Servicestunde | 06.04.22 Hohe Energiekosten: Wie heizen wir in Zukunft?

Brennstoffzelle, Gas- oder Ölheizung oder doch lieber Wärmepumpe? Derzeitige Fördermittel sorgten für einen Boom beim Heizungswechsel. Doch Rekord-Energiepreise beunruhigen die Verbraucher. Wie wird also künftig geheizt? In der MDR THÜRINGEN-Servicestunde am Mittwoch ab 11 Uhr klären wir gemeinsam mit Matthias Wagnitz vom Zentralverband Heizung, Sanitär, Klima und Ramona Ballod von der Verbraucherzentrale Thüringen wichtige Fragen.

Nahaufnahme Heizungsthermostat
Die Heizung ist alt, nicht gut gedämmt oder vebraucht zu viel? In der MDR THÜRINGEN-Servicestunde klären wir unter anderem, ob sich ein Austausch der Heizung lohnt. Bildrechte: imago/blickwinkel

Noch bis vor Kurzem hieß es: Ölhahn zu und Gashahn auf. Wegen der Klimakrise und der guten Kombinierbarkeit mit regenerativen Energiequellen sorgten Fördermittel für einen Boom beim Heizungswechsel auf Gas, gerade in Ostdeutschland, wo viele nach der Wende eingebaute Öl-Anlagen nun ohnehin am Ende der Lebensdauer angekommen waren.

Doch nun sorgen Rekord-Energiepreise für neue Unsicherheit. Und Klima-Schützer verteufeln auch die Holzverbrennung als Treibhausgas-Förderer. Welches wird nun der Brennstoff der Zukunft? Ist die Gasheizung jetzt der Schritt in die falsche Richtung? Sollten jetzt alle auf die Wärmepumpe setzen? Wie kann man den regenerativen Anteil beim Heizen erhöhen? Und sollte man lieber mehrere Brennstoffquellen nutzen können - je nachdem, was Strom, Gas, Öl oder Holz gerade kosten?

Wann ist der Tausch der Heizung sinnvoll?

Mit einer neuen Heizung können die Energiekosten gesenkt und das Klima geschont werden. Aber wann sollte eine Heizung gewechselt werden? Mit der Checkliste der Thüringer Verbraucherzentrale können Sie prüfen, wann ein Tausch sinnvoll ist:

  • Die Gas- oder Ölheizung ist oft fehleranfällig oder fällt gar aus. Die Verbraucherzentrale rät, die Kosten für Reparaturen gegen die einer Neuanschaffung und Umstellung auf erneuerbare Energien abzuschätzen.
  • Sie haben einen Energieverbrauch von mehr als 200 Kilowattstunden beziehungsweise 20 Kubikmeter Erdgas oder 20 Liter Heizöl pro Quadratmeter Wohnfläche im Jahr. Dann ist Ihre Gas- oder Ölheizung unwirtschaftlich und verbraucht bei geringer Wirkung zu viel Brennstoff.
  • Die verbaute Heizung ist älter als 15 Jahre.
  • In Ihrem Heizungskeller ist es wärmer als 22 Grad Celsius.
  • Der Heizkessel und Heizungsrohre sind schlecht gedämmt. Dadurch geht viel Wärme verloren.
  • Sie möchten die Heizungsanlage auf Ihre Bedürfnisse anpassen oder per Smartphone steuern.
  • Sie nutzen noch einen fossilen Brennstoff und möchten auf erneuerbare Energien umsteigen.
  • Sie möchten etwas für die Umwelt tun und zum Klimaschutz beitragen.

Heizung modernisieren - so geht's

Viele Punkte der Checkliste treffen auf Ihre alte Heizung zu? Dann könnte ein Tausch der Heizung sinnvoll sein. Doch eine Heizungsmodernisierung sollte richtig geplant werden. Diese Tipps können Ihnen dabei helfen:

  1. Ausgangssituation betrachten und die Heizungsanlage überprüfen (lassen)
  2. Richtige Heizung auswählen
  3. Heizungsaustausch planen und Angebote einholen
  4. Fördermittel und Zuschüsse in Anspruch nehmen
  5. Heizung optimieren

Weitere Fragen beantworten wir ab 11 Uhr am Mittwoch (6. April) in der Servicestunde bei MDR THÜRINGEN - das Radio gemeinsam mit Matthias Wagnitz, Referent für Energie- und Wärmetechnik beim Zentralverband Heizung, Sanitär, Klima, und Ramona Ballod, Energieexpertin der Verbraucherzentrale Thüringen.

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Haase und Waage am Vormittag | 06. April 2022 | 11:00 Uhr