Lebensmittelsicherheit Sächsische Firma ruft Brotbackmischung zurück

Bei Sesamsamen werden immer wieder Rückstände des Pflanzenschutzmittels Ethylenoxid entdeckt, das in Deutschland verboten ist. Ein Hersteller in Auerbach muss deswegen jetzt seine Brotbackmischung zurückrufen.

Ein Bild von Säcken mit Körnern und Mehl
Ein Symbolbild: Säcke mit Körnern und Mehl. Bildrechte: Colourbox.de

Der Hersteller Fitnesshotline GmbH aus Sachsen ruft eine Brotbackmischung zurück. Betroffen ist die Backmischung "Fit4day Protein Brot" in der 250-Gramm-Verpackung. Als Grund hieß es am Mittwoch auf dem Portal lebensmittelwarnung.de, dass das Produkt Sesamsamen enthalte, die den gesetzlichen Rückstandshöchstwert an Ethylenoxid überschreiten würden.

Welche Produkte betroffen sind

Die Firma in Auerbach teilte mit, dass das Produkt vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit als gesundheitlich unsicher eingestuft worden sei. Man rate den Kunden vorsorglich vom Verzehr ab. Betroffen seien ausschließlich Produkte mit einer Haltbarkeit bis zum kommenden Jahr. Die Verpackungsrückseite würde folgende Los- und Mindesthaltbarkeitsdaten aufweisen:

  • Losnummer 6032291/MHD 02/2021
  • Losnummer 6033831/MHD 05/2021
  • Losnummer 6035261/MHD 31.07.2021
  • Losnummer 6034861/MHD 31.12.2021

Andere Chargen oder Produkte seien nicht betroffen, hieß es vom Unternehmen. Der Kaufpreis für das betroffene Produkt werde erstattet.

In Deutschland verbotenes Mittel

Ethylenoxid ist ein Pflanzenschutzmittel, das als gesundheitsschädlich eingestuft wird. In Deutschland ist der Einsatz des Mittels seit den 1980er-Jahren im Lebensmittelbereich verboten. In Ländern wie Indien ist die Chemikalie allerdings noch erlaubt und wird unter anderem als Pflanzenschutzmittel in der Landwirtschaft eingesetzt. Indien zählt neben dem Sudan zu den größten Sesamproduzenten weltweit.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 11. November 2020 | 20:30 Uhr

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