Ökumenischer Kirchentag AfD kritisiert Nichteinladung

Auf dem 3. Ökumenischen Kirchentag im Mai 2021 in Frankfurt soll es keine aktive Mitwirkungsmöglichkeiten oder Einladungen für Mitglieder der AfD geben. Auf die Entscheidung des Präsidiums folgte harsche Kritik der AfD.

Ein Parteimitglied trägt ein Polohemd mit der Aufschrift "Bundesvereinigung Christen in der Alternative für Deutschland" auf dem Parteitag.
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Die AfD kritisiert, dass die Veranstalter des Ökumenischen Kirchentags 2021 in Frankfurt keine Mitglieder ihrer Partie auf die Podien einladen wollen. Die Kirchentage seien "zu rot-grünen Politiker- und Funktionärstreffen verkommen", sagte der Vorsitzende der "Christen in der AfD", Joachim Kuhs, am Donnerstag in Berlin.

Der dritte Ökumenische Kirchentag findet vom 12. bis 16. Mai 2021 in Frankfurt am Main statt. Veranstalter sind der Deutsche Evangelische Kirchentag (DEKT)  und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK). Erwartet werden mehr als 100.000 Teilnehmer.

Am Mittwoch hatten die Veranstalter erklärt, keine AfD-Politiker für die Podien zuzulassen. Man werde grundsätzlich keine Personen als Mitwirkende einladen, die für rassistische oder antisemitische Überzeugungen einträten oder sich für fremdenfeindliche und antidemokratische Positionen stark machten, so die Veranstalter des Kirchentags.

Bei den Kirchentreffen der vergangenen Jahre hatte der Umgang mit der im Bundestag vertretenen Partei immer wieder für Wirbel gesorgt. Beim Katholikentag 2016 in Leipzig und beim Evangelischen Kirchentag 2019 in Dortmund waren AfD-Politiker nicht eingeladen. Beim Katholikentag 2018 in Münster gab es ein Podium mit einem AfD-Vertreter – beides war heftig umstritten.

Quelle: KNA