Neu ab März 2021 Energielabel, Baukindergeld noch sichern, neue Google-Strategie

Das neue Energielabel verzichtet auf die immer mehr gewordenen "Plusse" ( +++). Wer noch Baukindergeld erhalten möchte, sollte sich beeilen. Was sich für Verbraucher noch im März ändert, haben wir hier zusammengefasst.

Ein Junge schaut auf einen Münzstapel vor sich
Wer noch Baukindergeld bekommen möchte, muss bis spätestens 31. März die Unterlagen für die förderfähige Immobilie zusammenbekommen. Bildrechte: imago/blickwinkel

Countdown für Baukindergeld

Baukindergeld sollte es ursprünglich bis Ende 2020 geben, die Förderung wurde bis Ende März ausgeweitet. Wenn eine Familie bis dahin eine Baugenehmigung erhält oder eine Immobilie kauft, kann sie einen Antrag stellen. Dies kann erst nach dem Einzug geschehen, dann aber innerhalb von sechs Monaten. Ein Antrag kann noch bis Ende 2023 abgegeben werden.

Der Grund für die Verlängerung des Förderzeitraums war der Regierung zufolge die Corona-Pandemie. Dadurch hätten sich Bauanträge und Kaufentscheidungen verzögert. Pro Kind gibt es 1.200 Euro für jeweils zehn Jahre.

Zulagen für die Pflege

Für Pflegekräfte soll es Zulagen geben. Ab März 2021 wird eine Pflegezulage von 70 Euro pro Monat gezahlt, die ein Jahr später auf 120 Euro erhöht wird. Die Zulage in der Intensivmedizin wird auf 100 Euro monatlich mehr als verdoppelt. Die Wechselschichtzulage steigt von 105 auf 155 Euro monatlich. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi beträgt die Lohnsteigerung für Pflegekräfte bis Ende 2022 damit rund 8,7 Prozent.

In den Betreuungseinrichtungen, wie zum Beispiel Altenheimen, wird die Pflegezulage mit einem Plus von 25 Euro auf Gleichstand mit den kommunalen Krankenhäusern gebracht. Ärzte in den Gesundheitsämtern erhalten ab März 2021 eine Zulage von 300 Euro monatlich.

"Mobile first" bei Google

Weil der Großteil aller Anfragen bei der Google-Suche inzwischen von mobilen Endgeräten kommt, heißt die Strategie des Web-Giganten ab 31. März "mobile first". Das Unternehmen plant, seinen Suchalgorythmus so zu ändern, dass Webseiten, die gar nicht oder schlecht auf mobilen Geräten abgebildet werden, möglicherweise nicht mehr zu finden sein werden.

Der Google-Schriftzug und die Google-Suche auf einem iPad Mini 2, 2014
Was über mobile Endgeräte bei Google zu finden ist, muss ab 31. März nicht mehr über die Suche am PC zu finden sein. Bildrechte: dpa

Experten warnen, dass davon die Web-Auftritte zahlreicher kleiner und mittelständischer Betriebe betroffen sein könnten. Denn der Marktführer im Suchmaschinenbereich Google finde dann in erster Linie Smartphone-fähige Websites. Homepages, die nur für den Desktop-PC gebaut sind, würden bei den Suchergebnissen dann schlechter gerankt und entsprechend schwer bis gar nicht gefunden.

Unternehmen sollten daher die eigene Homepage auf Kompatibilität mit mobilen Geräten prüfen und im Zweifelsfall optimieren. Eine solche Prüfung kann mit dem "Mobile-Friendly-Test" von Google oder durch ähnliche, kostenlose Dienste anderer Anbieter durchgeführt werden. 

Noch mehr Sicherheit bei Online-Shopping mit Kreditkarte

Am 15. März werden die Sicherheitsvorgaben für das Zahlen mit Kreditkarte im Internet auch bei Warenwerten über 30 Euro verschärft. Der Kunde muss sich dann bereits ab diesem Betrag mit der sogenannten starken Kundenauthentifizierung (SCA) ein zweites Mal identifizieren, damit die Onlinezahlung ausgelöst wird – zum Beispiel mit einer Tan-Nummer oder mit einem Fingerabdruck am Smartphone.

Seit dem 15. Februar gilt die Zwei-Faktor-Identifizierung für Beträge ab 150 Euro, am 15. Januar war sie in einer ersten Stufe für Warenwerte über 250 Euro eingeführt worden. Für das Bezahlen per Lastschrift, Paypal oder Paydirekt gibt es keine Änderungen.

Neue Energielabel

Ab dem 1. März gibt es ein neues EU-Energielabel im Maßstab A-G. Die bisherigen Label sind durch die vielen + unübersichtlich geworden (A+++). Die neue Kennzeichnung soll bei Kunden für weniger Verwirrung sorgen als das bisherige System. Zunächst gelten die Label nun für große Haushaltsgeräte, wie Waschmaschine, Geschirrspüler etc. Weitere Geräte wie Lichtquellen und Backöfen sollen später stufenweise folgen.

Eine junge Frau schaut sich Kühlschränke vor einem Elektrofachgeschäft an 8 min
Bildrechte: IMAGO

Ab März gelten für viele Geräte neue Kategorieren. Was früher A++ war, könnte dann nur noch Kategorie B sein, obwohl sich im Stromverbrauch des Gerätes nichts geändert hat. Hören Sie hier, was wichtig ist.

MDR THÜRINGEN - Das Radio Di 09.02.2021 11:50Uhr 07:57 min

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Geräte mit der Kategorie A wird es dann zunächst nicht mehr geben - die "Sparsamen" werden mit B beginnen. Das soll Anreiz für Unternehmen sein, noch energiefreundlichere Geräte zu entwickeln. Auch wird nicht mehr der geschätzte Jahresverbrauch die Vergleichsgröße sein, sondern konkret vergleichbare Leistungen (wie eine bestimmte Zahl an Waschladungen oder Spülgängen). Noch ein Vorteil: Ein QR-Code soll weitere Zusatzinformationen liefern - auch zu Vergleichsgeräten.

Haus mit Energielabel und Glühbirne
Statt der Kategorien A+++ bis D gibt es künftig die Kategorien A bis G. Bildrechte: imago/CHROMORANGE

Erleichterter Zugang zur Grundsicherung bis 31. März

Für Menschen, die aufgrund der Corona-Pandemie sich und ihre Familie nicht selbst versorgen können, gilt der Anspruch auf den vereinfachten Zugang zur Grundsicherung bis zum 31. März. Mit der Regelung werden vor allem Kleinunternehmer und Solo-Selbstständige unterstützt, die im zurückliegenden Jahr wegen Corona in wirtschaftliche Not geraten sind. Dabei werden nach Angaben der Bundesregierung "Vermögensprüfungen nur eingeschränkt durchgeführt, die tatsächlichen Aufwendungen für Unterkunft und Heizung übernommen und vorläufige Leistungen vereinfacht bewilligt".

Es wird wieder an der Uhr gedreht

In der Nacht vom 27. auf den 28. März endet die diesjährige Winterzeit. Am Sonntag 3 Uhr morgens werden dann die Uhren wieder eine Stunde vorgestellt - diese Nacht ist dann eine Stunde kürzer. Das Ende der Zeitumstellung wurde in der Vergangenheit immer wieder diskutiert - ist aber weiter nicht in Sicht.

Vor allem die Umstellung auf die Sommerzeit führt zu Phänomenen, die einem Jetlag ähneln. Der menschliche Körper muss sich an die Veränderungen im Schlaf-Wach-Rhythmus erst gewöhnen. Schon die eine Stunde Zeitumstellung reicht aus, um die "innere Uhr" der meisten Menschen aus dem Takt zu bringen. Denn unser Zeitgefühl ist mehr als nur Einbildung: Es sitzt im Gehirn und besteht aus zwei stecknadelkopfgroßen Ansammlungen von Nervenzellen. Diese Zellen überwachen, wie viel Licht auf die Augen trifft und passen Körpertemperatur, Hormonausschüttung und Stoffwechselgeschwindigkeit daran an. Nach der Zeitumstellung benötigt die "innere Uhr", die vom Hormonhaushalt gesteuert wird, ein bis zwei Tage, um sich auf den neuen Rhythmus umzustellen.

Zeitumstellung Stunde vor oder Stunde zurück? Kleine Eselsbrücken

Wie war das nochmal mit der "Winter"- und der Sommerzeit - eine Stunde vor, oder doch eine zurück? Können auch Sie sich das schlecht merken? Vielleicht klappt es mit diesen Eselsbrücken.

Vier Stühle und ein gedeckter Tisch stehen unter einem Baum auf einer Wiese
"Bei der Zeitumstellung ist es wie mit den Gartenmöbeln": Im Frühjahr kommen sie vor die Tür, im Herbst zurück in den Schuppen. Bildrechte: colourbox
Zwei Igel liegen schlafend im Herbstlaub
"Im Winter gibt es Winterschlaf": Eine Stunde mehr Schlaf ist angesagt, denn die Uhren werden zurückgestellt. Bildrechte: imago/Harald Lange
Vier Stühle und ein gedeckter Tisch stehen unter einem Baum auf einer Wiese
"Bei der Zeitumstellung ist es wie mit den Gartenmöbeln": Im Frühjahr kommen sie vor die Tür, im Herbst zurück in den Schuppen. Bildrechte: colourbox
Thermometer
"Zeitumstellung funktioniert wie das Thermometer": im Frühjahr Plus (vor stellen), im Winter Minus (zurück stellen). Bildrechte: Colourbox.de
ein Mann liegt ruhelos in seinem Bett und sieht auf seinen Wecker
"Früher aufstehen im Frühjahr": Da die Uhr vorgestellt wird, verringert sich die Schlafzeit um eine Stunde. Bildrechte: Colourbox.de
Eichenblätter im Herbst
"Spring forward, fall back": Im Frühling (engl. 'spring') den Zeiger eine Stunde vordrehen, im Herbst (engl. 'fall') eine Stunde zurück. Bildrechte: colourbox
Eine junge Frau lässt sich mit geschlossenen Augen die Sonne aufs Gesicht scheinen.
"Immer zum Sommer hin": Also im Frühjahr eine Stunde vor, im Herbst eine Stunde zurück. Bildrechte: IMAGO / Westend61
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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR AKTUELL | 28. Februar 2021 | 19:30 Uhr

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