Tipps zur Vorbeugung Mundspülungen gegen Coronaviren?

Abstand halten, Hände waschen, Mundschutz tragen: Diese Regeln kennt inzwischen jeder. Doch es gibt noch eine weitere Maßnahme, die die Ansteckung mit Coronaviren effektiv verhindern könnte: das Gurgeln!

Frau verwendet Mundspühlung
Derzeit wird weltweit in über 30 Studien die Wirksamkeit von Mundspülungen gegen Corona-Viren erforscht. Bildrechte: Colourbox.de

Bereits im Dezember 2020 forderte die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene die Regeln zur Vorbeugung von COVID-19 um eine weitere Empfehlung zu ergänzen: das Gurgeln. Aus ihrer Sicht sei es besonders sinnvoll, die Viruslast an den Eintrittspforten, sprich in Hals und Rachen zu reduzieren. Je niedriger die Viruslast im Rachen, umso geringer das Ansteckungsrisiko.

Routine bei Personal in Krankenhäusern

Ähnlich wie beim Händewaschen könne die Übertragung des Virus so effektiv verringert und zahlreiche Ansteckungen vermieden werden. Das Gurgeln sei eine einfache Maßnahme zur Vorbeugung und zur Behandlung bakterieller und viraler Infektionen und völlig zu Unrecht in Vergessenheit geraten, betonen die Experten.

Sie fordern, das Gurgeln neben der Händedesinfektion, dem regelmäßigen Lüften von Innenräumen und allen bisher bekannten Maßnahmen stärker als weitere Möglichkeit der Vorbeugung zu nutzen. Einige Krankenhäuser setzen zum Schutz ihres medizinischen Personals schon seit einigen Monaten auf diese zusätzliche Prävention.

Gurgeln in Asien seit Jahren bereits Gesundheitsvorsorge

In Asien hat das Gurgeln seit Langem Tradition in der Gesundheitsvorsorge. Das japanische Gesundheitsministerium empfiehlt das Gurgeln seit Ausbruch der Schweinegrippe 2009. Auch seit Beginn der SARS-Cov-2-Pandemie wird dazu geraten, zweimal täglich – morgens und abends – zu gurgeln.

Auch von Naturheilkunde in Europa genutzt

Dass das Gurgeln vor Krankheitserregern schützt, ist auch in der europäischen Naturheilkunde schon lange bekannt, doch es wird noch immer unterschätzt. Trockene Schleimhäute in Nase und Rachen können Viren nur wenig Widerstand leisten. Deshalb ist gerade im Winter bei trockener Heizungsluft die Befeuchtung der Schleimhäute besonders wichtig. Eine einfache Methode ist zum Beispiel das Inhalieren, das Nasenduschen oder das Gurgeln mit Salzwasser. Das regt die Selbstreinigung der Schleimhäute an und beugt so Infekten vor.

Zahlreiche Studien laufen zu Mundspülungen mit ätherischen Ölen

Als besonders effektiv könnten sich beim Gurgeln Mundspülungen mit ätherischen Ölen erweisen, wie sie meist bei Zahnfleischentzündungen oder zu Zahnarztbesuchen genutzt werden. Derzeit wird weltweit in über 30 Studien ihre Wirksamkeit gegen Corona-Viren erforscht.

Achtung Gurgeln kann die Viruslast senken und die Infektionsgefahr so minimieren. Heilen kann das Gurgeln bei einer bestehenden Infektion natürlich nicht. Man sollte es auch nicht zu oft machen, um die Mundflora nicht zu schädigen - sondern gezielt anwenden, kurz bevor man andere trifft.

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Hauptsache Gesund | 11. Februar 2021 | 21:00 Uhr

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