Evangelischer Pfingstgottesdient aus dem Diakonissen-Mutterhaus Elbingerode

Elbingerode liegt in Sachsen-Anhalt in unmittelbarer Nähe des Brockens. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstand hier im Harz das ungewöhnliche Zuhause für die Neuvandsburger Schwesternschaft. Das Mutterhaus wurde vom Bauhausschüler Godehard Schwethelm (1932 -1934) erbaut. Es ist so ungewöhnlich, dass es im Bauhausjubiläum Bestandteil der "Grand Tour der Moderne" wurde. Die Kirche des Diakonissen-Mutterhauses überrascht. Unter dem Gebetssaal gibt es ein Schwimmbad. Aber das ist nur eine der architektonischen Besonderheiten dieses ungewöhnlichen Gebäudes.

"Ich bin nicht Bauhaus, ich bin Schwethelm", hat der Architekt des Diakonissenmutterhauses in Elbingerode gesagt. Was so selbstsicher klingt, spiegelt aber nur wieder, was das Bauhaus sein wollte: Nicht nur ein Baustil in der Architektur, sondern Ausdruck eines freiheitlichen Geistes auf vielen Gebieten. Godehard Schwethelm hat mit den Schwestern des Hauses zusammengewohnt, um nach ihren Bedürfnissen den Neubau des Mutterhauses zu gestalten.

Als gläubiger Katholik hat er die Formensprache des Bauhauses genutzt und dem Haus einen spezifisch christlichen Ausdruck verliehen. Der Gottesdienst zum Pfingstfest ließ Besucher erfahren, welche Füllung die Bauhausarchitektur aus der Kraft des Heiligen Geistes durch die diakonische Arbeit in der dort ansässigen Suchtklinik gefunden hat.

Der Pfingstgottesdienst wurde live aus dem Gebetssaal des Diakonissen-Mutterhauses übertragen. Die Oberin des Diakonissen-Mutterhauses, Diakonisse Kerstin Malycha, und Pastor Reinhard Holmer, Direktor des Diakonissen-Mutterhauses, gestalteten den Gottesdienst. Es predigten  Pfarrer. i.R. Johannes Berthold und Pastor Reinhard Holmer.