Test Welches Anti-Schuppen-Shampoo hilft wirklich?

Sie sind zwar völlig natürlich, nerven aber auf dunklen Pullis oder Jacken: Schuppen. Dagegen sollen Anti-Schuppen-Shampoos helfen. Doch machen sie das auch? Öko-Test hat 50 Anti-Schuppen-Shampoos getestet und ist mit dem Inhalt mancher Produkte überhaupt nicht zufrieden.

Mann sucht seinen Haaransatz nach Schuppen ab
Ein Mann sucht seinen Haaransatz nach Schuppen ab. Bildrechte: Colourbox.de

50 Shampoos, die gegen Schuppen helfen sollen, wurden getestet. Die Tester schauten dabei auf "problematische Stoffe", wie Konservierungsstoffe oder Allergie-Auslöser, so Svenja Magath von Öko-Test.

Wirken die Inhaltsstoffe?

Die Shampoos enthalten ähnliche Inhaltsstoffe, wie andere Haarwäschen auch. Hinzu kommt ein Anti-Pilz-Mittel. "Wir wissen zwar noch immer nicht genau, was die Schuppen verursacht. Wir wissen aber, ein Hefepilz auf dem Kopf spielt eine Rolle. Und diese Anti-Pilz-Mittel im Shampoo sollen helfen, die Hefepilze in Schach zu halten und dafür sorgen, dass diese Pilze nicht mehr so stark wachsen", erklärt Svenja Magath von Öko-Test. Alle Anti-Schuppen-Shampoos mit diesen Anti-Pilz-Mitteln helfen gegen (fettige) Schuppen.

Haar
Schönes Haar ist nicht jedem von Natur aus gegeben. Bildrechte: Colourbox

Ist Naturkosmetik besser?

Zertifizierte Naturkosmetik kann nicht auf synthetisch hergestellte Anti-Pilz-Mittel für die Anti-Schuppen-Shampoos zurückgreifen. Hier setzen die Hersteller pflanzliche Extrakte ein - wie Rosmarin, Wacholder oder Brennnessel. "Diese Stoffe haben eine leicht antimikrobielle Wirkung. Auch sie sollen Pilze auf dem Kopf in Schach halten und wirken teilweise auch entfettend", so Svenja Magath von Öko-Test.

Frau mit Maske riecht an einem Rosmarin.
In natürlichen Anti-Schuppen-Shampoos wird oft Rosmarin verwendet. Bildrechte: imago images / photothek

Doch da es verschiedene Arten von Schuppen gibt, kann nicht jedem Schuppen-Geplagten auch mit Naturkosmetik geholfen werden, so Öko-Test. Sie sind aber in jedem Fall einen Versuch wert. Dabei ist aber auch Geduld wichtig. Dreimal Haarewaschen reicht laut Öko-Test nicht aus.

Auch konventionelle Anti-Schuppen-Shampoos sind keine "Medizin", sondern kosmetische Produkte. Wer auch hier keinen Effekt merkt, dem bleibt noch der Gang zum Arzt. Dieser kann abklären, ob ein medizinisches Produkt helfen kann.

Frau unter der Dusche bei der Haarwäsche
Wer Schuppen hat, braucht Geduld - einige Haarwäschen mit einem Anti-Schuppen-Shampoo reichen eher nicht aus. Bildrechte: Colourbox.de

Viele gute Shampoos im Test

Im Test gab es 13 "Ausreißer" - die durch verschiedenen Stoffe nicht empfehlenswert sind, etwa durch UV-Filter, die hormonell wirken können. Es kamen auch Duftstoffe vor, die Allergien auslösen können, oder Verunreinigung.

In einem Supermarkt-Regal stehen Head & Shoulders-Shampooflaschen.
Von 50 getesteten Anti-Schuppen-Shampoos waren 13 nicht empfehlenswert. Bildrechte: IMAGO

Tipp: Schampoos wechseln

Öko-Test empfiehlt, Anti-Schuppen-Shampoos so lange zu nehmen, bis sich das Schuppen-Problem bessert. Dann rät Svenja Magath von Öko-Test, ab und zu auch wieder ein mildes Shampoo zu verwenden. Aber natürlich kann man Anti-Schuppen-Shampoos auch langfristig nehmen. Es gibt keine Regel, die etwa besagt, dass man nach einem Monat damit aufhören muss, so Magath. "Unser Tipp ist, einfach abzuwechseln, damit ab und zu auch die milde Pflege auf die Kopfhaut kommt."

Infos zur Expertin Svenja Magath ist Redakteurin bei Öko-Test. Sie hat sich mit den Test-Ergebnissen des Anti-Schuppen-Shampoo-Tests beschäftigt.

Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Der Vormittag mit Haase und Waage | 06. April 2021 | 11:50 Uhr

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