Porträt einer älteren Frau zusammen mit ihrer erwachsenen Tochter auf einer Bank sitzend.
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Neu ab März 2019 Mütterrente, Mindestlohn und Mofaschilder

Die Regelungen zur Mütterrente werden ausgeweitet. Im Baugewerbe steigt der Mindestlohn. Mofas tragen jetzt grün. Berlin hat am Frauentag frei. Und die Uhren werden in diesem März weiterhin auf Sommerzeit vorgestellt.

Porträt einer älteren Frau zusammen mit ihrer erwachsenen Tochter auf einer Bank sitzend.
Bildrechte: imago/Westend61

Mütterrente II: Mehr Geld für Kinder bis Jahrgang 1991

Frauen, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, profitieren ab März von der Mütterrente II. Für jedes Kind erhalten sie dann einen halben Rentenpunkt mehr, wodurch sich die Zahl der Rentenpunkte pro Kind von zwei auf zweieinhalb erhöht. Da ein Rentenpunkt gegenwärtig einem Monatsbruttowert von 30,69 Euro im Osten und 32,03 Euro im Westen entspricht, werden monatlich also 15,35 Euro bzw. 16,02 Euro brutto mehr pro Kind ausgezahlt. Neurentnerinnen erhalten die höhere Rente bereits seit Jahresbeginn. Bestandsrentnerinnen wird die gestiegene Rente ab März rückwirkend zum 1. Januar 2019 ausgezahlt.

Verkehrszeichen Gehweg.
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Väter, die den überwiegenden Teil der Kindererziehung übernommen haben, haben ebenfalls Anspruch darauf, benötigen dafür aber die Einwilligung der Mutter. Wurde die Erziehung von beiden Elternteilen gleichermaßen übernommen, müssen sie sich einigen, wer die Erziehungszeiten angerechnet bekommt. Für Kinder ab Geburtsjahr 1992 erhalten Mütter bzw. erziehende Väter unverändert drei Rentenpunkte.

Höherer Mindestlohn im Baugewerbe

Maurerkelle mit Mörtel.
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Zum 1. März 2019 wird der Mindestlohn im Baugewerbe angehoben. Im Westen und Berlin steigt er in der Lohngruppe 1 (Werker und Maschinenwerker) von 11,75 Euro auf 12,20 Euro. In der Lohngruppe 2 (Fachwerker, Maschinisten, Kraftfahrer) wird er im Westen von 14,95 Euro auf 15,20 Euro und in Berlin von 14,80 Euro auf 15,05 Euro angehoben. Im Osten wird nicht zwischen Lohngruppen unterschieden. Hier steigt der Branchenmindestlohn von 11,75 Euro auf 12,20 Euro pro Stunde. Für den Mindestlohn im Bauhauptgewerbe gilt Allgemeinverbindlichkeit. Das heißt, er steht auch Arbeitnehmern zu, die nicht tarifvertraglich beschäftigt sind oder ins Ausland entsandt wurden.

Grün statt blau: Neue Mofa-Kennzeichen

Verschiedenfarbige Mofa-Kennzeichen.
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Jedes Jahr zum 1. März müssen Fahrer von Mofas, Mopeds oder Motorrollern ihr Kennzeichen wechseln. In diesem Jahr verliert das bisherige blaue seine Gültigkeit und muss durch das neue grüne Kennzeichen ersetzt werden. Die Vorschrift gilt für alle Mofas, Quads und Trikes, die einen Hubraum bis 50 Kubikzentimeter haben und eine Geschwindigkeit von höchstens 45 Kilometer pro Stunde erreichen. Auch einige Elektrofahrräder und andere kleinere E-Fahrzeuge, die nicht schneller als Tempo 45 fahren können, müssen das grüne Schild tragen und entsprechend versichert sein. Wer nach dem Stichtag noch mit dem alten Kennzeichen unterwegs ist, fährt nicht nur ohne Haftpflichtversicherungsschutz, sondern macht sich auch strafbar.

Frauentag wird Hauptstadt-Feiertag

Kalenderblatt vom 8. März, auf einem weiteren Zettel steht ''Feiertag''.
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Berlin hat am Internationalen Frauentag arbeitsfrei. Die Hauptstadt ist damit das erste Bundesland, das den 8. März 2019 zu einem gesetzlichen Feiertag erklärt. Der Frauentag entstand im frühen 20. Jahrhundert als Gedenktag für die Rolle und die Gleichberechtigung der Frauen. Berlin erhöht damit zugleich seine im Bundesvergleich geringe Zahl von neun Feiertagen auf zehn.

Zeitumstellung geht weiter

Installation - Zeitfeld - des Künstlers Klaus Rinke im Düsseldorfer Südpark
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Mit dem Ende der Zeitumstellung ist es ein bisschen wie mit dem Brexit: Beides hat eine Mehrheit bei den Menschen - doch umgesetzt ist jeweils erst wenig bis nichts. Beim Brexit gilt zwar der 29. März als gesetzter Termin, aber inzwischen wird über eine Verschiebung diskutiert oder sogar über ein zweites Referendum. Die Zeitumstellung hielten viele schon für Geschichte, nachdem sich bei einer Abstimmung der EU-Kommission eine Mehrheit für ihre Abschaffung ausgesprochen hatte. Doch so schnell geht es nun auch wieder nicht. Darum werden die Uhren am 31. März, zwei Tage nach dem ursprünglich geplanten Brexit, wieder um eine Stunde auf Sommerzeit vorgestellt. Zum letzten Mal?

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Aktuell | 01. März 2019 | 10:55 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 02. März 2019, 10:16 Uhr