Rückblick: Altjahresabend im Dom zu Meißen

31.12.2018 | Ökumenische Vesper am Altjahresabend im Dom zu Meißen

Der Dom zu Meißen ist mit seinen markanten und unverwechselbaren Türmen ein wichtiger Bestandteil der Stadtsilhouette. Von hier wurde am Alljahresabend die Ökumenische Vesper live übertragen. In Ökumenischer Verbundenheit feierten Christinnen und Christen gemeinsam mit Gebet und Musik den Gottesdienst am Altjahresabend auf dem Burgberg.

Ökumenische Vesper zum Jahresabschluss aus dem Dom zu Meißen 59 min
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In Ökumenischer Verbundenheit feiern Christen gemeinsam mit Gebet und Musik den Gottesdienst. Zum Altjahresabend findet die Vesper im Dom zu Meißen statt.

Kirchliche Sendungen im Ersten Mo 31.12.2018 16:00Uhr 58:32 min

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Blick auf den Burgberg von Meißen mit der Meißner Burg und dem Dom zu Meißen, im Vordergrund die Elbe.
Bildrechte: MDR/Lars Müller

Hoch über den Ufern der Elbe erhebt sich, majestätisch auf einem Felsen thronend, ein beeindruckendes Ensemble: die Albrechtsburg und der Dom zu Meißen. Weithin sichtbar künden die Turmspitzen von einem prachtvollen Bauwerk und wechselvoller Geschichte. Hochstift und Domkapitel zu Meißen wurden mit dem Bistum Meißen im Jahr 968 gegründet. Das war vor 1050 Jahren. Bischof Benno gründete hier einst das Bistum. Nach Einführung der Reformation wurde das Domkapitel evangelisch-lutherisch. Heute gehört der Dom-Stift zur Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens.

Ansichten Der Dom zu Meißen

Sie kennen den Meißner Dom noch nicht? Hier finden sie einige Innen-und Außenansichten des eindrucksvollen Bauwerks.

Dom und Albrechtsburg.
Die Stadt und die Gegend um Meißen gelten als die Wiege Sachsens. Von hier aus sollten die  östlichen Gebiete christianisiert worden sein. Um das Jahr 900 wurde auf dem Felsvorsprung über der Elbe zunächst eine Burg, dann eine Kapelle gebaut. Später erweiterte man die Anlage. Heute stehen auf den Grundmauern der Albrechtsburg und der Kapelle ein Schloss und der Dom. Bildrechte: Saskia Barthel/MDR
Dom und Albrechtsburg.
Die Stadt und die Gegend um Meißen gelten als die Wiege Sachsens. Von hier aus sollten die  östlichen Gebiete christianisiert worden sein. Um das Jahr 900 wurde auf dem Felsvorsprung über der Elbe zunächst eine Burg, dann eine Kapelle gebaut. Später erweiterte man die Anlage. Heute stehen auf den Grundmauern der Albrechtsburg und der Kapelle ein Schloss und der Dom. Bildrechte: Saskia Barthel/MDR
Eingang Westportal Meißen Innenansicht
Die Kirche wurde 968 zur Kathedrale erhoben. Deshalb feierte das Hochstift Meißen in diesem Jahr sein 1050 Jubiläum. (hier: das Westportal des Meißner Doms)
Bildrechte: Saskia Barthel/MDR
Engelbogen Fürstenkapelle mit Grab.
Ein Bischof, der hier in Meißen wirkte und Gründer des Bistums war, ist der Heilige Benno. Viele katholische Kirchen und Einrichtungen im Freistaat tragen deshalb seinen Namen. ( hier: Engelbogen und Fürstenkapelle mit Grab) Bildrechte: Saskia Barthel/MDR
Blick in Fürstenkapelle.
Das Grab des Heiligen Bischof Beno war ursprünglich im Meißner Dom. Während der Reformationszeit sollen seine Gebeine jedoch nach München gebracht worden sein. (hier: Blick in die Fürstenkapelle) Bildrechte: Saskia Barthel/MDR
Blick durch Lettner in den hohen Chor.
In der Werkstatt des Lukas Cranach d. Ä. wurde der "Christus bzw. Kreuz Altar" gefertigt. Gezeigt wird die Kreuzigung Jesu. Darunter zwei Szenen aus dem Alten Testament: die Opferung Isaaks und die Errettung des Volkes Israel während der Wüstenwanderung. Die Bilder auf den Seitenflügeln erzählen die Geschichte der Auffindung des Kreuzes Jesu. Bildrechte: Saskia Barthel/MDR
Altar und Lettner.
Im unteren Teil des Altars - Predella genannt - ist ein Priester mit einer Hostie zu sehen und die Seelen der Verstorbenen im Fegefeuer, die durch das Messopfer hoffen, erlöst zu werden. Überraschend, dass diese Darstellung in einem evangelischen Dom erhalten ist. (hier: Altar mit Lettner) Bildrechte: Saskia Barthel/MDR
Stifterfiguren Otto der Grosse und Adelheid.
An den Seitenwänden im Hohen Chor hinter dem Lettner,  thronen vier große Skulpturen, die dem "Naumburger Meister" - dem Schöpfer der Figuren im Naumburger Dom- zugeschreiben werden. Das sind die Stifter des Bistums Meißen, Kaiser Otto der Erste und Kaiserin Adelheid. Bildrechte: Saskia Barthel/MDR
Chor Evangelist Johannes und Bischof Donatus.
An der Südwand die Namensgeber des Domes, Johannes der Evangelist und Bischof Donatus. Johannes zeigt auf das aufgeschlagene Evangelium: "Im Anfang war das Wort…" ist da zu lesen. Donatus blickt dagegen in Richtung des Chorgestühls der Domherren – in Richtung der Gemeinde. Mit ernsten Blick und erhobenen Hand mahnt er bis heute ganz im Sinne der Worte des Hebräerbriefes: "Wenn der Herr will, werden wir leben und dies oder das tun." Bildrechte: Saskia Barthel/MDR
Säulen im Dom Meißen.
Der Dom war für die Menschen immer ein Ort der Verkündigung des Evangeliums, des Gebets und der Einkehr. Bis zur Reformation katholisch, danach bis  heute evangelisch-lutherisch.
Heute hat der Dom keine eigene Gemeinde mehr. Menschen aus nah und fern versammeln sich hier um miteinander zu singen, zu beten und auf Gottes Wort zu hören. An diesem Altjahresabend wird der Dom zum Andachtsraum.
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21.11.2018 | Gottesdienst zum Buß-und Bettag

Pfarrer während des Gottesdienst. 58 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die thüringische Leuchtenburg thront eindrucksvoll über dem Saaletal. Bis zu Beginn des 13. Jahrhunderts reicht ihre Geschichte zurück. In den Anfängen war sie Verwaltungssitz der Wettiner. In Kriegszeiten ein Zufluchtsort. Im 18. Jahrhundert diente sie als Gefängnis und Verwahrungsort für verarmte und geisteskranke Menschen, aber auch als Zuchthaus. Heute beherbergt die renovierte Leuchtenburg die interaktive Ausstellung "Porzellanwelten". Schließlich liegt die Porzellanstadt Kahla ganz in der Nähe.

Erinnerung an die Zerbrechlichkeit

Und nicht nur das: Die alte Burgkapelle wurde vom Libeskind-Schüler David J. Brown zur ersten Porzellankirche gestaltet. Die wechselvolle Geschichte des Ortes spiegelt sich in der Gestaltung der Kapelle. 30 Porzellanlamellen reichen darin vom Boden bis zur Decke. Darauf projiziert sind 5.200 Sterne, die zusammen ein Bild der Leuchtenburg ergeben, aber auch an die rund 5.200 Häftlinge erinnern, die von 1746 bis zur Auflösung des Zuchthauses im Jahr 1871 auf der Leuchtenburg gefangen gehalten wurden. Der Kirchenraum wird so außerdem in ein Haupt- sowie Seitenschiffe gegliedert. In die Decke ist ein beleuchtetes Kreuz eingelassen. Die schlicht gehaltenen Sitzbänke und der Altar sind aus Holz gemacht.

So erinnert die Porzellankapelle an die Zerbrechlichkeit des menschlichen Lebens und gibt dem Gottesdienst zum Buß-und Bettag einen außergewöhnlichen Rahmen.

16.09.2018 | Wallfahrtsgottesdienst vom Erfurter Domplatz

Ein außergewöhnlicher Gottesdienst erwartete die Katholiken am Sonntag in Erfurt: Die traditionelle Bistumswallfahrt zum Erfurter Dom bildet den Auftakt für die Spendenaktion des Internationalen Katholischen Hilfswerkes "Missio". Der Fokus richtet sich diesmal auf Äthiopien. Das Land am Horn von Afrika gelte mit seinen 100 Millionen Einwohnern als das bevölkerungsreichste des Kontinentes gleich nach Nigeria, trotz Modernisierung und wachsender Wirtschaft zähle Äthiopien aber auch zu den ärmsten Staaten der Erde, hieß es dazu aus dem Bistum. Dennoch habe Äthiopien Hunderttausende Flüchtlinge aufgenommen.

Unter dem Motto "Den Menschen Heimat geben" wurden deshalb Spenden gesammelt, um die Flüchtlingsarbeit vor Ort zu unterstützen, erklärte das Bischöfliche Ordinariat weiter. Ein Teil der Einnahmen fließe außerdem an die Behindertenberatung der hiesigen Caritas.

Der Wallfahrtstag begann mit der Feier der Heiligen Messe auf den Domstufen und dem Domplatz. Bischof Ulrich Neymeyr hielt die Predigt. Außerdem nahmen 15 Bischöfe, Priester, Ordensangehörige und Laienchristen aus Äthiopien teil. In dem Land, das als Wiege der Menschheit gilt, gibt es eine lange christliche Tradition, aber nur sehr wenige Katholiken, die laut Bistum aber großes gesellschaftliches Engagement zeigen.

Der MDR übertrug die Messe im Fernsehen und im Livestream

Nach der Wallfahrtsmesse wurde auf Domberg, Domplatz und in der näheren Umgebung gefeiert. Zum Programm gehörten ein Spendenlauf sowie eine "Schuhputzaktion" mit Bischof Ulrich Neymeyr und Caritasdirektor Wolfgang Langer. Für Musik sorget u.a. die Banda Internationale. Im Missio-Zelt auf dem Domplatz wurde eine original äthiopische Kaffeezeremonie geboten. Beim Missio-Truck nebenan wurde über Fluchtursachen und die Situation von Flüchtlingen informiert.

Stichwort: Missio

26.08.2018 | 875 Jahre Chemnitz: Ökumenischer Festgottesdienst zum Stadtjubiläum

Die gefüllte St. Petrikirche, 2011
Blick in die Petri-Kirche Bildrechte: dpa

1143 bekam Chemnitz das Marktprivileg. Auch wenn schon vorher Menschen hier siedelten, gilt dieses Jahr als Gründungsjahr der drittgrößten sächsischen Stadt.

Den Ursprung bildete vermutlich eine Klosteranlage auf dem Schlossberg und Kirchtürme gehören bis heute zur Silhouette der Stadt.

Selbstverständlich gestalten die Chemnitzer Christen auch das Stadtjubiläum mit, blicken zurück auf die spannungsreiche Geschichte und fragen nach dem Lebensgefühl in Chemnitz heute. Ein Höhepunkt ist der ökumenische Gottesdienst aus St. Petri, an dem der evangelische Landesbischof Dr. Carsten Rentzing und der katholische Bischof Heinrich Timmerevers mitwirken. Musikalisch sorgen mehrere Chemnitzer Kirchen- und Posaunenchören für einen stimmungsvollen und festlichen Klang.

12.08.2018 | Evangelischer Gottesdienst aus dem Dom zu Halberstadt

Evangelischer Gottesdienst aus dem Dom zu Halberstadt 59 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Gottesdienst So 12.08.2018 10:00Uhr 58:37 min

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

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Der Dom zu Halberstadt St. Stephanus und St. Sixtus wird zwischen 1236 und 1486 nach dem Vorbild französischer Kathedralen errichtet und ersetzt schrittweise einen vorromanischen Vorgängerbau. Erst 255 Jahre nach Baubeginn, nämlich 1491, kann der gesamte Dom geweiht werden. Hundert Jahre später hält die evangelische Lehre Einzug ins Domkapitel, das dann gemischt-konfessionell geführt wird. Das Domkapitel wird im Zuge der Napoleonischen Kriege 1810 aufgelöst, und seitdem ist der Dom eine evangelische Pfarrkirche.

Der Taufstein, der Lettner mit dem Triumphkreuz, kostbares Textil mit biblischen Szenen aus dem Domschatz – das sind die wichtigsten Elemente aus romanischer Zeit, die heute noch im - gotischen - Dom zu sehen sind. Der Domschatz selbst mit seinen über 1.000 Objekten gilt als einer der umfangreichsten mittelalterlichen Kirchenschätze der Welt. Seit nun zehn Jahren ist er in Teilen in einer Dauerausstellung in der Schatzkammer und in der Domklausur zu bestaunen. Sowohl Domschatz als auch Dom sind angebunden an die Straße der Romanik. Die Straße der Romanik feiert in diesem Jahr 25. Geburtstag. Sie verbindet auf über 1.000 Kilometern romanische Bauten und Schätze auf einer Touristikroute.

Eine Frau 3 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Wie Glaube von Generation zu Generation weitergetragen wird und Tradition und Erneuerung im kirchlichen Leben in ein gutes Verhältnis zu bringen sind, davon wird im Gottesdienst zu hören und zu sehen sein. Er wird mit Menschen gefeiert, die in diesem Jahr ihr Konfirmationsjubiläum begehen. 

Eindrücke aus dem Dom zu Halberstadt

Der Dom St. Stephanus und St. Sixtus in Halberstadt wurde nach dem Vorbild französischer Kathedralen errichtet. Langgestreckt und dreischiffig erhebt sich der gotische Bau über einem kreuzförmigen Grundriss.

Dom zu Halberstadt
Der Dom St. Stephanus und St. Sixtus in Halberstadt wurde von 1236 bis 1486 erbaut. Bildrechte: IMAGO
Dom zu Halberstadt
Der Dom St. Stephanus und St. Sixtus in Halberstadt wurde von 1236 bis 1486 erbaut. Bildrechte: IMAGO
Dom zu Halberstadt
Die Apsis von außen. Bildrechte: MDR/Saskia Barthel
Ein steinerner Seiteneingang des Doms in Halberstadt.
Eine prachtvolle Seitenpforte des Doms. Bildrechte: MDR/Florian Leue
Innenaufnahme des Halberstädter Doms in Richtung Altar.
Der Dom fasziniert mit seinem langgestreckten dreischiffigen Innenraum. Bildrechte: imago/Köhn
Dom zu Halberstadt
Das Kreuzgewölbe des Mittelschiffes befindet sich in 27 Metern Höhe. Bildrechte: MDR/Saskia Barthel
Dom zu Halberstadt
Blick in ein Seitenschiff, das 14 Meter hoch ist. Bildrechte: MDR/Saskia Barthel
Gotischer Lettner mit Triumphkreuzgruppe des Halberstädter Doms St. Stephanus und St. Situs
Der gotische Lettner trennt den Chor vom übrigen Langhauses. Unmittelbar über dem Lettner befindet sich die Triumphkreuzgruppe, die die Kreuzigungsszene auf Golgatha darstellt. Bildrechte: IMAGO
Dom zu Halberstadt
Die Triumphkreuzgruppe entstand zwischen 1215 und 1220 und giltals bedeutsamstes Ausstellungsstück. Mittig befindet sich ein Kreuz mit Jesus, direkt neben ihm stehen Mutter Maria und der Evangelist Johannes und neben ihnen je ein Engel. Bildrechte: MDR/Saskia Barthel
Dom zu Halberstadt
Der romanische Taufstein aus dem Jahr 1195 wird von Löwen getragen. Bildrechte: MDR/Saskia Barthel
Dom zu Halberstadt
Gotische Spitzbogenfenster befinden sich nicht nur im Chor, sondern auch im Seitenschiff. Bildrechte: MDR/Saskia Barthel
Dom zu Halberstadt
Der Kreuzgang. Bildrechte: MDR/Saskia Barthel
Der Domschatz in einem Teil des Kreuzganges mit Altären im Dom Halberstadt.
In einem Teil des Kreuzganges ist der kostbare Domschatz mit über 650 Objekten untergebracht. Bildrechte: imago/Steffen Schellhorn
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02.06.2018 | Gottesdienst der Siebenten-Tags-Adventisten aus Friedensau

Theologische Hochschule Friedensau
Theologische Hochschule Friedensau Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Von den 500 Einwohnern in Friedensau sind 200 Studenten, die aus 30 Nationen stammen. Weltoffen und international geht es deshalb auch im Gottesdienst zu, den die Hochschulgemeinde zusammen mit der Gemeinde vor Ort gestaltet hat. Weniger eine feste Liturgie prägt den Charakter adventistischer Gottesdienste als vielmehr kommunikative Elemente wie Gespräch und Anbetung. Die Übertragung aus der Kapelle der Theologischen Hochschule Friedensau lädt ein, die Besonderheit dieser Freikirche mitzuerleben.

Die Siebenten-Tags-Adventisten gründeten sich Mitte des 19. Jahrhunderts in den USA. Heute zählt die Gemeinschaft etwa 18 Millionen Gläubige weltweit. Sie stehen den anderen christlichen Kirchen nahe, feiern aber am Samstag und nicht am Sonntag Gottesdienst. 

Zuletzt aktualisiert: 09. April 2013, 09:29 Uhr