Coronavirus Was es im Sommerurlaub zu beachten gilt

Dort, wo Coronainfektionen zunehmen, muss man als Urlauber mit Einschränkungen rechnen. Wo sollte man also lieber keinen Urlaub machen, was sind Risikogebiete und wo gelten derzeit Reisewarnungen?

Faul und fröhlich am Strand in der Sonne rumhängen, darauf hatten sich viele Spanien-Urlauber gefreut. Doch dann kam die Meldung, dass die Infektionszahlen vor allem in Katalonien und auf den Balearen wieder steigen. Man sei zurück in der Corona-Akutphase, so der spanische Gesundheitsminister.

Maskenpflicht in Katalonien und auf Balearen

Der ARD-Korrespondent in Madrid, Oliver Neuroth, erklärt: "Urlauber, die nach Katalonien oder die Balearischen Inseln reisen möchten, müssen sich erst einmal auf eine Maskenpflicht im Freien einstellen. In Katalonien gilt Maskenpflicht überall auf Straßen und Plätzen, auch wenn der Mindestabstand von 1,50 Metern eingehalten werden kann, am Strand ist keine Maske nötig."

Auf den Balearen, also Mallorca, Ibiza & Co., ist es etwas weniger streng, da gilt die Maskenpflicht nur in der Ortschaft, nicht in der Natur. Allerdings müssen Bars und Clubs abends früher schließen. So ist es auch in der beliebten Region Valencia.

Oliver Neuroth sagt: "Wer aber auf Strand steht, auf schöne Städte, auf Natur, der muss eigentlich nur die Maskenpflicht in einigen Regionen beachten, mehr nicht und da würde ich sagen, ist jetzt kein Grund, die Spanienreise komplett abzublasen."

Vor Reiseantritt informieren

Gleiches gilt für fast alle EU-Staaten. Aber man muss eben mit Einschränkungen im Alltag durch die Corona-Schutzmaßnahmen rechnen. Hinzukommt, dass man schwieriger sein Geld zurückerstattet bekommt, wenn keine Reisewarnung vorliegt.

Das ist bei den meisten EU-Staaten der Fall. Vor Reiseantritt sollte man sich jedoch unbedingt informieren, denn die Einstufung kann sich je nach Infektionslage ändern. So schreibt das Auswärtige Amt: "Überschreitet ein Land die Neuinfiziertenzahl im Verhältnis zur Bevölkerung von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner kumulativ in den letzten 7 Tagen, wird eine Reisewarnung auch wieder ausgesprochen."

Das gilt aktuell innerhalb Europas für Luxemburg sowie Montenegro und Nordmazedonien. Außerhalb Europas wurde zunächst bis 31. August eine weltweite Reiswarnung ausgesprochen. Aber darf man deshalb gar nicht mehr in diese Länder reisen?

Konsequenzen für Reiserückkehrer

Dazu schreibt das Auswärtige Amt: "Bei Reisewarnungen handelt es sich um einen dringenden Appell des Auswärtigen Amts, nicht um ein Reiseverbot. Reisende entscheiden in jedem Fall in eigener Verantwortung, ob sie eine Reise antreten. Das Bestehen einer Reisewarnung kann jedoch mittelbar rechtliche Auswirkungen haben, beispielsweise für die Gültigkeit einer Reisekrankenversicherung."

Und es hat Konsequenzen, wenn man aus dem Urlaub nach Deutschland zurückkehrt. Wird coronabedingt eine Reisewarnung ausgesprochen, handelt es sich auch immer um ein vom Robert Koch-Institut ausgewiesenes Risiko-Gebiet. Das heißt, zwei Wochen Quarantäne. Es sei denn, man kann beweisen, dass man negativ auf Corona getestet wurde.

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 23. Juli 2020 | 05:00 Uhr

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