Katrin Schröder, Fachkrankenschwester, Klinkum Augsburg-Haunstetten.
Der Titel der Dokumentation entspricht dem Gefühl, das Krankenschwestern und -pfleger wie Katrin Schröder (Bild), Jana Lange oder Fritz Nolting oft überkommt: Allein auf Station. Was sie zur Ausnahmeerscheinung macht: Sie halten schon Jahrzehnte lang durch. Bildrechte: MDR/Ulli Wendelmann

Nah dran | 11.10.2018 | Jetzt in der Mediathek Allein auf Station - Wie weiter mit der Krankenpflege?

Der Film "Allein auf Station - Wie weiter mit der Krankenpflege?"  beschreibt den Alltag von Pflegekräften, benennt Ursachen des Pflegenotstands und stellt Krankenhäuser vor, die nach Modellen und Wegen für eine bessere Pflege suchen.

Katrin Schröder, Fachkrankenschwester, Klinkum Augsburg-Haunstetten.
Der Titel der Dokumentation entspricht dem Gefühl, das Krankenschwestern und -pfleger wie Katrin Schröder (Bild), Jana Lange oder Fritz Nolting oft überkommt: Allein auf Station. Was sie zur Ausnahmeerscheinung macht: Sie halten schon Jahrzehnte lang durch. Bildrechte: MDR/Ulli Wendelmann

Allein mit mehr als 30 Patienten auf Station? Das ist in deutschen Krankenhäusern immer häufiger keine Ausnahme mehr. Mitarbeiter werden ständig aus dem freien Wochenende geholt oder zu Überstunden genötigt, weil sonst der Dienstplan zusammenbricht. Nach Angaben der Gewerkschaft ver.di fehlen 80.000 Pflegekräfte im Krankenhaus.

Am Limit

Krankenpfleger Fritz Nolting ist im katholischen St. Franziskus Hospital in Münster tätig. Den Fünfzigjährigen bringen besonders die Nachtschichten ans Limit. "Ich erlebe, dass Freunde, Kollegen in der Umkleidekabine heulen, weil sie eine harte Nacht hatten. Die sind wirklich verzweifelt und meinen, es kriegt ja eh keiner mit." Dabei arbeitet er in einem Haus, das sich die "Pflege der Pflegenden" zum Programm machte, Entspannungsangebote und Möglichkeiten zum Austausch schuf.

Allein auf Station - Wie weiter mit der Krankenpflege?
Ständig unterwegs und alarmbereit: Katrin Schröder. Bildrechte: ARD/MDR

Katrin Schröder muss sich auf ihr privates Netzwerk verlassen. Die 53-jährige Fachschwester arbeitet im kommunalen Klinikum Augsburg. Sie liebt ihren Beruf, doch auch sie stellt fest, dass immer mehr Patienten in kürzerer Zeit zu versorgen sind. Viele davon sind älter und kommen mit Mehrfacherkrankungen in die Klinik, was Aufwand und damit den Druck erhöht. "Ohne ein privates Netzwerk aus Familie, Freunden und Nachbarn hält man den stressigen Wechselschichten, Wochenenddiensten und Überstunden nicht lange stand." Um die Belastung zu verringern oder den Job überhaupt weiter ausüben zu können, gehen viele in Teilzeit, was einerseits ihren Verdienst schmälert, andererseits den Personalmangel in der Pflege vergrößert. 

Was Zeitmangel und Überforderung anrichten

Allein auf Station: Auskunft gibt auch Karl H.  Beine, Professor für Psychiatrie und Psychotherapie an der Universität Witten-Herdecke
Karl H.  Beine, Professor für Psychiatrie und Psychotherapie an der Universität Witten-Herdecke Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Karl H.  Beine, Professor für Psychiatrie und Psychotherapie an der Universität Witten-Herdecke, kommt in seiner Studie, für die er 5.000 Pflegekräfte und Ärzte anonym befragte, zu diesem Urteil: Chronische Überlastung und mangelnde Unterstützung der Pflegenden begünstigten nicht "nur" Resignation und Burnout beim Personal, sondern begünstigten auch ein Klima des "Wegsehens", in dem tätliche Übergriffe auf die Patienten bis hin zum Serienmord passieren könnten. Seit Jahrzehnten forscht der Arzt und Psychotherapeut zum Tabuthema "Gewalt im Krankenhaus" und untersuchte dazu auch den Fall Niels Högel, der wegen sechsfachen Patientenmords zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. Inzwischen geht die Staatsanwaltschaft von 90 Fällen aus. In der Klinik in Delmenhorst, in der Högel zwei Jahre arbeitete, fiel es Beine zufolge merkwürdigerweise nicht auf, dass der Verbrauch eines bestimmten Medikamentes aber auch die Sterberate über zwei Jahre rasant gestiegen seien.

Allein auf Station | Stimmen Wie weiter in der Pflege? So nicht!

Pfleger und Schwestern schildern ihren Alltag auf Station. Experten sagen, was falsch läuft und was sich ändern muss.

Beschrifte die Details dann selber
Pfleger am Boden Inzwischen reißen die Proteste durch das Personal nicht mehr ab: Pflege am Boden!, lautet der Vorwurf. Die Initiative gründete sich via Internet. Inzwischen gibt es Demos von Kiel bis München. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Allein auf Station - Wie weiter mit der Krankenpflege?
Jana Langer, Fachschwester: "Am wichtigsten ist Zeit." Jana Langer ist Fachschwester und seit fast 30 Jahren im Beruf. Dass jemand so lange durchhält, ist die Ausnahme. Sie machte sich bereits 2017 in einem Brief an die Bundeskanzlerin Luft, Antwort hat sie nicht erhalten. Doch in den sozialen Medien war der Widerhall groß. Die überzeugte Gewerkschafterin sagt: "Mein wichtigstes Werkzeug ist die Zeit, um mich auf den Patienten einzulassen, festzustellen, wie ist sein Status vor der OP und danach, wie schlägt die Behandlung an ..." Bildrechte: ARD/MDR
Allein auf Station - Wie weiter mit der Krankenpflege?
Karin Schröder, Fachschwester: Ständig alarmbereit Auch Karin Schröder ist Fachschwester in Augsburg und seit Jahrzehnten im Beruf, den sie immer noch liebt. Durchgehalten hat die alleinerziehende Mutter eines Sohnes nur, weil sie sich auf ein privates Netzwerk verlassen konnte. Nach sechs Jahren auf der Intensivstation ließ sie sich auf eine normale Station versetzen. Doch das Gefühl, ständig alarmbereit sein zu müssen, hält an. Sie legt in einer Schicht teilweise 12 Kilometer Weg zurück, der Pflegeaufwand sei durch ältere Patienten mit Mehrfacherkrankungen enorm gestiegen, sagt sie. Die Zeit aber nehme ab. Bildrechte: ARD/MDR
Allein auf Station - Wie weiter mit der Krankenpflege?
Susanne Arnold, Pflegevorständin an einer Klinik: Eine Millon mehr Budget, doch es fehlt an Personal und Bewerbungen Das Klinikum Augsburg ist mit über 1.700 Betten und mehr als 5.000 Beschäftigten das größte Krankenhaus in Schwaben. Pflegevorständin Susanne Arnold weiß um die Belastung ihrer Leute, hat selbst als Pflegerin gearbeitet und erklärt, eine Million Euro mehr sollten 2018 ins Budget des Pflegedienstes gehen, doch Stellen seien nicht leicht zu besetzen. Um phillippinische Mitarbeiter und auch in Italien werde geworben, was natürlich den Aufwand - etwa wegen der Sprachbarriere - erhöhe. Bildrechte: ARD/MDR
Krankenpfleger Fritz Nolting, St. Franziskus-Hospital, Münster.
Fritz Nolting, Krankenpfleger: "Ich versuche immer den Menschen zu sehen" Krankenpfleger Fritz Nolting ist im katholischen St. Franziskus Hospital in Münster tätig. Den Fünfzigjährigen bringen besonders die Nachtschichten ans Limit. Sein Haus hat sich die "Pflege der Pflegenden" zum Programm gemacht, mit Möglichkeiten zum Austausch und zur Entspannung. Das löst nicht den Pflegenotstand und hilft dennoch, weil es bedeutet, Respekt zu bekommen und den Respekt vor anderen nicht zu verlieren. Bildrechte: Ulli Wendelmann, ARD
Beschrifte die Details dann selber
Im Evangelischen Krankenhaus Mettmann versucht man durch die Digitalisierung aller Arbeitsbereiche, Entlastung zu schaffen. Annika Müller und Thomas Wittig finden, sie hilft: bei der Patientenaufnahme, bei der korrekten Dokumentation oder Medikamentenversorgung. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Pflegewissenschaftler Michael Simon
Michael Simon, Pflegewissenschaftler über die neu diskutierte Personaluntergrenze Pflegewissenschaftler Michael Simon macht die Einführung der Fallpauschalen als eine der Hauptursachen aus. Er sagt, wenn es gelänge, einen erheblichen Teil derjenigen, die mittlerweile in Teilzeit arbeiten, wieder voll zu beschäftigen, würde das schon eine spürbare Verbesserung bringen. Aber dagegen stünden die Arbeitsbedingungen. Er befürchtet, dass die versprochene Festlegung auf eine Personaluntergrenze auf einem Niveau getroffen wird, die "vollkommen unzureichend" ist. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Pfleger am Boden Inzwischen reißen die Proteste durch das Personal nicht mehr ab: Pflege am Boden!, lautet der Vorwurf. Die Initiative gründete sich via Internet. Inzwischen gibt es Demos von Kiel bis München. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Allein auf Station: Auskunft gibt auch Karl H.  Beine, Professor für Psychiatrie und Psychotherapie an der Universität Witten-Herdecke
Dass der Pflegenotstand das Personal und die Patienten regelrecht gefährdet, hat Karl H.  Beine, Professor für Psychiatrie und Psychotherapie an der Universität Witten-Herdecke, in einer Studie von 2015 belegt. Denn begünstigt werde ein "Klima des Wegsehens". Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
Beschrifte die Details dann selber
Während die einen noch über den Wert und den Einsatz von menschlicher Arbeitskraft streiten, testen die anderen schon Roboter - so wie hier am Universitätsklinikum Halle. Faszination und Skepsis mischen sich bei Personal und Patienten. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
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Pfleger am Boden Inzwischen reißen die Proteste durch das Personal nicht mehr ab: Pflege am Boden!, lautet der Vorwurf. Die Initiative gründete sich via Internet. Inzwischen gibt es Demos von Kiel bis München. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Was der Pflege fehlt: "Erlösrelevanz"

Pflegewissenschaftler Michael Simon
Pflegewissenschaftler Michael Simon Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Als Ursache der Pflegemisere sieht Beine die Privatisierungswelle im Krankenhauswesen, die Wettbewerb und Kostendruck ständig anheize. Mehr als 30 Prozent der Krankenhäuser sind mittlerweile in privater Hand. Der Pflegewissenschaftler Michael Simon wird konkreter und sieht in der Einführung der sogenannten Fallpauschalen den Treiber für diese Entwicklung. Bis 2004 seien alle Leistungen, die Patienten verursachten, nach Liegetagen berechnet worden, seitdem würden ausdrücklich ärztliche Leistungen vergütet: "Pflege hat insofern keine, wie es heißt, Erlösrelevanz."

Was heißt Abstriche machen? Das Bett schmutzig lassen. Einen Grießbrei statt das volle Essen. Die Windeln nur alle sechs Stunden wechseln statt alle vier bis fünf.

Anonymus

Ergo: Sie ist ein bloßer Kostenfaktor, der zu reduzieren ist. Stellen von Krankenschwestern und Pflegern wurden denn auch massiv abgebaut, jetzt fehlen sie. Zumal die Einführung der Fallpauschalen dafür sorgte, dass medizinische Leistungen das Überleben der Krankenhäuser sicherten. So stieg wiederum die Zahl der ärztlichen Eingriffe und Patientenzahlen rapide, was die Arbeitsbelastung für das verbliebene Personal weiter verdichtete. Während in Deutschland eine Fachkraft 13 Patienten betreuen soll, sind es in Norwegen oder den Niederlanden maximal fünf.

Viele sterben einfach allein und unbemerkt, weil man die Zeit nicht hat. Es ist völlig illusorisch zu glauben, man könne sich zu einem Sterbenden ans Bett setzen.

Anonymus

Die Pflegenden pflegen?

Pflegepersonal aus ganz Deutschland versammelt sich zum Protest
Pflegepersonal aus ganz Deutschland versammelt sich zum Protest Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Seit Jahren fordern Pflegekräfte eine gesetzliche Personaluntergrenze auf den Stationen. Mitarbeiter der Berliner Charité waren die ersten die dafür streikten. Streiks waren bisher ungewöhnlich für eine Branche, die wenig gewerkschaftlich organisiert ist und in der sich viele  für ihre Patienten verantwortlich fühlen. Doch mittlerweile häufen sich die Proteste und eine Reform der Pflegeversicherung soll Abhilfe schaffen. So verspricht Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die Pflege, die im Abrechnungssystem der Fallpauschalen zu kurz kommt, mit einem eigenen Etat auszustatten.

Pflegeroboter Pepper Universitätsklinikum Halle a.d.Saale.
Die einen setzen auf die "Pflege der Pflegenden", andere auf Digitalisierung, andere schon auf Roboter: Kollege Pepper im Test an der Uniklinik Halle Bildrechte: Ulli Wendelmann, ARD

Und auch in den Krankenhäusern sucht man nach Lösungen:  Im katholischen St. Franziskus Hospital in Münster setzt man auf die "Pflege der Pflegenden". Im Evangelischen Krankenhaus Mettmann sucht man durch die Digitalisierung aller Arbeitsbereiche, Entlastung zu schaffen. Am Universitätsklinikum Halle (Saale) wird bereits erprobt, welche Teile der Krankenversorgung Roboter übernehmen können.

So lange noch Menschen den Großteil der Arbeit tun, sollten sie dafür auch respektiert werden, findet Jana Langer. Denn viele rackerten gerade, weil der Pflegeberuf in der Gesellschaft als etwas minderwertig angesehen werde, bis zur Selbstaufgabe. Pflegewissenschaftler Michael Simon sagt, wenn es gelänge, einen erheblichen Teil derjenigen, die mittlerweile in Teilzeit arbeiteten, wieder voll zu beschäftigen, würde das schon ein "spürbares Plus an zusätzlichem Personal, verfügbarer Arbeitszeit bringen". Aber dagegen stünden die Arbeitsbedingungen. Und das schon oft schon in der Ausbildung:

Die Auszubildenden werden als Helfer missbraucht. Eine regelmäßige, konkrete Anleitung findet nicht statt. Nicht wenige brechen die Ausbildung ab, weil sie so nicht arbeiten wollen.

Anonymus

Simon befürchtet, dass die versprochene Festlegung auf eine Personaluntergrenze, die gerade zwischen Kassen und Krankenhausverbänden verhandelt wird, auf einem Niveau getroffen wird, das "vollkommen unzureichend" ist. Dabei wären bessere Arbeits- und Ausbildungsbedingungen angesichts des Personalmangels die erste Stellschraube, um den Notstand zu lindern.

Zuletzt aktualisiert: 16. Oktober 2018, 15:55 Uhr

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Allein auf Station | Statistik Fünf Fakten zur Pflege

Mehr Personal - heißt die Losung, um den Pflegenotstand zu lindern. Doch zunächst muss man Leute finden, die dies können und die Belastung aushalten, wie der Blick auf die Zahlen zeigt.

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