Reformation von A bis Z A – Ablass

Druck zeigt Menschen im 16. Jahrhundert bei Ablasshandel
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Die Vergebung der Sünden ist ein zentrales Thema für gläubige Christen. Wallfahrt oder Beichte sind ein Weg. Im Mittelalter jedoch betrieb die katholische Kirche den Handel mit Ablassbriefen. Die Menschen sollten die Gnade Gottes so käuflich wiedererlangen können. Gegen diese Art der Buße, die vor allem dem Klerus diente, wandte sich Martin Luther in seinen 95 Thesen. Er lehnte den Handel ab. Was als Erneuerungsbewegung gedacht war, führte schließlich zur Kirchenspaltung.

Bildnis von Kardinal Albrecht von Brandenburg auf einem Gemälde.
Kardinal Albrecht von Brandenburg auf einem Gemälde der Cranachschule Bildrechte: IMAGO / epd

Letzter Auslöser war die Machtgier des Albrecht von Brandenburg (1490-1545). Mit Magdeburg und Halberstadt hatte er schon zwei Bistümer, letzteres als "Administrator". Und er wollte noch ein drittes: Mainz, das größte Bistum des deutschen Reiches, das sich bis nach Erfurt hinzog und dem Kardinal die Kurfürstenwürde einbringen sollte. Um es sich zu erkaufen, begann der Handel mit dem Petersablass, "vermarktet" vom Dominikanermönch Johannes Tetzel.