Klare Sicht trotz Maske Tipps für Brillenträger: Was tun gegen beschlagene Gläser

Die Mund-Nase-Bedeckung gehört inzwischen zu unserem Alltag – und das wird wohl auch noch ziemlich lange so bleiben. Für Brillenträger war das von Anfang eine ziemlich nervige Angelegenheit, das Problem ist bekannt: Die Brillengläser beschlagen durch die feuchte Atemluft. In den warmen Monaten ging das ja noch einigermaßen. Jetzt, wo es immer kälter wird und die Atemluft schneller kondensiert, wird es immer schwerer, den Durchblick zu behalten. Was kann man dagegen tun?

Nahaufnahme einer Frau, die eine Maske und eine Brille trägt
Die Brillengläser beschlagen ständig wegen der Maske - was tun? Bildrechte: imago images / ZUMA Wire

Mund-Nasen-Bedeckung und Brille – bei dieser Kombination kommen Brillenträgern wenig positive Gedanken in den Sinn. "Nervig" oder "Nebel" heißt es von Brillenträgern aus Leipzig. So wie ihnen geht es auch vielen anderen der rund 40 Millionen Fehlsichtigen in Deutschland.

Tipps gegen beschlagene Gläser

Und was tun sie gegen die beschlagenen Gläser? "Aussitzen und warten, bis sie nicht mehr beschlagen ist", lautet eine Antwort. Oder: Die Maske unter die Brille ziehen. Das passt, sagt auch Kerstin Kruschinski, Sprecherin des Kuratoriums Gutes Sehen (KGS), einer überregionalen Initiative, die Aufklärungsarbeit rund um gutes Sehen leistet. Das KGS hat pünktlich vor der kalten Jahreszeit einen kleinen Ratgeber veröffentlicht, der Brillenträgern Tipps gegen das lästige Beschlagen der Gläser gibt.

Die Erfolgsformel lautet AAA, sagt Kruschinski. Und das Erste "A" steht für "Anpassen der Maske". Die untere Rahmenfassung der Brille über die eng anliegende Maske zu ziehen, sei dabei aber erst der dritte Schritt: "Schritt Nummer eins wäre tatsächlich, bei Drahtmasken diesen Draht sorgfältig an die Nasenform anzupassen. Nummer zwei: Es ist total hilfreich – egal ob Maske mit oder ohne Draht – wenn der obere Rand nach innen geklappt wird, weil dann so eine Art Luftbarriere entsteht und die Luft nur schlechter nach oben ausweichen kann."

Einsprühen und in die richtige Richtung atmen

Das zweite "A" steht für "Anti-Beschlag-Spray". Das Mittel wird auf beide Seiten der Gläser gesprüht und dann mit einem Tuch verteilt. Das Spray soll dann drei Tage lang für klare, oder zumindest klarere Sicht sorgen. Das dritte und letzte "A" müssen Brillenträger nicht kaufen, sie müssen sich möglicherweise aber etwas umgewöhnen: Es steht für "Atemrichtung". 

Wenn es draußen richtig kalt ist, könne es trotz aller Tricks und Kniffe passieren, dass die Gläser beschlagen, sagt Kruschinski: "Dann ist es wirklich hilfreich, ganz normal einzuatmen und wenn man ausatmet, durch den Mund nach unten auszuatmen. Das hilft, weil die Luft, die kriegt eine Richtung und kann nicht so gut nach oben aufsteigen."

Und wenn das alles nicht hilft, rät Kruschinski zu einem vierten "A": Kontaktlinsen. Die seien eine garantiert beschlagfreie "A" wie Alternative.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 30. Oktober 2020 | 05:26 Uhr

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