Fahrradkauf Mit fünf Fragen zum richtigen E-Bike

Viele haben schon eins und noch mehr wollen eins: ein E-Bike. Die Händler versprechen mehr Fahrspaß und entspanntes Radeln unter Strom. Fahrrad-Experte Jan Schneidewind gibt Tipps und erklärt, worauf Sie beim Kauf eines Elektrofahrrads unbedingt achten sollten.

Ein Mann und eine Fraufahren auf jeweils einem Elektrofahrrad
Bildrechte: imago images/Westend61

E-Bike kaufen: Darauf sollten Sie achten

Kaum ein Fahrzeug hat in den vergangenen Jahren so einen Boom erlebt wie das E-Bike. Im letzten Jahr konnten sich die Fahrradhändler über ein Umsatzplus von fast 17 Prozent freuen.

Wer sich ein neues Rad kaufen möchte, der will natürlich wissen: Wie finde ich das passende E-Bike? Nachdem Sie die folgenden 5 Antworten gelesen haben, wissen Sie es.

1. Welches Rad ist das richtige für mich?

Das hängt von der individuellen Nutzung ab. Für längere Touren sollte es ein Trekkingrad sein, für das Stadtradeln ein Cityrad. Und wer ins Gelände will, sollte ein Crossrad oder ein robustes Mountainbike wählen.

2. Auf welche Akkuleistung kommt es an?

Für kurze Strecken in der Stadt reicht ein kleiner, leichter und günstiger Akku ab 300 Wattstunden (Wh), der sich schneller aufladen lässt als ein größeres Modell, nämlich in zwei bis drei Stunden. Für Touren über 100 Kilometer Länge sollte der Akku mindestens 500 bis 600 Wattstunden (Wh) haben, aber der lädt dann schon mal fünf bis acht Stunden.

3. Wie lange oder für wie viele Kilometer hält der Akku?

Radfahrerin beim Einsetzen der Batterie an einem Elektrofahrrad
Bildrechte: imago images/imagebroker

Wenn man den kleinen Akku intensiv fährt, reicht er für ca. 40 bis 60 Kilometer. Mit den großen Akkus können etwa 80 oder 100 Kilometer zurückgelegt werden. Das hängt aber auch von verschiedenen Faktoren ab – etwa von der Fahrweise, also ob das Rad immer auf der höchsten Unterstützungsstufe genutzt wird, vom Fahrergewicht, vom Streckenprofil und vom Gegenwind.

4. Welche Motoren sind die besten?

Derzeit ist der Mittelmotor das Maß aller Dinge. Dieser Motor sitzt unter dem Tretlager, hat einen tiefen Schwerpunkt und man merkt ihn nur wenig. Ein Nabenmotor für vorn oder hinten ist eher die Ausnahme und für Spezialanwendungen geeignet.

5. Wie viel Geld sollte ich einplanen?

Beim Fachhändler liegt der Einstiegspreis bei etwa 2.000 Euro. Mehr ist immer möglich. Mit einem höheren Preis werden die Komponenten und Teile meist leichter und teurer, dadurch erhöht sich dann die Reichweite.

Unser Experte

Jan Schneidewind
Bildrechte: MDR/Jan Schneidewind

Jan Schneidewind

Jan Schneidewind

Fahrrad-Experte Jan Schneidewind arbeitet bei einem der größten Fahrradhändler in Mitteldeutschland.

Quelle: MDR um 4

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR um 4 | 29. März 2021 | 17:00 Uhr

Mehr aus dem Bereich Mobilität

mehrere Räder an einem Fahrradständer 1 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Moderne Fahrräder sind teurer und wertvoller als früher. Da lohnt sich schon mal eine Versicherung. Beim Abschluss gibt es einiges zu beachten. Wir haben das Wichtigste für Sie zusammengefasst.

MDR FERNSEHEN Do 09.09.2021 17:00Uhr 01:26 min

https://www.mdr.de/ratgeber/mobilitaet/video-fahrrad-versicherung-tipps-versicherungsmakler-100.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video

Weitere Ratgeber-Themen