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Neue BetrugsmascheVerbraucherzentrale warnt vor Paketankündigungen per SMS

von Dietrich Karl Mäurer, MDR AKTUELL

Stand: 03. November 2021, 13:19 Uhr

Kurznachrichten, die eine angebliche Postsendung ankündigen, kommen zurzeit auf vielen Handys an. Dabei handelt es sich allerdings um einen Betrugsversuch mit dem Ziel, Schadsoftware auf dem Gerät zu installieren. Die Verbraucherzentrale Sachsen warnt deshalb dringend davor, auf den angegebenen Link zu klicken.

Es sind Kurznachrichten, die professionell und harmlos erscheinen. Die SMS kündigen eine Postsendung an oder melden ein Problem bei der Auslieferung. Zum Beispiel: "DHL! Sie haben (1) ausstehendes Paket! Letzte Chance zum Abholen."

Solche SMS bekommen aktuell viele Nutzerinnen und Nutzer auf ihr Handy. Bildrechte: Katrin Stelzner

Komplettiert wird die vermeintliche Paketinfo mit einem Link, den die Empfänger der SMS doch bitte klicken sollen. Wer das allerdings tut, landet auf einer Webseite, auf der die Opfer dann aufgefordert werden, eine App zu installieren.

Die wiederum verschickt beispielsweise weitere Paket-SMS automatisch an viele Kontakte aus dem Telefonbuch. Auch können mit ihr Betrüger Zahlungsdaten, die auf dem Smartphone gespeichert sind, ausspionieren.

Vorsorge: aktuelles Virenschutzprogramm und Betriebssystem

Verbraucherschützer warnen daher dringend davor, auf den Link der SMS zu klicken. Claudia Neumerkel, die Rechtsreferentin der Verbraucherzentrale Sachsen, rät, auf keinen Fall der Installation einer App zuzustimmen, sollte man doch mal auf den Link klicken.

Außerdem empfiehlt sie: "Die Nutzer können darüber hinaus ihre Smartphones durch regelmäßige Updates von Virenschutzprogrammen und Betriebssystemen immer auf den aktuellsten Stand halten." Weiterhin sei es wichtig die sogenannte Drittanbietersperre zu aktivieren. Diese schützt zum Beispiel vor Abo-Fallen oder Angeboten, die nicht beim Anbieter eines Service, eines sogenannten Drittanbieters direkt, sondern über die Handy-Rechnung bezahlt werden.

DHL warnt vor Betrugsversuchen

DHL hat nichts mit den betrügerischen SMS zu tun, doch ist sich der Paket- und Briefdienstleister bewusst, dass das Logo und der Name des Unternehmens vielfach von Kriminellen genutzt werden, um das Vertrauen von Handy- oder Internetnutzerinnen und –nutzern zu erschleichen. Auf der Webseite von DHL heißt es: "Bei Einkäufen im Internet sind immer wieder Betrugsversuche durch die unautorisierte Verwendung des Namens und der Marke DHL in E-Mails und Grafiken zu beobachten, die vorgaukeln, von DHL zu stammen."

DHL fordert seine Kundinnen und Kunden auf, verdächtige SMS zu melden, und die Verbraucherzentrale Sachsen empfiehlt, präventiv Screenshots anzufertigen als Beweise, die im Schadensfall der Polizei und dem Mobilfunkanbieter vorgelegt werden können. Wenn ein wirtschaftlicher Schaden entstanden ist, sollten die Opfer in jedem Fall Strafanzeige stellen.

Dieses Thema im Programm:MDR AKTUELL RADIO | 27. Oktober 2021 | 06:00 Uhr