Zukunft mit großem Erbe Die Universitätskirche St. Pauli

"Paulinum" nennen es die einen, "Universitätskirche St. Pauli" die anderen. Der offizielle Name ist ein Mix und verweist auf die jahrelangen Querelen: "Paulinum - Aula und Universitätskirche St. Pauli". Mit acht Jahren Verspätung wurde der Neubau am 3. Dezember 2017 mit einem Festgottesdienst eröffnet.

Collage aus einer illustrierten Paulinerkirche und dem Neubau (Foto)
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Erbaut wird die Paulinerkirche ab 1231, der Dominikanerorden errichtet die Klosterkirche zu Ehren des Heiligen Paulus am damaligen Rand der Stadt. Die Weihe erfolgt 1240. Mit der Reformation werden 1539 in Sachsen alle Klöster aufgelöst, auch das der Dominikaner. Herzog Moritz von Sachsen überträgt das riesige Areal der Universität, die bereits 2.000 Studenten und einen guten Ruf hat. Die anderen drei Klöster überlässt er der Stadt. 1545 weiht Martin Luther St. Pauli zur Universitätskirche.

Der "weitere Aufbau des Stadtzentrums" - ohne Kirche

Sprengung der Universitätskirche am Karl-Marx-Platz in Leipzig. Aufgenommen am 30.05.1968.
Sprengung der Universitätskirche am Karl-Marx-Platz in Leipzig. Aufgenommen am 30.05.1968. Bildrechte: dpa

Den Zweiten Weltkrieg übersteht die Universitätskirche fast unbeschadet, sie birgt wertvolle Kunstschätze, Jahrhunderte altes Inventar. Die Leipziger Theologieprofessoren halten Vorlesungen von der Kanzel herab vor Studenten und interessiertem Publikum. Auch die katholische Gemeinde darf vorübergehend hier ihren Gottesdienst feiern, da die Propstei zerstört worden ist. Bis Mai 1968. "Das Ding muss weg!" - soll SED-Chef Walter Ulbricht beim Anblick der Paulinerkirche gesagt haben. Die sozialistische Neugestaltung des Areals der Karl-Marx-Universität - ohne Kirche - ist wohl ab 1964 beschlossene Sache. Die Stadtverordneten tagen vier Jahre später am 23. Mai - ausgerechnet zu Himmelfahrt - "zum weiteren Aufbau des Stadtzentrums", während in der Paulinerkirche der Gottesdienst gehalten wird. Von Sprengung oder Abriss ist nicht die Rede. Doch die Vorbereitungen für den Tag X laufen. Die Grüfte der Kirche müssen in vier Tagen geräumt werden. Wohin die Gebeine und Grabbeigaben gelangen, bleibt geheim. Nur zwei Tage bleiben, um wertvolle Kunstschätze zu bergen. Steinmetze meißeln Epitaphien von den Wänden. Die Kanzel wird zerlegt.

Galerie Die Sprengung der Paulinerkirche

Am 30. Mai 1968 wurde die Paulinerkirche in Leipzig gesprengt, um einer Neubebauung Platz zu machen.

Absperrposten der Deutschen Volkspolizei kurz vor der Sprengung der Paulinerkirche am 30. Mai 1968 in Leipzig. Im Hintergrund der Turm der Nikolaikirche. Neben der Paulinerkirche wurde auch das Augusteum einschließlich Johanneum und Albertinum der Universität Leipzig, von 1953 bis Februar 1991 Karl-Marx-Universität Leipzig, gesprengt.
Absperrposten der Deutschen Volkspolizei kurz vor der Sprengung der Paulinerkirche am 30. Mai 1968 in Leipzig. Im Hintergrund der Turm der Nikolaikirche. Neben der Paulinerkirche wurde auch das Augusteum einschließlich Johanneum und Albertinum der Universität Leipzig, von 1953 bis Februar 1991 Karl-Marx-Universität Leipzig, gesprengt. Bildrechte: dpa
Absperrposten der Deutschen Volkspolizei kurz vor der Sprengung der Paulinerkirche am 30. Mai 1968 in Leipzig. Im Hintergrund der Turm der Nikolaikirche. Neben der Paulinerkirche wurde auch das Augusteum einschließlich Johanneum und Albertinum der Universität Leipzig, von 1953 bis Februar 1991 Karl-Marx-Universität Leipzig, gesprengt.
Absperrposten der Deutschen Volkspolizei kurz vor der Sprengung der Paulinerkirche am 30. Mai 1968 in Leipzig. Im Hintergrund der Turm der Nikolaikirche. Neben der Paulinerkirche wurde auch das Augusteum einschließlich Johanneum und Albertinum der Universität Leipzig, von 1953 bis Februar 1991 Karl-Marx-Universität Leipzig, gesprengt. Bildrechte: dpa
Am 30.05.1968 war es soweit: die Paulinerkirche in Leipzig wurde gesprengt, um einer Neubebauung Platz zu machen. Zu sehen sind hier authentische Standbilder aus einem Dokumentarfilm über den "Neubau" der Karl-Marx-Universität, bis 1953 und ab Februar 1991 Universität Leipzig. Neben der Paulinerkirche wurde auch das Augusteum, das alte Hauptgebäude der Universität, gesprengt.
Am 30.05.1968 war es soweit: Ein dumpfer Knall und die Paulinerkirche war Geschichte - um einer Neubebauung Platz zu machen. Zu sehen sind hier authentische Standbilder aus einem Dokumentarfilm über den "Neubau" der Karl-Marx-Universität. Bildrechte: dpa
Sprengung der Universitätskirche am Karl-Marx-Platz in Leipzig. Aufgenommen am 30.05.1968.
Der Moment der Sprengung. Bildrechte: dpa
Paulinerkirche in Trümmern.
Paulinerkirche in Trümmern. Bildrechte: dpa
Die beräumte Grundfläche des Universitätsareals vor Beginn der Ausschachtungsarbeiten, aufgenommen 1968. Das Augusteum, das alte Hauptgebäude der Universität Leipzig, wurde ebenso wie die Paulinerkirche gesprengt, um Platz für eine Neubebauung zu machen. Im Hintergrund links ist die Nikolaikirche zu sehen.
Die beräumte Grundfläche des Universitätsareals vor Beginn der Ausschachtungsarbeiten, aufgenommen 1968. Im Hintergrund links ist die Nikolaikirche zu sehen. (Über dieses Thema berichtete der MDR auch im TV: Die Paulinerkirche | So, 27.05.2018 | 22:00 Uhr.) Bildrechte: dpa
Alle (5) Bilder anzeigen

Am 30. Mai 1968, 10:00 Uhr wird die Universitätskirche, in der einst Luther predigte und Bach oder Mendelssohn musizierten, gesprengt. Auch Augusteum und Albertinum fallen in Trümmer. Zeitzeugen erinnern sich, wie der Schutt, darunter Orgelpfeifen, Gestühl, Epitaphien und Knochen von Toten wochenlang weggebaggert werden. LKW fahren damit nach Probstheida in die Etzoldsche Sandgrube.

Es ist eine weitgehend intakte mittelalterliche Kirche gewesen, die auch noch mit ihrer Ausstattung weitgehend erhalten war. Von daher ist die Beseitigung ein riesiger Erinnerungsverlust.

Prof. Enno Bünz, Lehrstuhl für Sächsische Landesgeschichte

Von St. Pauli zum Paulinum

Wie schmerzhaft die Zerstörung für viele Leipziger ist, zeigt sich Jahrzehnte später. 1992 gründet sich mit dem Paulinerverein eine Bürgeriniative, die den Wiederaufbau von Universitätskirche und Augusteum fordert. Doch Paulinerkiche - das war gestern, die Universität spricht bald vom Paulinum als Neubau, der Aula, Konzertsaal und Kirche zugleich sein soll. Nach drei Architekturwettbewerben fällt das Los 2004 auf den Entwurf des Rotterdamer Architekten Erick van Egeraat. Er nimmt die prägnante Silhouette der Kirche als Leitmotiv, will aber "ohne Zweifel ein heutiges, modernes Gebäude" schaffen. Mit Beton, Stahl und Glas. Entsprechend der Maßgabe der Universität, den Raum nicht nur für geistliche, sondern auch weltliche Zwecke nutzen zu wollen und konservatorischen Belangen zu genügen, konzipiert er eine Trennscheibe aus Plexiglas - 16 Meter hoch, aber in der Mitte zu öffnen. So lassen sich klimatisierter Andachtsraum und Aula bei Bedarf voneinander trennen. Der Paulinerverein und 3.000 Unterstützer einer Protestpetition kritisieren "die Wand". Rudolf Hiller von Gaertringen, Kustos der Universität, argumentiert, die sei auch nötig, um Kirchen- und Kunstgüter, die 1968 aus der Kirche geborgen wurden, künftig zu schützen, etwa den prachtvollen neugotischen Altar und die barocken Epitaphien.

Es muss immer deutlich werden in der Architektur: Das ist ein Neubau. Das ist eine Interpretation des historischen Kontextes. (…) Es darf nicht der Eindruck entstehen, hier ist etwas rekonstruiert, das ist es nicht."

Prof. Burkhard Pahl, Leiter der Rektorats-Kommission

Eine Kopie der Universitätskirche soll es also nicht geben, aber deutliche historische Anleihen: Eine Reminiszenz des Rosettenfensters im Giebel draußen - leicht versetzt, um an den Moment der Sprengung zu erinnern. Ein paar gotische Bögen innen. Das Kreuzrippengewölbe ist aus Stuck, die Kirchenpfeiler bestehen aus leuchtenden Glassäulen. Vom "Las-Vegas-Effekt" spricht der Paulinerverein, der sich mehr Kirche gewünscht hätte, vor allem schon viel eher. 2009 zum großen 600. Gründungsjubiläum der Universität war die Eröffnung des Neubaus geplant. Doch immer wieder kommt es zu Verzögerungen, auch wegen der komplizierten Säulen. Im Mai 2016 teilt der Freistaat als Bauherr mit, endlich sei eine Firma gefunden, die die hochwertigen Teile für die 16 speziell verglasten und beleuchteten Säulen im Paulinum fertigen könne.

Zuhause für den Universitätschor

Seinen Platz soll im Paulinum auch der Universitätschor finden, der bislang weder für Aufführungen noch für die Proben einen festen Ort hatte. Prof. David Timm, Universitätsmusikdirektor, hat die Akustik bereits getestet: "Jetzt haben wir einen ersten Eindruck bei leerer Kirche. Der ist vielversprechend."

Die Kubatur des Neubaus, also das Volumen des Bauwerks, entspricht dem historischen Vorbild und lässt auf einen ähnlich guten Raumklang hoffen.

Prof. David Timm, der Universitäts-Musikdirektor an der neuen Orgel

Ein Glücksfall ist es auch, dass der Raum mit zwei neuen Orgeln ausgestattet werden konnte: der kleinen Schwalbennest-Orgel im Chorraum und der großen Orgel auf der West-Empore. So kann auch bei geschlossener Glaswand in jedem Raumteil Orgelmusik erklingen. Außerdem ergänzen sich die beiden Instrumente im Blick auf das musikalische Repertoire, für das sie gedacht sind.

Rückkehr originaler Zeugnisse

Auch die geborgenen Kunstschätze werden in der Kirche wieder zu sehen sein, darunter der neugotische Altar und die sorgsam restaurierten Gedenkplatten, die Epitaphien. Entstanden zwischen 1547 und 1770 erzählen sie Stadt- und Universitätsgeschichte, denn wer seinerzeit Rang und Namen hatte, ließ sich darin verewigen.

Mit Liebe zum Detail Prinzipalien der Universitätskirche St. Pauli

Wenn am 1. Advent die neue Leipziger Universitätskirche eingeweiht wird, werden auch die Prinzipalien in Dienst genommen. Dazu gehören sowohl feste, als auch bewegliche Stücke, die in einem Gottesdienst verwendet werden.

Leipziger Universitätskirche St. Pauli, Paulineraltar
Paulineraltar Der Paulineraltar ist ein spätgotischer Altar und hatte seinen Platz in der alten Leipziger Universitätskirche. Noch vor der Sprengung der Kirche im Mai 1968 konnte er gerettet werden und war zunächst in einem Keller des heutigen Bundesverwaltungsgerichts eingelagert, bevor er ab 1982 ein Domizil in der Thomaskirche fand. Bis 1993 wurde der Altar dann restauriert.

Heute gilt als sicher, dass der Altar schon im 15. Jahrhundert als Haupt- bzw. Hochalter der Dominikanerklosterkirche zu Leipzig gedient hat.
Bildrechte: MDR/Rafael Bies
Leipziger Universitätskirche St. Pauli, Detail am Paulineraltar
Paulineraltar Um 1490 soll der Paulineraltar entstanden sein. Schon 1543 gelangte der Altar in den Besitz der Universität.

Die sogenannte Festtagsseite ist inden Kirchenraum gerichtet. Zentral dargestellt mit Buch und Schwert ist der Namensgeber der Kirche, Apostel Paulus, der nicht nur Missionar war, sondern auch als Gelehrter und Märtyrer gilt.

Auf acht weiteren Reliefs ist ein Jesus-Maria-Zyklus dargestellt, auf dem es nicht um eine Mutter-Kind-Beziehung geht, sondern um die Beziehung zum Glauben - Jesus als Glaubensgrund und Maria als prototypische Glaubensperson.
Bildrechte: MDR/Rafael Bies
Leipziger Universitätskirche St. Pauli, Ambo
Ambo Am Ambo wird aus der Bibel gelesen und so der Gemeinde das Evangelium verkündet.

Genau wie der Altartisch vor dem Paulineraltar, der Volksaltar sowie der Taufstein wurd der Ambo von Studenten an der Hochschule für Architektur und Bauwesen in Weimar unter der Leitung von Prof. Bernd Rudolf und dem Designer Helmut Hengst entworfen.
Bildrechte: MDR/Rafael Bies
Leipziger Universitätskirche St. Pauli, Detail vom Taufstein
Taufschale im Taufstein Die Taufschale entwarf der thüringische Designer Gerhard Usbeck. Bildrechte: MDR/Rafael Bies
Leipziger Universitätskirche St. Pauli, Parament
Paramente/Antependien Hierbei handelt es sich um künstlerisch aufwendig gestaltete Textilien, die den Altar und eigentlich auch die Kanzel schmücken.

Für die Universitätskirche gestaltete der Künstler Günter Grohs je vier Paramente für Pauliner- und Volksaltar sowie den Ambo in den drei liturgischen Farben (rot, weiß, grün). Gefertigt wurden sie in der Paramentwerkstatt der von Veltheim-Stiftung und Textil-Restaurierung beim Kloster St. Marienberg in Helmstedt.
Bildrechte: MDR/Rafael Bies
Leipziger Leipziger Universitätskirche St. Pauli, Schwalbennest-Orgel
Schwalbennest-Orgel von Metzler Die Schwalbennest-Orgel befindet sich an der Südwand im Chorraum. Die Orgel ist ein Neubau, der sich aber stark an die überlieferte historischen Angaben anlehnt. Diese Form der Orgel war im 15. und 16. Jahrhundert sehr beliebt.

Die Orgel ist sehr klein und bietet nur dem Organisten und bis zu zwei weiteren Musikern Platz.
Bildrechte: MDR/Rafael Bies
Leipziger Universitätskirche St. Pauli, Paulineraltar
Paulineraltar Der Paulineraltar ist ein spätgotischer Altar und hatte seinen Platz in der alten Leipziger Universitätskirche. Noch vor der Sprengung der Kirche im Mai 1968 konnte er gerettet werden und war zunächst in einem Keller des heutigen Bundesverwaltungsgerichts eingelagert, bevor er ab 1982 ein Domizil in der Thomaskirche fand. Bis 1993 wurde der Altar dann restauriert.

Heute gilt als sicher, dass der Altar schon im 15. Jahrhundert als Haupt- bzw. Hochalter der Dominikanerklosterkirche zu Leipzig gedient hat.
Bildrechte: MDR/Rafael Bies
Leipziger Universitätskirche St. Pauli, Volksaltar
Volksaltar Weiter in den Raum hineingerückt, also näher an der Gemeinde, gibt es noch den Volksaltar. Beide Altäre dienen als Tisch für das Abendmahl, sind aber auch Stätte des Gebetes und des Segens. Bildrechte: MDR/Rafael Bies
Leipziger Universitätskirche St. Pauli, Taufstein
Taufstein Am Taufstein wird die Taufe gespendet.

Bei dem Stein von Altären, Ambo und Taufstein handelt es sich um Fruchtschiefer, der in Thüringen abgebaut wird. die Glasteile wurden in Sachsen gefertigt.
Bildrechte: MDR/Rafael Bies
Leipziger Universitätskirche St. Pauli, Kelche
Kelche Aus den Kelchen wird beim Abendmahl der Wein ausgeschenkt. Diese beiden Kelche wurden schon in der alten Paulinerkirche verwenden und stammen aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der rechts stehende Kelche kam 1930 als private Schenkung an die Kirche. Bildrechte: MDR/Rafael Bies
Leipziger Universitätskirche St. Pauli, alte Paulinerkerze
Alte Paulinerkerze Die Kerze stammt noch aus der alten Universitätskirche. Sie soll ihr Licht zum Gottesdienst weitergeben an die neuen Kerzen im Leuchter. Bildrechte: MDR/Rafael Bies
Leipziger Universitätskirche St. Pauli, Jehmlich-Orgel auf der Empore
Jehmlich-Orgel Auf der Westempore steht die große Orgel der Firma Jehmlich. Sie wartet auf mit 46 Registern und 2.951 Pfeifen. Die kleinste Pfeife misst gerade mal sieben Millimeter, die größte dagegen sechs Meter. Die Orgel selbst ist zehn Meter hoch. Bildrechte: MDR/Rafael Bies
Alle (11) Bilder anzeigen
Leipziger Universitätskirche St. Pauli, Detail am Paulineraltar
Paulineraltar Um 1490 soll der Paulineraltar entstanden sein. Schon 1543 gelangte der Altar in den Besitz der Universität.

Die sogenannte Festtagsseite ist inden Kirchenraum gerichtet. Zentral dargestellt mit Buch und Schwert ist der Namensgeber der Kirche, Apostel Paulus, der nicht nur Missionar war, sondern auch als Gelehrter und Märtyrer gilt.

Auf acht weiteren Reliefs ist ein Jesus-Maria-Zyklus dargestellt, auf dem es nicht um eine Mutter-Kind-Beziehung geht, sondern um die Beziehung zum Glauben - Jesus als Glaubensgrund und Maria als prototypische Glaubensperson.
Bildrechte: MDR/Rafael Bies

Universitätsgottesdienste als Brücke

Universitätsprediger Prof. Peter Zimmerling vom Institut für Praktische Theologie sehnt den Moment der Eröffnung herbei. Denn seit 1968 war die Universität mit den Gottesdiensten der theologischen Fakultät ständiger Gast in der Nikolaikirche. Für Zimmerling verbindet sich mit der Rückkehr in die Universitätskirche die Herausforderung, "das alte Evangelium auf seine Lebenshaltigkeit für unseren heutigen Alltag" zu prüfen. In diesem Sinne will er - wie einst - nicht nur dem akademischen Publikum geistliche Angebote machen.

Das ist eine Aufgabe des Universitäts-Gottesdienstes: Dass er eine Brückenfunktion einnimmt hin zu agnostischen und skeptischen Zeitgenossen, die denken, religiöse Fragen könnten doch wichtig sein für sie, aber die sich das erst auf Probe anhören wollen.

Prof. Peter Zimmerling, Universitätsprediger

Zuletzt aktualisiert: 06. Dezember 2018, 10:16 Uhr