Reinhard Kardinal Marx, Erzbischof von München und Freising
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Zum Abschluss der Bischofskonferenz in Lingen "Kirche der Gläubigen, nicht Kirche der Bischöfe"

Die katholischen deutschen Bischöfe trafen sich zu ihrer Frühjahrs-Vollversammlung in Lingen. Im Mittelpunkt stand u.a. ein Maßnahmenkatalog als Konsequenz aus den Fällen sexualisierter Gewalt in der Kirche.

Reinhard Kardinal Marx, Erzbischof von München und Freising
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Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, hat den katholischen Christen angesichts der Missbrauchsfälle in ihrer Kirche einen "Weg der Erneuerung" versprochen. "Wir spüren, wie tief betroffen die Gläubigen sind", sagte Marx am Donnerstag zum Abschluss der Vollversammlung der katholischen deutschen Bischöfe im emsländischen Lingen. Es gehe um eine Kirche der Gläubigen, nicht um eine Kirche der Bischöfe. Gemeinsam wolle man sich auf den Weg zu Veränderungen machen.

Zwei Schwerpunkte

Die deutschen Bischöfe hatten sich seit Montag zu ihrer zweimal im Jahr stattfindenden Konferenz in Lingen beraten. Beherrschendes Thema bei der Vollversammlung war der Umgang mit Missbrauchsfällen innerhalb der Kirche. Deshalb stellte der Trierer Bischof Stephan Ackermann aktuelle Maßnahmen zur Aufarbeitung der Missbrauchsfälle vor.

Des Weiteren ging es um den Anteil von Frauen in Leitungspositionen innerhalb der katholischen Kirche. Ihr Anteil soll in den Bistümer in den kommenden vier Jahren auf mindestens ein Drittel erhöht werden. Eine verbindliche Frauenquote soll es jedoch nicht geben.

Marx kündigte bei der Abschlussveranstaltung einen synodalen Weg an, bei dem unter anderem über klerikalen Machtmissbrauch, den Zölibat und die kirchliche Sexualmoral gesprochen werden soll. Unter anderem sei dabei eine enge Zusammenarbeit mit dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken geplant.

Quelle: epd

Zuletzt aktualisiert: 14. März 2019, 15:45 Uhr