Test Welches Mineralwasser ist das beste?

Mineralwasser aus Flaschen ist immer noch das beliebteste Getränk in Deutschland. Doch wie gut und gesund ist das Mineralwasser der verschiedenen Anbieter? Die Stiftung Warentest hat nachgeschaut. Und die Tester haben Sachen in manchen Mineralwassern gefunden, die dort einfach nicht hineingehören.

Es ist Sommer und jeder kühle Tropfen ist willkommen. Dazu gehört in Deutschland ganz vorn das Mineralwasser. Doch ist dort wirklich nur das rein Wasser drin oder doch etwas, was alles andere als gesund ist. Die Stiftung Warentest hatte in den vergangenen Jahren immer wieder Wasser entdeckt, in denen auch unerwünschte Stoffe waren. Auch in diesem Jahr haben die Tester wieder verschiedenen Mineralwasser unter die Lupe genommen und einiges entdeckt.

Wir haben oberirdische Verunreinigungen gefunden, also Pestizidmetabolite und Korrosionsschutzmittel, aber auch krebserregendes Benzol.

Janine Schlenker, Stiftung Warentest

Im Test waren 32 stille Mineralwasser zu Preisen von 13 Cent bis 3,60 Euro pro Liter.

Mineralwasser wird in ein Glas gegossen
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Mit 3,60 Euro ist das "Voss"-Gletscherwasser aus Norwegen das teuerste. Es wird in Einwegflaschen aus Plastik abgefüllt, und soll aus einer sprudelnden Quelle stammen. Aber ist das teure "Voss" tatsächlich auch besser als kostengünstige Mineralwasser, wie das "Lichtenauer" für 52 Cent oder als das "Landpark-Bio-Quelle" für 98 Cent?

Was nicht drin ein sollte

"Landpark Bio-Quelle" im Pappkarton schmeckt zum Beispiel deutlich nach Kunststoff und Pappe. Das "Rieser Urwasser" schmeckt besser, aber aus dem recycelten Plastik der Flasche gelangt krebserregendes Benzol ins Wasser.

Kiste mit Mineralwasser, in Glasflaschen, mit Kronenkorken
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Im Labor wurde auch nach Spuren von Medikamenten und Süßstoffen und nach bekannten Umweltgiften wie Glyphosat gesucht. Hier wurden die Tester bei vier Anbietern fündig. Im Wasser der "Real"-Supermärkte fanden die Tester Abbauprodukte von drei verschiedenen Pestiziden. Auch die Wässer von "Netto" und "Edeka" und das angeblich 8000 Jahre alte "Rieser Urwasser" enthielten Pestizidrückstände.

Die Urteile

Das "Rieser Urwasser" landet im Test dann auch auf dem letzten Platz.

Kaum besser ist das "Landpark Bio-Quelle" im Pappkarton. Es bekommt das Testurteil "ausreichend".

"Sehr gut" gibt Stiftung Warentest an "Fürst Bismarck", "Kaufland" und "Lichtenauer".

Und das teure "Voss" aus Norwegen? Es stammt nicht vom Gletscher aus Voss, sondern wird in Vatneström aus dem Boden gepumpt. Wegen der Mogelei mit dem Namen bekommt "Voss" das Testurteil "ausreichend".

Die Umweltbilanz

ogo für Mehrwegflaschen
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Neben den Inhaltsstoffen hat Stiftung Warentest auch den Öko-Abdruck der verschiedenen Marken geprüft. Denn Mehrwegflaschen aus Glas können bis zu 50 Mal benutzt werden, Mehrwegflaschen aus Kunststoff bis zu 30 Mal. Bei Wässern aus der Region entfallen außerdem unnötige Transportwege. So sparen Mehrwegflaschen CO2 und verringern den Berg an Plastikmüll.

Quelle: MDR um 4

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR um 4 | 21. Juli 2021 | 16:30 Uhr

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