Kontoauszug mit Kostenaufstellung für Kontogebühren, darauf liegen Münzen
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Neu ab Oktober 2018 Transparenz und Grenzwerte

Banken müssen ihre Gebührenübersichten vereinheitlichen, damit Verbraucher besser vergleichen können. Versicherungsgeschäfte werden transparenter. Und für Kinderspielzeug und Warmwasserbereiter gelten neue Grenzwerte.

Kontoauszug mit Kostenaufstellung für Kontogebühren, darauf liegen Münzen
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Vergleichbare Bankgebühren

Vom 31. Oktober an müssen Geldinstitute die Übersicht über die Entgelte für ihre Dienstleistungen einheitlich und verständlich gestalten. Damit sollen Verbraucher leichter die anfallenden Kosten vergleichen können. Diese Regelung erfolgt im Rahmen des Zahlungskontengesetzes und wird von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) überwacht.

Mehr Transparenz bei Versicherungen

Spätestens ab 1. Oktober sollten Versicherer sich an die neuen Regeln der EU-Richtlinie über den Versicherungsvertrieb halten. Danach müssen Kunden bei den jährlichen Standmitteilungen von Lebensversicherungen detaillierter informiert werden. Zudem dürfen Restschuldversicherungen nicht mehr so an Kreditverträge gekoppelt werden, dass der Eindruck entsteht, der Kredit könne nur mit der oft teuren Versicherung bewilligt werden. Darüber hinaus wird klar zwischen Provisions-Versicherungsvermittlung und unabhängiger Honorarberatung getrennt.

Weniger Blei in Kinderspielzeug

Ein kleines Mädchen spielt mit Knete.
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Vom 28. Oktober an gelten EU-weit deutlich niedrigere Grenzwerte für die Loslösung von Blei aus Kinderspielzeug.  Aus Kreide oder Knete dürfen sich dann nur noch höchstens zwei Milligramm Blei pro Kilogramm lösen. Vorher lag der Grenzwert bei 13,5 Milligramm pro Kilogramm. Bei Fingermalfarbe, Tinte und anderen flüssigen Materialien sinkt der Grenzwert von 3,4 auf 0,5 Milligramm pro Kilogramm.

Weniger Stickstoff-Emissionen durch Warmwasserbereiter

Warmwasserhahn
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Auch für Warmwasserbereiter gelten neue Grenzwerte. Sie dürfen bereits seit dem 26. September maximal 56 Milligramm Stickstoff pro Kilowattstunde (mg/kWh) ausstoßen, wenn sie mit gasförmigen Brennstoffen betrieben werden. Bei Warmwasserbereitern mit flüssigem Brennstoff liegt die Grenze bei 120 mg/kWh.

Öffentliche Ausschreibungen nur noch elektronisch

Ausschreibungen zu europaweiten Vergaben müssen ab 19. Oktober verpflichtend elektronisch abgewickelt werden. Das heißt, dass öffentliche Auftraggeber und Unternehmen Angebote, Teilnahmeanträge, Interessensbekundungen und Interessensbestätigungen  für EU-Vergabeverfahren nur noch in elektronischer Form entgegennehmen dürfen. Nicht-elektronische Angebote dürfen nicht mehr berücksichtigt werden. Damit soll sichergestellt werden, dass auch kleinere Unternehmen die Möglichkeit haben, sich bei Kommunen und Gemeinden für einen Auftrag zu bewerben.

Auch das komplette Vergabeverfahren, also zwischenzeitliche  Änderungsmitteilungen, Antworten auf Bieterfragen oder Informationen zur Zuschlagserteilung müssen elektronisch übermittelt werden. Wichtig zudem: Das elektronische Angebot muss vor Ende der Angebotsfrist vollständig eingegangen sein. Entscheidend dabei ist, wann die Unterlagen eingegangen sind, nicht der Zeitpunkt, zu dem sie versendet wurden. Und: Die elektronischen Angebote müssen verschlüsselt eingereicht werden, um die Vertraulichkeit zu gewährleisten. Unverschlüsselte Angebote werden von der Auftragsvergabe ausgeschlossen.

Neue Fragen für die theoretische Führerscheinprüfung

Immer im Frühjahr und Herbst wird der Fragenkatalog für die theoretische Führerscheinprüfung geändert. Im Oktober ist es wieder soweit: Es gibt neue Video- und Bildfragen und auch inhaltlich einige Veränderungen. 28 Fragen sind komplett neu, 29 Fragen wurden überarbeitet.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Aktuell | 30. September 2018 | 21:45 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 04. Oktober 2018, 14:08 Uhr