Spendenaufruf Ostdeutsche Kirchen bitten um Unterstützung für Flutopfer

Die Auswirkungen der Flutkatstrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen, sowie weiteren Teilen Deutschlands haben auch bei den Menschen in Mitteldeutschland für Bestürzung gesorgt. Viele von ihnen erinnert die Situation an die Auswirkungen des Hochwassers aus den Jahren 2002 und 2013. Vielen Menschen ist es nun ein Herzenswunsch, zu helfen. Auch die beiden großen christlichen Kirchen in Mitteldeutschland beteiligen sich.

Im Bild eine Ortschaft an der Straße zwischen Dernau und Walporzheim, die von den Fluten auf einem Abschnitt einfach mitgerissen wurde.
Zerstörte Ortschaft an der Straße zwischen Dernau und Walporzheim Bildrechte: imago images/Future Image

Sachsens evangelischer Landesbischof Tobias Bilz hat zur Unterstützung der Menschen in den überschwemmten Regionen aufgerufen. "Wir haben 2002 und 2013 die unglaubliche Hilfs- und Spendenbereitschaft von Menschen aus ganz Deutschland selbst erfahren dürfen", erklärte Bilz letzte Woche in Dresden. Nun gebe es die Möglichkeit, "diese gute Erfahrung des Getragenseins auch an andere weiterzugeben".

Landesbischof Bilz
Landesbischof Bilz Bildrechte: MDR/K. König

"Deshalb bitte ich alle Christen in Sachsen: Wo auch immer Sie vielleicht private Kontakte haben – nutzen Sie diese und fragen Sie, welche Menschen oder Einrichtungen Hilfe benötigen. Jeder Brief, jede Nachfrage, jede kleine Spende hilft in einer solchen Notlage", so der Landesbischof.

Diakonie Sachsen bittet um Spenden

Die Diakonie Sachsen ruft zu Spenden für die Menschen in den Hochwassergebieten in Deutschland auf. "Wir wissen in Sachsen gut, wie zerstörerisch solche Überschwemmungen sind und wie wichtig Hilfe von außen ist", erklärte Sachsens Diakonie-Chef Dietrich Bauer.

Die Bewohnerinnen und Bewohner in den Flutgebieten benötigten jetzt "allen Beistand und ich bitte dringend darum, sie mit Spenden zu unterstützen", sagte Bauer.

Die Diakonie Sachsen unterstützt den Spendenaufruf "Sachsen hilft". Dafür wurde von der Liga der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrt und vom Freistaat Sachsen ein Spendenkonto für die Betroffenen des Hochwassers eingerichtet.

Bischof Heinrich Timmerevers: "Etwas zurückgeben"

Heinrich Timmerevers, 2016
Bischof Heinrich Timmerevers Bildrechte: imago images / epd

Auch die katholische Kirche ruft zur Solidarität auf. Bischof Heinrich Timmerevers, von der Diözese Dresden-Meißen bittet um Gebet und Spenden für die Betroffenen: "Die Berichte aus den Katastrophenregionen haben in unserer Region und bei mir persönlich große Betroffenheit ausgelöst. Vielen Menschen unseres Bistums gehen besonders angesichts der eigenen Hochwasser-Erfahrungen von 2002 und 2013 diese Bilder durch Mark und Bein."

Der Bischof erinnerte daran, dass im Bistum Dresden-Meißen vielen Menschen Unterstützung zu Teil wurde. "Nach den verheerenden Hochwassern haben wir hier in Sachsen und Ostthüringen viel unkomplizierte Hilfe und großzügige Spenden erfahren. Viele Menschen möchten auch aus dieser Erfahrung etwas zurückgeben und für die vom Hochwasser Betroffenen spenden."

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Quelle: epd, www.bistum-dresden-meissen.de