Ökumenischer Gottesdienst zum Tag der Deutschen Einheit Bischof Feige: "Populistischen Kräften widerständig begegnen"

Sachsen-Anhalt war in diesem Jahr Gastgeber zum Tag der Deutschen Einheit. Den Auftakt bildete ein ökumenischer Gottesdienst aus der Pauluskirche in Halle. In seiner Predigt mahnte der katholische Magdeburger Bischof Gerhard Feige zur "Widerständigkeit gegen populistische Kräfte". Er fürchte keine "Überfremdung", sondern die "Entmenschlichung von innen".

Festlicher Auftakt zum Tag der Deutschen Einheit war ein ökumenischer Gottesdienst aus der Pauluskirche, gestaltet von den leitenden Geistlichen der christlichen Kirchen in Sachsen-Anhalt, aber auch von einem Rabbiner und von einem Vertreter des Dachverbandes islamischer Gemeinden.

Gegen "Entmenschlichung", für solidarisches Miteinander

In seiner Predigt mahnte der katholische Magdeburger Bischof Gerhard Feige, populistischen Kräften müsse man kritisch und widerständig begegnen. Komplizierte Probleme ließen sich nicht mit "hohlen Phrasen oder markigen Parolen" lösen. Der Geistliche sprach auch von Abgründen, die er nicht mehr für möglich gehalten hätte. Er fürchte weniger eine "Überfremdung von außen" als eine "Entmenschlichung von innen". Eine "Kultur der Wachsamkeit" gelinge nicht nur durch Gesetze und Vorschriften. Es brauche positive Grundüberzeugungen und ein solidarisches Miteinander.

Steinmeier und Merkel unter den Gästen

An dem Gottesdienst nahmen auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzlerin Angela Merkel teil, außerdem zahlreicheweitere Vertreter aus Politik und Gesellschaft sowie Bürgerdelegationen aus anderen Bundesländern.

Für die musikalische Gestaltung war Kirchenmusikdirektor Andreas Mücksch mit dem Ensemble der Paulusgemeinde Halle verantwortlich.