton Losinger
Weihbischof Dr. Dr. Anton Losinger

"Organspende ist für mich Tat und Ausdruck besonderer Nächstenliebe, die das Leben und die Gesundheit anderer Menschen in schwerer medizinischer Notlage retten kann. Persönlich besitze ich seit geraumer Zeit einen Organspendeausweis und werbe dafür.
Die Kirche befürwortet die Entscheidung zur Organspende, setzt aber auf das Prinzip freier Zustimmung des Spenders gegen ein Konzept der Widerspruchslösung.
Zu den entscheidenden theologisch, medizinisch und ethisch umstrittenen Fragen gehört vor allem das Thema des Hirntodes. Es geht bei jeder Spende eines lebenswichtigen Organs um die substantielle Frage: Wann ist ein Mensch tot? Zudem spielt der drängende Mangel an lebensrettenden Organen und die Frage nach den Ursachen eine wichtige Rolle bei der gesetzlichen Regelung der Organspende in unserem Land."
Bildrechte: Beatrice Schubert
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