Service | 27.10.2021 Camping: Das Wohnmobil richtig winterfest machen

Die Camping-Saison ist für viele Menschen vorbei. Bevor es zur Winterruhe abgestellt wird, sollte das Wohnmobil fit für den Winter gemacht werden: also Ausmisten, Waschen, Batterie ausbauen und den richtigen Parkplatz finden. Was sonst noch rund ums Camping zu beachten ist, klären in der Servicestunde von MDR THÜRINGEN - das Radio am Mittwoch.

Camper
Egal, ob Überwintern oder Verreisen: Wir erklären, was bei Wohnmobilen die Bezeichnungen "winterfest" und "wintertauglich" bedeuten. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Seit dem Ausbruch des Coronavirus liegt Camping im Trend. Aber wo parkt man sein geliebtes Wohnmobil im Winter? Und was ist zu beachten, wenn man über die kalten Tage mit dem Camper verreisen will?

Wo sollte man den Campingwagen am besten abstellen?

Aus Sicht der Automobil-Union sollte man Ausschau nach Freiflächen, Lagerhallen oder Scheunen bei Landwirten halten. Für einen Winter würde so ein Stellplatz ohne Dach etwa 200 bis 400 Euro kosten, mit Dach verdopple sich der Preis.

Dürfen Wohnmobile dauerhaft auf öffentlichen Parkplätzen abgestellt werden?

Ja, Wohnmobile dürfen zum Überwintern auf öffentlichen Parkplätzen abgestellt werden. Die Fahrzeuge müssen dafür angemeldet und ordnungsgemäß in einer dafür vorgesehenen Parkfläche abgestellt worden sein. Anders sieht es bei Fahrzeugen ohne Motor aus: Caravan-Anhänger müssen alle 14 Tage bewegt werden.

Um es sich nicht mit dem Nachbarn zu verscherzen, sollten Wohnmobil-Besitzer die Fahrzeuge außerdem "sozialverträglich" abstellen. Denn wenn ein großes Wohnmobil dem Nachbarn die Sicht verbaut, könnte der soziale Frieden auch schon einmal gestört werden.

Autos und Wohnmobile parken in einem Wohngebiet am Straßenrand.
Auch im Winter gilt: Das Wohnmobil darf auf ausgewiesenen Parkplätzen parken. Die Sicht auf die Straße sollte es dem Nachbarn allerdings nicht verbauen. Bildrechte: dpa

Bei Schnee und Kälte verreisen - was sollte man vor dem Reiseantritt wissen?

Laut ADAC sind Winterreifen zwingend notwendig. Die Profiltiefe sollte mindestens vier Millimeter betragen, besser wären fünf Millimeter. Außerdem sollten Schneeketten eingepackt werden.

Die meisten modernen Wohnwagen und Wohnmobile sind in der Regel für den Wintereinsatz gut gerüstet und verfügen über eine gute Isolierung. Bei Wohnmobilen mit integriertem Fahrerhaus kann es aber aufgrund der einfach verglasten Fenster auch schon einmal kalt werden. Schwere Trennvorhänge oder Thermomatten können dort für Abhilfe sorgen.

Ein Mann hält eine Isomatte im Laden
Thermomatten bieten im Winter einen hervorragenden Schutz vor eindringender Kälte. Bildrechte: Colourbox.de

Auch Wohnmobilfahrer sind verpflichtet, das Fahrzeugdach vom Schnee zu befreien. Denn der Schnee könnte herunterfallen und die eigene Sicht oder den nachfolgenden Verkehr behindern. Deshalb sollten auch eine Leiter und ein Schneeschieber im Gepäck nicht fehlen.

Wo ist Wintercamping möglich?

Viele Campingplatzbetreiber haben sich auch auf die kalten Monate eingestellt. Deshalb sind viele Campingplätze beliebt und bereits im Voraus schon ausgebucht. Daher lohnt es sich, bereits im Vorfeld nach einem schön gelegenen und gut ausgestatteten Wintercampingplatz zu suchen. Die Website Pincamp gibt einen Überblick über mögliche Wintercampingplätze in Deutschland und dem näheren Ausland.

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Quelle: MDR THÜRINGEN

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Der Vormittag | 27. Oktober 2021 | 11:10 Uhr

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