Nachrichten & Themen
Mediathek & TV
Audio & Radio
GesundheitRezepteGartenFamilienlebenLifestyleRechtFinanzenDigitalesMobilität
Bildrechte: imago images/Westend61

Bio, Öko, fair

Nachhaltig und umweltfreundlich einkaufen

Stand: 27. August 2020, 09:43 Uhr

Nachaltiges Einkaufen fängt schon mit der Fahrt zum Supermarkt an. Verbraucher können mit ihrem Konsumverhalten einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Wir geben Tipps, wie sich der Einkauf umweltfreundlicher gestalten lässt.

Was nachhaltiger Konsum ist

Nachhaltig zu konsumieren heißt, genauer hinzuschauen und bewusst Produkte zu kaufen, deren Herstellung und Nutzung energiesparend und umweltfreundlich ist. Dabei ist wichtig, dass die Menschen, die die Waren herstellen, angemessen bezahlt werden und unter fairen Bedingungen arbeiten.

Drei alltagstaugliche Tipps, mit denen sich der eigene ökologische Fußabdruck beim Einkaufen ein paar Nummern verkleinern lässt:

Kaufen Sie regionale Lebensmittel

Bildrechte: imago/photothek

Kaufen Sie Produkte in Bio-Qualität bei landwirtschaftlichen Erzeugern aus der Region, die saisonal ausgerichtet sind. Saisonale Lebensmittel, regional produziert. Das sind gute Ansätze für einen nachhaltigen Lebensmitteleinkauf, egal ob im Biomarkt, auf dem regionalen Wochenmarkt oder bei einer Marktschwärmerei. Nutzen Sie auch umweltfreundliche Verkehrsmittel und kaufen Sie zu Fuß, per Rad oder mit dem öffentlichen Nahverkehr ein.

Vermeiden Sie Müll

Verzichten Sie darauf, Plastik- oder Papiertüten zu kaufen. Nehmen Sie einen eigenen Einkaufsbeutel mit in den Supermarkt. Achten Sie außerdem darauf, lose statt vorverpackte Ware zu kaufen, um Verpackungsmüll zu reduzieren. Äpfel oder Orangen müssen nicht einzeln in Tüten verpackt werden. Kaufen Sie saisonal und in Bio-Qualität. Verzichten Sie auf den Kassenzettel.

Reduzieren Sie den Konsum tierischer Produkte

Die Fleischproduktion belastet die Umwelt enorm. Essen Sie wenig tierische Lebensmittel, egal ob Fleisch, Fisch oder Käse. Achten Sie beim Kauf auf Bio-Qualität und das "Ohne Gentechnik"-Siegel.

Werden "Bio"-Produkte stets nachhaltiger hergestellt?

"Bio" ist nicht gleichzusetzen mit "nachhaltig". So können Bio-Lebensmittel trotzdem einen weiten Transportweg hinter sich haben und aus nicht-saisonalem Anbau stammen. Trotzdem setzen Bio-Siegel hohe Standards für die Herstellung von pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln. Alle Bio-Lebensmittel werden zertifiziert, so dass die Produktion regelmäßig überprüft wird.

So behalten Sie im Label-Dschungel die Orientierung

Grundsätzlich gilt: Bioprodukte erkennt man am EU-Bio-Logo. Hat ein Produkt kein EU-Bio-Logo, ist es auch kein Bioprodukt. Daneben gibt es noch viele weitere Bio-Kennzeichnungen auf Lebensmitteln:

Bio-Logo (EU) Bildrechte: dpa

Im Informationsportal label-online.de finden Sie unter der Kategorie "Ernährung" alle Siegel der Anbauverbände und der Bio-Handelsmarken.

Welche geschützten Begriffe es gibt

Die Bezeichnungen "Bio" und "Öko" sind gesetzlich geschützte Begriffe. Erzeugung und Verarbeitung so gekennzeichneter Lebensmittel sind nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus erfolgt. Auch folgende Begriffe auf Lebensmitteln dürfen nur für Bioprodukte verwendet werden:

Andere Begriffe hingegen wie z.B. "integrierter Landbau" oder "kontrolliert" stehen nicht für Bioprodukte.

Wesentliche Merkmale des ökologischen Landbaus sind

Gesetzeslage: Nur Produkte, die nach den Regeln der EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau produziert und kontrolliert werden, tragen das "Bio"-Siegel:

Quelle: Naturschutzbund Deutschland (NABU), Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit/Umweltbundesamt (BMU/UBA)

Mehr zum Thema

Dieses Thema im Programm:MDR FERNSEHEN | MDR um 4 | 26. August 2020 | 17:00 Uhr

Mehr zum Thema Familie

Inhalte werden geladen ...
Alles anzeigen

Weitere Ratgeber-Themen

Inhalte werden geladen ...
Alles anzeigen