Tipps für den Brillenkauf Ganz einfach zur perfekten Brille

Porträt der Brillenexpertin Steffi Ostertag.
Bildrechte: Steffi Ostertag

Irgendwann ist fast jeder dran: Die erste Brille muss her. Doch auf was kommt es an beim ersten Brillenkauf? Welcher Rahmen passt zu mir und hält einiges aus. Und welche Gläser eignen sich für mich?
Brillenexpertin Steffi Ostertag, hat fünf nützliche Tipps parat.

Frau mit Brille vor See
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Fünf Schritte zur perfekten Brille

1. Wie finde ich die passende Brillenform?

eine Frau mit Brille
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Einfach gesagt: Im Gesicht muss Platz genug für eine Brille sein. Die passende Brillenform ist daher von mehreren Faktoren abhängig: von der Gesichtskontur und auch der Frisur, sogar von der Form der Augenbrauen – ob gerade oder geschwungen. Wer eine voluminöse Frisur hat, sollte eher eine große Brille wählen. Besonders wichtig ist der Abstand der Augen, denn die Augen müssen in der Mitte des Glases sein.

2. Metall oder Kunststoff - was passt zu mir?

Bei kleinen Gesichtern empfehlen sich zarte Gestelle, wobei es egal ist, ob aus Metall oder Kunststoff. Letztendlich ist es Geschmackssache, denn auch Kunststoffmodelle können zart und filigran gearbeitet sein. Wie massiv die Brille insgesamt aussieht, ist wichtig. Einem großen Menschen stehen eher große, kräftige Gestelle. Die Wirkung auf das Gegenüber sollte man beachten: dynamisch und durchsetzungsstark wirken die kräftigen Gestelle, während zarte Brillen eher zum sanfteren Typ passen.

3. Wie passen Haare und Brille perfekt zueinander?

Wer die Frisur häufig wechselt, braucht unterschiedliche Gestelle, um perfekt auszusehen. Ein Pony verdeckt z.B. schon fast ein Drittel des Gesichts, eine große dominante Brille verdeckt das nächste Drittel – passt also nicht so gut.

Zu einer Kurzhaarfrisur passen viele Modelle, besonders gut die auffälligeren. Bei glatten einfarbigen Haaren kann das Gestell etwas lebendiger in Farbe und Struktur sein. Bei Locken oder sehr fransigen Frisuren sollte man eher auf einfarbige oder dezente Brillen setzen.

4. Wie setzt sich der Preis einer Brille zusammen?

Aus Fassung und Gläsern. Bei der Fassung gibt es eine riesige Preisspanne. Entscheidend für die Kosten sind das Material, die Qualität, die Verarbeitung und die Herkunft. Bei sehr günstigen Metallfassungen kann man oft nicht nachvollziehen, welche Metalle im Gestell verarbeitet sind und z. B. Allergien auslösen können. Titan- oder Edelstahlfassungen haben sehr hochwertige Inhaltsstoffe hochwertig, und das hat auch seinen Preis.

Bei den Gläser bestimmt den Preis, ob es Einstärken- oder Mehrstärkengläser sind. Je höher die Stärke und je dünner die Gläser sind, um so teurer. Einstärkengläser sind trotzdem gehärtet und entspiegelt. Bei Gleitsichtgläsern gibt es in einem Glas mehrere Sehfelder. Bei der Herstellung werden mehrere Dioptrien-Stufen aufwendig eingearbeitet – und das macht die Gläser teuer.

5. Tönung und Entspiegelungen – was wird gebraucht, was kann man weglassen?

Eine Glashärtung sollte man unbedingt haben, die schützt das Glas vor Kratzern im Alltag. Eine Entspiegelung ist sehr empfehlenswert. Eine Lotusbeschichtung ist praktisch, aber nicht zwingend notwendig. Blaue Filter reduzieren das kurzwellig blaue Licht von Computern, Smartphones und Tablets, das Kopfschmerzen und müde Augen verursachen kann. Diese Filter kann man wählen, wenn man viel am Bildschirm sitzt. Wer das nicht braucht, kann es weglassen.

Porträt der Brillenexpertin Steffi Ostertag.
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Steffi Ostertag

Steffi Ostertag

Sie ist ausgebildete Optikerin und Stilberaterin. Geboren in Wismar, arbeitet die verheiratete Mutter zweier Kinder seit mehr als 10 Jahren in Erfurt. Ihr Ansatz, ist es, die Persönlichkeit in die Beratung einzubeziehen.

Quelle: Steffi Ostertag, MDR um 4

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR um 4 | 22. Juni 2021 | 17:00 Uhr

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