Autoverkauf Tipps, wie Sie ihr Auto erfolgeich zu Geld machen

Auto kaufen ist nicht schwer, eins zu verkaufen hingegen sehr! Das gilt insbesondere für Gebrauchtwagen, die schon ein paar Jahre älter sind. So ein Auto an einen neuen Besitzer zu bringen, kostet Zeit und Nerven. Unmöglich ist es aber nicht, auch wenn man noch ein paar Euro für das Schätzchen haben möchte.

Autoverkäufer spricht mit einem Kunden
Bildrechte: imago/Westend61

Nach sieben Jahren wird fast jeder Gebrauchtwagen zum "Verbrauchtwagen". Das heißt, die Zeit der Übernahme des Gewährleistungsrisikos durch eine Garantieversicherung hat er hinter sich. Trotzdem gibt es auch für solche Autos noch Käufer.

Wie und wo will ich verkaufen?

Wer verkaufen will, hat mittlerweile eine Reihe verschiedener Möglichkeiten, seinen PKW anzupreisen und zu Geld zu machen.

Ein Mann hält einen Autoschlüssel.
Bildrechte: imago/Westend61

  • Inzahlungnahme durch den Händler bei Neu- oder Gebrauchtwagenkauf

Sie wollen nicht auf ein Auto verzichten, sondern lediglich den "Alten" loswerden und sich einen "Neuen" zulegen? Dann ist das die bequemste Methode. Der Händler zahlt Ihnen einen Preis, der vom Händlereinkaufspreis und dem Preis des zu verkaufenden Fahrzeuges abhängt.

  • Verkauf an einen Händler

Das ist bei bestimmten, stark nachgefragten Autos meist unproblematisch. Der Händler zahlt aber nur den relativ unattraktiven Händlereinkaufspreis, oft abzüglich eines regional abhängigen Korrekturfaktors.

  • Versteigerung im Internet

Sicher ist: Das Auto ist nach dem Ende der Auktion rechtswirksam verkauft! Allerdings kann der Kaufpreis auch bei nur einem Euro liegen. Die Methode kann trotzdem sinnvoll sein, wenn man sein Fahrzeug einfach nur loswerden will und keine Gebühr für die Verschrottung zahlen möchte.

  • Verkauf an einen privaten Gebrauchtwagenkäufer

Das geschieht in der Regel durch eine Anzeige in einer der großen Autobörsen. Oder klassisch in den Kleinanzeigen der Lokalzeitung. Hier wird der beste Preis erzielt! Allerdings braucht man gute Nerven und Zeit.

Eine Frau sucht auf einem Online-Portal für Gebrauchtwagen
Bildrechte: imago images/Jochen Tack

  • Verkauf an Plattformen im Netz

Der Ablauf ist denkbar einfach: Termin machen, Auto begutachten lassen, Vertrag unterschreiben und schon gibt’s Geld! Das funktioniert meist ohne Probleme und ziemlich schnell. Minuspunkt: Auf den Plattformen bringt das alte Auto meist verhältnismäßig wenig Ertrag.

  • Verkauf an privat

Unbedingt einen Kaufvertrag aufsetzen. Darin sollten alle Fahrzeugdaten eingetragen und sämtliche Mängel aufgelistet sein. Beide, also Käufer und Verkäufer erhalten ein unterschriebenes Exemplar. Verkaufen Sie das Auto erst, wenn Sie wirklich den vollen Kaufpreis erhalten haben. Melden Sie das Auto vor dem Verkauf ab. Zwar hat der Käufer dann einen größeren Aufwand, aber Sie sind auf der sicheren Seite, wenn es um Versicherung, Steuern und mögliche Bußgelder geht. Informieren Sie nach dem Verkauf sofort die Zulassungsstelle und Ihre Versicherung über den Verkauf Ihres Autos.

Vor dem Verkauf unbedingt putzen

Wer Interessenten für sein Auto sucht, muss es attraktiv machen. Dazu gehören gute Fotos eines sauberen Autos. Deshalb steht zuerst Putzen auf dem Plan. Andreas Keßler hat gerade für den Innenraum sechs praktische Tipps zusammengestellt, um Ihr Auto in Schuss zu halten.

Bei jüngeren und damit hochwertigeren Fahrzeugen lohnt immer der Besuch bei einem Autoaufbereiter, der aus der alten Raucherkutsche wieder ein properes und wohlriechendes Auto macht. Viele kleinere Tipps und Tricks kann man aber auch selbst umsetzen. Wenn das "Model" dann mit dem Make-up fertig ist, kann das Blitzlichtgewitter beginnen.

Eine Person fotografiert mit Smartphone ein beschädigtes Auto.
Bildrechte: imago images / Panthermedia

Aber: Bitte keine Handy-Bilder! Nichts ist ärgerlicher, als völlig verpixelte Bilder mit Schlagschatten und halben Fingern im Bildvordergrund. Mit etwas Mühe, einem sonnigen Standplatz und einer vernünftigen Kamera bekommt man Bilder hin, die das Auto von seiner besten Seite zeigen.

Dazu gehört auch der Motorraum, das Gepäckabteil und aussagekräftige (!) Bilder vom Innenraum und dem Kombiinstrument. Ein Bild sagt bekanntlich mehr als 1000 Worte. Und bitte: Keine Mängel verschweigen. Das bringt früher oder später nur Ärger.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR um 4 | 06. November 2019 | 17:00 Uhr

Ein Angebot von

Mehr zum Thema Finanzen

Weitere Ratgeber-Themen