Ein Sonderzug der Deutschen Bahn (DB) fährt am 08.12.2017 am Hauptbahnhof in München ab.
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Neu ab Dezember 2018 Bahnfahren, Online-Shopping, Bienenschutz und Erdnussöl

Mit dem Winterfahrplan steigen die Bahnpreise. Auf Hauptstrecken werden mehr Züge eingesetzt. Geoblocking im Online-Handel wird EU-weit abgeschafft. Bei Kosmetika und Pflanzenschutzmitteln gibt es Einschränkungen.

Ein Sonderzug der Deutschen Bahn (DB) fährt am 08.12.2017 am Hauptbahnhof in München ab.
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Bahn erhöht Preise und Zugverbindungen

Mit dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember erhöht die Bahn wieder ihre Preise. Der Anstieg liegt im Durchschnitt bei 0,9 Prozent. Um 1,9 Prozent wird der sogenannte Flexipreis auf Fahrkarten der ersten und zweiten Klasse steigen.

Streckenzeitkarten und die Bahncard 100 verteuern sich durchschnittlich um  2,9 Prozent. Die Preise für die Bahncard 25 und die Bahncard 50 bleiben dagegen gleich. Auch wer eine Fahrkarte im Zug kauft, muss mehr zahlen: Das Extra-Entgelt steigt von 12,50 Euro auf 19 Euro.

Auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Berlin und München will die Bahn täglich in jede Richtung fünf statt drei Sprinterzüge fahren lassen. Auch der neue ICE 4 soll auf der Strecke zum Einsatz kommen.

ICE-4-Züge werden erstmals auch auf der Strecke Düsseldorf– Frankfurt/Main Flughafen–Stuttgart fahren. Hier wird zudem die Zahl der täglichen Direktverbindungen von elf auf 14 Fahrten pro Richtung erhöht.

Ein Zugpaar wird täglich Berlin und Wien miteinander verbinden. Die Fahrzeit soll unter acht Stunden liegen.

EU-weiter Onlinehandel ohne Geoblocking

Mann sitzt mit Kreditkarte vor Laptop
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Ob Elektronik, Konzertkarten, Mietwagen, Hotelzimmer oder Cloud-Dienste: Wer Waren oder Dienstleistungen aus einem EU-Land anbietet, muss sie vom 3. Dezember an auch EU-weit zugänglich machen. Das sogenannte Geoblocking, durch das Kundinnen und Kunden aus anderen Ländern ausgesperrt oder auf andere Seiten mit schlechteren Konditionen umgeleitet werden, wird abgeschafft. Auch der Ausstellungsort einer Kredit- oder Debitkarte darf dann nicht mehr zu einer Ungleichbehandlung führen.

Händler müssen ihre Waren aber nicht in alle EU-Länder liefen. Sie müssen Kunden aus einem anderen EU-Land aber die Möglichkeit geben, bestellte Waren an einem vereinbarten Ort abzuholen.

Ausnahmen gelten vorerst noch für Transportdienstleistungen und urheberrechtlich geschützte Angebote wie Musik, Online-Spiele oder E-Books. Hier ist Geoblocking weiterhin erlaubt. Innerhalb von zwei Jahren soll aber geprüft werden, ob das Verbot auch auf diese Bereiche ausgeweitet wird.

Verbot von Neonikotinoiden zum Schutz von Bienen

Bienen am Eingang eines Bienenstocks.
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Insektizide mit Neonikotinoiden sind eine akute Bedrohung für Bienen und andere Bestäuber. Aus diesem Grund dürfen Pflanzenschutzmittel mit den Wirkstoffen Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam vom 19. Dezember an weder verkauft noch im Freien angewendet werden. Lediglich in Gewächshäusern ist ihr Einsatz noch erlaubt.

Allergierisiko durch Erdnussöl in Kosmetika wird gesenkt

Eine Schale mit Erdnussöl
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Vom 25. Dezember an muss Erdnussöl in Kosmetika so vorbehandelt sein, dass es nur noch geringe Mengen an allergieauslösenden Erdnussöl-Proteinen enthält. Andernfalls dürfen die Produkte nicht mehr verkauft werden. Erdnussöl wird unter anderem in Shampoos, Duschbädern, Lotionen oder Badezusätzen verwendet. Das Bundesamt für Risikobewertung (BfR) rät davon ab, Erdnussöl-Produkte zur Kinderpflege zu nutzen.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Aktuell | 30. November 2018 | 21:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 29. November 2018, 10:53 Uhr