Yoga im Alltag Einfache Atem-Übungen für mehr Entspannung

Durchatmen und Auftanken – Yogalehrerin und Mental Coach Nadja Alzner findet, dass wir achtsamer mit uns und unserem Körper umgehen sollten. Sie zeigt verschiedene Atem-Techniken, die perfekt in den Alltag integriert werden können. Danach fühlt sich jeder besser!

Eine junge Frau sitzt auf dem Boden
Schon einfache Atemübungen, die sich überall in den Alltag integrieren lassen, sorgen für Entspannung. Bildrechte: imago images / Westend61

Wann haben Sie sich zuletzt eine kleine Auszeit gegönnt? Oft ist es doch so, dass wir uns zuerst um alle anderen kümmern, bevor wir selbst an der Reihe sind. Dabei ist das für unsere Gesundheit so wichtig. Denn die Hektik unserer Zeit bringt auch eine Unruhe in unser Inneres. Um die Gefühle von Druck, Erschöpfung, Rastlosigkeit und Anspannung zu lösen, hilft schon eine bewusste Atmung. Probieren Sie es gleich aus, danach fühlen Sie sich besser – versprochen!

Viele Menschen atmen zu flach und zu schnell. Die Gründe hierfür sind Stress, Übergewicht, Blockaden, zu enge Kleidung oder eine falsche Körperhaltung. Atmen gehört zum Leben dazu, ganz klar. Aber wann haben Sie das letzte Mal so richtig bewusst und aktiv auf Ihre Atmung geachtet? Dann ist jetzt die Zeit dafür! Setzen Sie sich in einen aufrechten Sitz, dabei sollten beide Sitzknochen Kontakt mit der Sitzfläche haben und stellen Sie ihre Beine hüftbreit auf den Boden.

Nun beginnen Sie langsam zu atmen.

Bauchatmung

Am besten legen Sie für die Bauchatmung die Hände auf Ihren Bauch. Atmen Sie nun ganz bewusst in den Bauch ein. Spüren Sie wie die Finger sich nach vorne wölben und der Bauch immer größer wird und sich mit Luft füllt. Beim Ausatmen zieht sich der Bauch wieder zusammen und die Hände wandern wieder zu ihrer Körpermitte.

Flankenatmung

Für die Flankenatmung legen Sie die Hände auf die unteren Rippen. Nun wollen wir wieder mit der Atmung unsere Hände ansteuern. Atmen Sie bewusst ein. Den Atem schicken Sie wieder Richtung Hände. Spüren Sie nun wie sich der Brustkorb weitet, wenn Sie einatmen und sich langsam wieder zusammenzieht, wenn sie ausatmen.

Eine Frau meditiert
Bildrechte: dpa

Brustatmung

Bei der Brustatmung nehmen wir die Hände auf die Brust und legen Sie zwischen Brustbein und Schlüsselbein ab. Wieder atmen Sie bewusst in ihre Hände. Auch hier merken Sie, wie sich der Brustkorb hebt und senkt. Die reine Brustatmung ist nicht so tief wie die Bauch- und die Flankenatmung, dennoch tut sich etwas in ihrem Körper.

Verbindung von Bauch-, Flanken- und Brustatmung

Nachdem wir nun die drei verschiedenen Atemtechniken gespürt haben, versuchen wir alle drei zu verbinden. Ihre Hände legen Sie nun locker auf die Oberschenkel, richten Sie gerne die Handinnenseiten nach oben.

Atmen Sie zunächst tief in den Bauch ein, atmen Sie weiter ein nach oben in die Rippen, und weiter in den Brustkorb. Beim Ausatmen halten Sie die Weite im Brustkorb und ziehen den Bauch sanft nach innen. Achten Sie darauf, dass sie ihre Atmung immer wieder von unten nach oben aufbauen.

Richtiges Atmen versorgt den Körper optimal mit Sauerstoff, unterstützt alle Körperprozesse und hilft beim Entspannen. "Erstmal tief durchatmen!" ist nicht umsonst ein wichtiger Rat.

Mit etwas Übung merken Sie, wie sich Ihr Atem auf natürliche Weise ausdehnt und Sie immer mehr in Fluss kommen!

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR um 4 | 21. Januar 2020 | 17:00 Uhr

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