Servicestunde | 03.05.2021 Förderung für Ladesäulen von E-Autos - so funktioniert's

Die KfW fördert den Kauf privat genutzter Ladestationen von E-Autos. Doch komme ich an die Fördermittel? Funktioniert das auch am Mietobjekt? - Viele Fragen rund um die Ladestation zu Hause. Wir beantworten sie in der Servicestunde bei MDR THÜRINGEN - das Radio. Ab 11 Uhr.

Elektrofahrzeuge an einer Ladestation
Die KfW bezuschusst private Ladestationen für E-Autos. Bildrechte: dpa

Wer ein E-Auto fährt, braucht auch eine Ladesäule, sonst ist der Akku bald leer. Schlechte Karten haben "Laternenparker" - denn bis Ladesäulen überall im öffentlichen Raum stehen, wird es noch dauern.

Da kommt die Wallbox ins Spiel. Sie wird an das Hausnetz angeschlossen und liefert im besten Fall (Stark-)Strom für das schnelle Laden des Elektroautos. Egal ob in der Garage oder an der Hauswand. Kostenpunkt: Zwischen 400 und 1.500 Euro.

Dazu kommen noch einmal die Kosten für die Installation in Höhe von mehreren hundert Euro. Muss erst noch eine Starkstromleitung gelegt oder eine Wand durchbrochen werden, summiert es sich leicht auf mehr als 2.000 Euro.

Förderung für private Wallbox

Gute Nachricht: Seit Ende 2020 fördert die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) den Kauf und die Installation eines Ladepunktes mit 900 Euro. Hat die Station mehrere Ladepunkte, gibt's für jeden Ladepunkt 900 Euro Förderung.

Ladepunkt = Gerät, mit dem ein Elektro-Auto aufgeladen werden kann.

Ein Elektroauto wird geladen an einer Ladestation.
900 Euro Förderung pro Ladepunkt. Bildrechte: imago images / Karina Hessland

So kommen Sie an die Fördergelder

  • Die Ladestation muss privat genutzt werden
  • Voraussetzung: Sie nutzen ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energien
  • Gesamtkosten müssen mindestens 900 Euro pro Ladepunkt betragen
  • Antrag bei der KfW VOR der Installation stellen
  • Identität nachweisen und Ladestation installieren lassen
  • Rechnung einreichen und Zuschuss erhalten
  • Wallbox beim Netzbetreiber anmelden

Mieter dürfen Ladestationen anbringen

Die Bestimmungen gelten für Hauseigentümer, Mieter, Vermieter oder Eigentümergemeinschaften. Auch Mieter können also auf eigene Kosten eine Ladestation fördern und installieren lassen - vor allem, wenn sie den Stellplatz mitgemietet haben. Der Vermieter darf nur aus triftigen Gründen ablehnen, zum Beispiel wenn das Gebäude unter Denkmalschutz steht.

Die wichtigsten Wallbox-Kategorien

11 kW-Boxen sind für den Privatgebrauch ideal. Sie müssen nicht genehmigt werden. Damit laden Sie Ihr E-Auto bis zu fünf Mal schneller als an einer gewöhnlichen Haushaltssteckdose auf.

22 kW-Boxen sind Standard im öffentlichen Raum. Das ist zehnmal so schnell wie an der Haushaltssteckdose. Für die Installation ist die Zustimmung des Netzbetreibers erforderlich.

Gut zu wissen: Wer eine 22 kW-Wallbox kauft, muss sie auf 11 kW herunterdrosseln, sonst gibt es keine Förderung von der KfW.

Die KfW hat eine lange Liste an förderwürdigen Wallboxen zusammengestellt, die nach Expertenmeinung keine Wünsche offen lassen:

Komplettpaket vom Stromanbieter

Und wer keine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach hat, um den Sonnenstrom direkt ins E-Auto zu speisen, für den offerieren Stromanbieter inzwischen Komplettpakete aus Wallbox, Installation und speziellen Ökostromtarifen für Elektromobilität. Einige Stadtwerke fördern sogar zusätzlich den Kauf einer Wallbox.

Quelle: MDR THÜRINGEN/KfW

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Der Vormittag | 03. Mai 2021 | 11:10 Uhr

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