Nah dran - Das Magazin | 27.08.2020 | jetzt in der Mediathek Der Mensch und die Natur

Die Beziehung zur Natur scheint dem Menschen in Zeiten von Hochtechnologie und Ökonomisierung des Lebens zunehmend abhanden zu kommen. Achtlos wird Raubbau ihrer Ressourcen betrieben. Andererseits wächst die Sehnsucht nach unberührter Natur und einem Leben im Einklang mit ihr. Wie geht das zusammen?

Ein Falkener sitzt in einem Garten mit einem Raubvogel auf seinem arm 29 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Der Mensch hat die Natur in Besitz genommen und nach seinem Sinne geformt. Er hat einiges von ihr zerstört und manches geschützt. Ist Mensch und Natur eine Partnerschaft auf Augenhöhe oder mangelt es dem Menschen im Umgang mit ihr an Respekt und Sorgfalt? Nah dran besucht Menschen, die sich auf die Natur einlassen, sie schützen und bewahren wollen. Wir sind aber auch nah dran an Orten, wo erlebbar wird, wie die Natur dem Menschen Grenzen aufzeigt.

Tourismus vs. Natur?

Drohnenaufnahme eines kleinen Freizeitparks.
Attraktionen auf dem Inselsberg Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Der Mensch liebt die Natur, wenn sie ihm das gibt, was er möchte: Ruhe, frische Luft, Bewegungsmöglichkeiten. Nicht nur in Zeiten von Corona zeigt sich, dass die Natur nur begrenzte Menschenmassen ertragen kann. Nah dran hat sich auf dem Thüringer Inselsberg umgesehen und wollte herausfinden, ob Naturschutz, Heimatliebe und Broterwerb miteinander funktionieren können.

Naturfotograf in der Lausitz

Ein Mann fotografiert über ein Waldstück hinweg.
Sorgsamer Umgang mit der Natur: der Fotograf Karsten Nitzsch Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Geld verdienen mit der Natur, sie aber dabei schützen - das ist ein Balanceakt, den Karsten Nitzsch in der Oberlausitz versucht. Er führt Menschen durch die Natur, die auf der Suche nach besonderen Erlebnissen sind, nach Fotos von seltenen Tieren. Doch er setzt auch Grenzen: Nicht um jeden Preis unterstützt er die Neugier der Touristen. Abstand, Ruhe, Gelassenheit sind sein Motto. Wir fragen: Geht dieses Konzept auf?

Natur setzt Grenzen

Rettungsschwimmer bei Übung im Wasser.
Die Rettungsschwimmerin im Einsatz Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die Möglichkeiten in freier Natur Sport zu treiben, sind vielfältig. Einige Menschen überschätzen dabei ihre Fähigkeiten: erschöpfte Wanderer, hilflose Schwimmer, abgestürzte Kletterer – der Übergang vom Genuss zur Erschöpfung ist fließend und bringt oft auch ernsthafte Verletzungen mit sich. Und immer wieder wird deutlich, dass die sich Menschen über - und die Naturgewalten unterschätzen. Nah dran begleitete eine Rettungsschwimmerin und die Bergwacht Bielatal in der Sächsischen Schweiz.

Seelsorge mit Greifvögeln

Der Falkner Leonhard Kindermann sitzt mit einem Falken auf dem Arm im Grünen.
Der Falkner Leonhard Kindermann Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Leonhard Kindermann ist von Beruf Religionspädagoge und Seelsorger. Seine Leidenschaft: die Falknerei. Er hat erfahren, dass die Raubvögel und die Menschen viel gemeinsam haben: Dabei geht es um die Intuition, die Gesetze der Natur zu respektieren und ihnen zu folgen. Nah dran hat den Falkner einen Tag lang begleitet und sich in den Bann der erhabenen Vögel ziehen lassen.

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Nah dran | 27. August 2020 | 22:40 Uhr

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