Impftermine in Mitteldeutschland Wo, wann und wie kann ich mich impfen lassen?

Immer mehr Corona-Impfzentren in Mitteldeutschland öffnen und die Terminvergabe läuft. Dabei ist Geduld gefragt, denn die Hotlines und Internetseiten sind häufig überlastet. Zudem wird die Vergabe der Impftermine in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen unterschiedlich gehandhabt.

Impfung
Zu Anfang des neuen Jahres wird es schwer, einen Impftermin in Mitteldeutschland zu bekommen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Zuerst die Alten und Kranken – das ist die Maxime, die auch in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gilt. Menschen über 80 und alle, bei denen das Risiko eines schweren Verlaufs besonders hoch ist, erhalten Vorrang. Gleiches gilt für Mitarbeiter medizinischer Einrichtungen. Wie all jene individuell an einen Impftermin kommen, das hat jedes Bundesland für sich geregelt.

Sachsen: Terminvergabe nur online

In Sachsen haben seit 11. Januar die 13 Impfzentren des Freistaats geöffnet. "Aber ausschließlich für Personal aus der ambulanten Pflege und dem Rettungsdienst. Das ist die Zwischenstufe, bevor wir dann wirklich zur individuellen Terminvergabe kommen", erklärt Kai Kranich vom Deutschen Roten Kreuz Sachsen. 

Ab dem 18. Januar soll für die über 80-Jährigen geöffnet werden, erklärt Kranich. Die Anmeldung erfolgt nur über sachsen.impfterminvergabe.de. Die Impfzentren Sachsens befinden sich in den größeren Städten. Leipzig und Dresden haben ihr Messegelände als Standort gewählt.

Sachsen-Anhalt: Impfzentren starteten am 11. Januar

Sachsen-Anhalt hat 14 Impfzentren aufgebaut, jeweils ein Zentrum pro Landkreis und kreisfreier Stadt. Auf der Internetseite www.impfterminservice.de und über die Hotline der Kassenärztlichen Vereinigung (Rufnummer: 116 117) erfolgt die Terminvergabe. Am 11. Januar fiel auch hier der Startschuss.

Zunächst würden ebenfalls erst sehr alte Menschen und Risikogruppen geimpft, sagte die Staatssekretärin im Gesundheitsministerium Sachsen-Anhalts, Beate Bröcker, im Vorfeld.

Thüringen: schrittweise Öffnung

In Thüringen wird es insgesamt 29 Impfstellen geben. Am 13. Januar öffnen zunächst 14 Impfstellen, unter anderem in Erfurt, Jena und Weimar. Weitere 15 Impfzentren öffnen schrittweise ab dem 3. Februar.

Auf der Internetseite www.impfen-thueringen.de und über eine Telefonhotline werden seit Anfang Januar bereits Termine an über 80-Jährige und Risikogruppen vergeben. Wegen des starken Andrangs brach die Seite bereits zusammen; ist aber wieder online. Zudem kann man sich telefonisch anmelden (Rufnummer: 03643/4950 490). "Aber das Limitierende sind tatsächlich die Anzahl der Impfstoffe. Also wir können nur so viel Termine vergeben, wie uns Impfstoffe zur Verfügung stehen", erläuterte Gesundheitsministerin Werner.

Unsicherer Zeitplan

Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen planen von Woche zu Woche. Vieles sei derzeit unsicher, heißt es von den Impf-Organisatoren. Unklar ist derzeit noch, wie viel Impfstoff geliefert wird, ob die Verteilung klappt, wie groß der Ansturm der Impfwilligen sein wird und auch, ob die Technik für die Terminvergabe mitspielt.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 05. Januar 2021 | 07:48 Uhr

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