Tipps für den Fernseher-Kauf Der perfekte Smart TV fürs Wohnzimmer

Marco Ammer, Technik-Journalist und Technik-Experte für MDR um 4
Bildrechte: Marco Ammer

Musik hören, online spielen oder telefonieren - Smart TVs können längst viel mehr als das Fernsehprogramm zu übertragen. Tipps zum Kauf oder zum Umrüsten des alten Fernsehers, hat Technik-Experte Marco Ammer.

Fernseher als einfache Bildwiedergabegeräte - das war ein Mal. Mittlerweile sind es Computer, mit moderner Technik, die die Geräte zu wahren Multi-Media-Centern machen.

Smart-TV

Fast alle Fernseher, die heute im Handel erhältlich sind, verfügen über Smart-TV-Funktionen. Das heißt, sie lassen sich in wenigen Schritten mit dem heimischen Netzwerk verbinden und haben so Zugang zum Internet. Jeder, der schon einmal ein Smartphone mit dem WLAN verbunden hat, schafft das auch bei einem Smart-TV.

Die Funktionen des Smart-TV sind nicht ganz so umfangreich, wie beim Smartphone. Die Kernfunktion bleibt schließlich die Wiedergabe von Videoinhalten. Das bedeutet, über die herstellereigenen App-Stores lassen sich Apps herunterladen. Zum Beispiel von Sendern wie der ARD oder dem ZDF oder von Streaminganbietern wie Netflix, Sky, Disney+ und vielen mehr.

Um die Inhalte der ARD-Mediathek und damit auch die vom Mitteldeutschen Rundfunk zu nutzen, ist kein weiteres Anmelden notwendig. Alle Angebote stehen in den öffentlich-rechtlichen Mediatheken kostenlos zur Verfügung.

Anders ist das etwa bei den meisten Streaming-Anbietern. Dafür sind kostenpflichtige Monats-Abos notwendig.

Aus Alt mach Smart

Um einen Fernseher smart zu machen, ist aber nicht zwingend der Kauf eines neuen Fernsehers notwendig. Nahezu alle alten Geräte haben schließlich Eingänge für zum Beispiel HDMI-, VGA- oder Cinch-Kabel. Mit Hilfe mindestens einer dieser Eingänge ist es problemlos möglich, einen Computer an den Fernseher anzuschließen. Damit ist dann alles, was auf dem Computer läuft, auch auf dem Fernseher zu sehen. Alternativ kann auch ein Smart-Player angeschlossen werden.

Der Weg zur guten Bildqualität

Wer einen neuen Fernseher kauft, der möchte dann auch möglichst scharf sehen. Die meisten Geräte, die zurzeit im Regal stehen, kommen laut Herstellerangaben mit einer so genannten UHD-Auflösung. Das heißt, die Bildauflösung liegt bei 3840 x 2160 Pixeln. Das sind vier Mal so viele wie bei HD-Auflösung. Allerdings ist die Bildqualität von vielen verschiedenen Faktoren abhängig. Das sind unter anderem:

  • die Displayauflösung des Fernsehers
  • die Aufnahmequalität des Films
  • die Signalkomprimierung der Rundfunkanstalten oder Videotheken
  • bei Smart-TV-Anwendungen auch die Qualität der Internetverbindung

Es ist daher nicht zwingend nötig, unbedingt einen UHD – auch 4K genannt – Fernseher zu kaufen.

LCD oder LED

Die Bildqualität, die Brillanz und Helligkeit hängen außerdem davon ab, wie das Bild technisch erzeugt wird. Dabei sind die beiden gängigen Technologien das LED- und das LCD-Display, mit einigen Unterkategorien.

Laut der Stiftung Warentest ist das Bild bei sogenannten OLED-Fernsehern dabei am besten. Allerdings sind Geräte mit dieser Technik entsprechend teuer. Und Achtung: Bei statischen Bildern, wie zum Beispiel Sender- oder Sendungslogos, ist es möglich, dass ein sogenanntes "Einbrennen" stattfindet, dass also Bildinhalte oder Grafiken dauerhaft als Schatten auf dem Display sichtbar sind.

Dieses Risiko ist bei LCD-Geräten nicht vorhanden. Dafür sind hier die Schwarzwerte, die Kontraste und die Blickwinkel etwas limitierter.

OLED UND LCD OLED steht für organische Leuchtioden und liefert bisher das beste Bild.

LCD steht für Liquid Crystal Display - also Flüssigkristallbirschirm - und liefert eine etwas geringere Qualität, verhindert aber ein "Einbrennen".

Beratung aus dem Internet

Welcher Fernseher zu welchen Bedürfnissen passt, ist eine sehr individuelle Frage. Die Stiftung Warentest hat auf ihrer Homepage einen Navigator erstellt, mit dem möglicherweise der Richtige gefunden werden kann. Dort werden Faktoren wie Preis, Größe, Bildauflösung und viele mehr abgefragt und dann jeweils die besten angezeigt.

Quelle: MDR um 4

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR um 4 | 21. Juni 2021 | 17:00 Uhr

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