Urlaub in der Corona-Krise Tipps für die Sommerferien

Der Sommerurlaub steht unmittelbar vor der Tür und dank sinkender Corona-Zahlen scheint auch das touristische Leben zurückkehren zu können – im In- wie auch im Ausland: Viele Urlaubsländer haben die Grenzen geöffnet und die Quarantänepflicht für Reisende ausgesetzt. Reiseexpertin Gesine Jüttner gibt Tipps, worauf Sie bei der Buchung dennoch achten sollten.

Reisepass, Schutzmaske, Schnelltest und Spritze auf einer Landkarte
Sinkende Infektionszahlen und mehr geimpfte Menschen: Ein Sommerurlaub rückt in greifbare Nähe. Gesine Jüttner erklärt, worauf Sie achten sollten. Bildrechte: IMAGO / avanti

Ein Jahr Pandemie und wieder müssen wir uns die Frage stellen: Wohin kann die Reise in diesem Sommer gehen? Viele haben im letzten Jahr auf Urlaub verzichtet und freuen sich umso mehr auf die Ferien. Und die Zeichen stehen gut. Sinkende Inzidenzzahlen und eine rasant zunehmende Zahl an geimpften Menschen, lassen den Sommerurlaub im In- und Ausland in greifbare Nähe rücken. Doch worauf sollte man beim Buchen achten? Ist es besser ein Ziel im Inland zu wählen oder ist der Urlaub auch im Ausland unbeschwert möglich?

Buchung: Auf Stornobedingungen achten!

Bei der Buchung sollten Sie auf gute Stornobedingungen achten. Viele Reiseveranstalter haben ihr Angebot entsprechend angepasst. Die Frage ist immer: Ist ein kostenfreier Rücktritt oder eine Umbuchung bis kurz vor Reisestart möglich? Die Entwicklung der Corona-Pandemie ist immer noch nicht sicher abschätzbar. Deshalb sollte man sich immer einen "Zeitpuffer" nach der Rückreise einplanen. Es könnte sein, dass Sie nach der Wiedereinreise nach Deutschland in Quarantäne müssen. Das wird auch im Sommer noch so sein.

Urlaub in Deutschland – das sollten Sie beachten:

Das beliebteste Reiseziel der Deutschen ist: Deutschland. Und das nicht nur in Zeiten von Corona. Dabei würden aber weniger Pauschalreisen als vielmehr Hotel, Ferienwohnung oder Campingplatz gebucht, die Anfahrt erfolge meist mit dem eigenen Auto. Experten erwarten, dass es in diesem Sommer 2021 noch mehr Menschen als sonst an Nord- und Ostsee oder nach Bayern zieht.

  • Reisepreise 2021

Die Reisen innerhalb Deutschlands sind vergleichsweise teurer als  im letzten Jahr. Das gilt vor allem in den Sommerferien, also in der Hauptreisezeit. Anders sieht das laut Expertenmeinung bei Pauschalreisen aus. Hier hält sich der Preisanstieg in Grenzen. Das kann sich aber auf Grund zunehmender Nachfrage noch ändern.

  • Flexibel bleiben

2021 wird das Jahr der Flexibilität – auf Seiten der Anbieter, als auch auf Seiten der Kunden. Es wird wohl relativ kurzfristig gebucht werden. Doch je kurzfristiger gebucht wird, desto teurer könnte es werden, wenn dann viele gleichzeitig auf die Idee kommen, noch ihren Sommerurlaub zu buchen.

Sinnvoll in Pandemie-Zeiten: Spezielle Corona-Versicherungspakete

Wichtig ist es, darauf zu achten, dass die Versicherungen keinen Pandemie-Ausschluss haben und auch bei einer Covid-19-Erkrankung einspringen. Bei Reisen, die weit im Voraus gebucht werden, ist eine Reiserücktrittversicherung zu empfehlen. Auch hier sollte in den Vertragsbedingungen Pandemien nicht ausgeschlossen sein. Denn die Reiserücktrittsversicherung zahlt nur, wenn man aus bestimmten Gründen nicht reisen kann, z.B. wenn man seinen Job verloren hat, ein naher Angehöriger gestorben ist oder man selbst krank wird. Sie zahlt nicht, wenn man aus reiner Vorsicht oder Angst vor Corona von einer Reise zurücktreten will oder wenn man in Quarantäne muss. Für solche Fälle gibt es aktuell spezielle Corona-Versicherungspakete. Die sind etwas teurer als die normalen Versicherungen, können sich aber in der derzeitigen Lage durchaus lohnen. Unabhängig von Corona ist eine Auslands-Krankenversicherung ratsam. Diese übernimmt verschieden Behandlungskosten im Ausland und wenn nötig auch den Rücktransport nach Hause.

Reisewarnungen bleiben ein Risiko für die Urlaubsplanung

Grundsätzlich kann man wegen unvermeidbaren, außergewöhnlichen Umständen – wie akuten Reisewarnungen – kostenlos von einer Pauschalreise zurücktreten. Wenn aber die Umstände zum Zeitpunkt der Buchung schon außergewöhnlich waren bzw. eine Reisewarnung vorlag, dann könnte der Reiseveranstalter eine kostenlose Stornierung ablehnen, da der Kunde das Risiko zum Zeitpunkt der Buchung kannte und in Kauf genommen hat. Darauf sollte man gerade jetzt achten, da die meisten Urlaubsländer zur Zeit Risikogebiete sind. Es gibt auch Reiseversicherungen, die nicht zahlen, wenn man in ein Land reist, für das eine Reisewarnung vorliegt. Wer jetzt bucht, geht gewisse Risiken ein, darüber sollte man sich im Klaren sein.

Quelle: MDR um 4

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR um 4 | 31. Mai 2021 | 17:00 Uhr

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