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Bildrechte: MDR / Tobias Bader

Indoor-GartenDas smarte Gewächshaus für die Küche

von Marco Ammer, Technik-Experte

Stand: 20. Juli 2021, 09:40 Uhr

Unser Haushalt wird immer intelligenter. Wir können Jalousien, Heizungen oder Fenster mit dem Handy steuern. Diese Entwicklung ist auch in der Küche zu beobachten. Jetzt bringen Hersteller sogar kleine Indoor-Gärten auf den Markt, Mini-Gewächshäuser sozusagen. Was es damit auf sich hat, erklärt Technikexperte Marco Ammer.

Ein einfaches Mini-Gewächshaus Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Frische Kräuter sind zum Kochen das Beste und gehören eigentlich in jede Küche. Kaum etwas schmeckt besser, als das Rührei am Wochenende mit frischem Schnittlauch. Was kann es Schöneres geben, als die Tomaten aus dem eigenen Anbau zum Mozzarella. Wer in diesen Genuss kommen will, muss allerdings einige Herausforderungen bewältigen. Dabei können kleine, intelligente Küchengärten unterstützen. Das Beste ist: Dafür ist kein grüner Daumen notwendig.

Jeder hat sie schon einmal gekauft: Kräuter wie Schnittlauch, Minze, Basilikum oder Petersilie in diesen kleinen Plastik-Anzuchttöpfen. Am besten noch eingepackt in eine Plastiktüte. Selten schafft man es, alles zu verbrauchen, bevor die Pflanzen eingehen. Und falls man es doch schafft, bleibt trotzdem viel Müll übrig.  

Das smarte Gewächshaus Bildrechte: MDR / Tobias Bader

Verschiedene Hersteller bieten daher mittlerweile kleine „Indoor-Gärten“ an. Die machen optisch schon mal sofort einen besseren Eindruck, als die schmucklosen Anzuchttöpfe und sie können auch viel mehr. Das heißt, als Anwender muss ich überhaupt keine Ahnung von Wässerung, Wachstumsphasen, Dünger oder Erntezeitpunkt haben. Das übernimmt alles die intelligente Steuerung des Mini-Gewächshauses. Je nach Gerät können mehrere verschieden Gemüse- und Kräutersorten gepflanzt werden. Allerdings wird dabei nicht einfach Samen in Blumenerde gesteckt, sondern man muss kleine Saatkapseln vom Hersteller kaufen. Neben dem Anschaffungspreis kommen dadurch nochmal Kosten auf die Kunden zu. So können drei Kapseln Koriander zum Beispiel bis zu zehn Euro kosten. In den Kapseln ist dann bereits der richtige Dünger für die Pflanze enthalten. Einmal in der Erde, muss nur noch etwas Wasser angegossen werden und das Gerät muss an den Strom. Und dann muss man sich eigentlich um nichts mehr kümmern.

Die Indoor-Gärten fahren automatische Programme zur Wässerung und zum Licht ab. Einige sind sogar smart, so dass die Wachstumszyklen per Handy überwacht werden können. Und wer doch einen grünen Daumen hat, der kann Belichtung, Wasserzufuhr und alles Weitere auch per Handy steuern.

Wer also in seiner sowieso schon smarten Küche noch frisches Gemüse anbauen möchte, der hat mit diesen Mini-Gewächshäusern die Möglichkeit dazu. Bei einigen Herstellern tut man auch gleichzeitig der Umwelt noch was Gutes. Denn im Vergleich zu den Anzuchttöpfen mit ihren Folienverpackungen, fällt mit den Kapseln auch etwas weniger Müll an. 

Unser Experte

Quelle: MDR um 4

Dieses Thema im Programm:MDR FERNSEHEN | MDR um 4 | 19. Juli 2021 | 17:00 Uhr