MDR KULTUR für arte Ein Jahr nach dem Anschlag: Jüdisches Leben in Halle

Der Anschlag zu Jom Kippur 2019 hat die Stadt Halle und das Land erschüttert. Wie hat sich das jüdische Leben seither verändert? Und wie gehen Künstler und Kreative damit um? Nach Amsterdam, Berlin, Wien und Mannheim steht im arte-Magazin TWIST ein Blick nach Halle an der Saale an.

Bianca Hauda vor der Syngoge in Halle
Bianca Hauda vor der Syngoge in Halle Bildrechte: MDR/Hoferichter&Jacobs/Jörg Junge

TWIST zeichnet ein Stimmungsbild des jüdischen Lebens in Europa, taucht ein in den Alltag einer erschütterten Stadt, in der sich antisemitische und rassistische Tendenzen zeigen und die zugleich weltoffene und tolerante Kulturmetropole ist: Heimat der renommierten Kunsthochschule Burg Giebichenstein, der weltweit ältesten Wissenschaftsakademie Leopoldina, der Franckeschen Stiftungen zu Halle und nicht zuletzt Geburtsort von Georg Friedrich Händel.

Stimmungsbild einer Stadt

Mit den Autoren Max Czollek und Levi Israel Ufferfilge spricht Moderatorin Bianca Hauda über die Zuschreibungen für Juden in Deutschland und warum diese in der Gesellschaft bis heute Bestand haben. Bianca Hauda trifft außerdem Ezra Waxmann und Valentin Lutset, die den Anschlag am 9. Oktober 2019 erlebt haben. Lutset arbeitet momentan gemeinsam mit dem Berliner Künstler Benyamin Reich an einem Fotoprojekt zum Thema. Sie haben Mitglieder der jüdischen Gemeinde fotografiert, die am Tag des Anschlags in der Synagoge waren.

So entsteht das Porträt einer widersprüchlichen Stadt mit ihrer kulturellen Vielfalt, wie der kürzlich eröffneten Ausstellung über den genialen französischen Künstler und Modefotografen Guy Bourdin oder die Karl Lagerfeld-Retrospektive im Kunstmuseum Moritzburg.

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Dieses Thema im Programm: MDR+ | 04. Oktober 2020 | 16:30 Uhr