Interreligiöser Kalender Religiöse Feiertage im März 2018

Die Juden feiern Purim. Beim Holi-Fest fallen Farbpuder und Ständeschranken. Die Iren erinnern ausgelassen an St. Patrick. In der Karwoche gedenken die Christen der Leidensgeschichte Jesu.

1. März: Purim-Fest 

(jüdisch)

Das jüdische Purim ist ein ausgelassenes Fest, das daran erinnert, wie Königin Esther das jüdische Volk einst vor dem Tod gerettet hat. Sie lebte damals in der persischen Diaspora und deckte eine Intrige eines Ministers des persischen Königs auf.

Die Rettung der Juden in Persien wird mit bunten Umzügen gefeiert. Kinder ziehen in Kostümen durch die Straßen. In Purimspielen werden biblische Geschichten dargestellt. Die Menschen treffen sich zu Festmahlen, beschenken sich und spenden für die Armen. An Purim ist es erlaubt, sich zu betrinken, denn im Buch Esther ist das Erinnerungsmahl als Trinkgelage bezeichnet. Kulinarische Spezialitäten sind die "Hamantaschen" und "Kreppchen". Sie symbolisieren die Ohren des Bösewichts Haman, der als Minister den Perserkönig überreden wollte, die Juden zu ermorden.

1. und 2. März: Holi

(hinduistisch)

Hinduistisches Frühlingsfest in Indien
Hinduistisches Frühlingsfest in Indien Bildrechte: dpa

Holi ist ein fröhliches und ausgelassenes Frühlingsfest. Es zählt zu den ältesten hinduistischen Festen und kann zwischen zwei und fünf Tagen dauern.

Am ersten Tag wird eine Strohpuppe des Dämon Holika verbrannt. Denn die Gläubigen denken, dass zu Holi der gottgeweihte Prahlad durch den Gott Vishnu vor der Dämonin Holika gerettet wurde.

Am zweiten Tag besprenkeln oder bewerfen sich die Gläubigen mit gefärbtem Wasser oder Farb Puder. So werden zu Holi sämtliche Schranken zwischen Kasten, den gesellschaftlichen Unterschieden, Geschlechtern und dem Alter aufgehoben.

Gedanken zum Holi-Fest mit Felix Seibert-Daiker! Sendedatum am 01.03., 17:55 Uhr

2. März: Weltgebetstag der Frauen

(ökumenisch)

Seit über 100 Jahren versammeln sich Frauen am ersten Freitag im März zum gemeinsamen Gottesdienst. Getragen wird diese ökumenische Bewegung von Frauen aus aller Welt und aus verschiedenen christlichen Kirchen. Auch wenn inzwischen die Gottesdienste für alle Gemeindeglieder offen sind, liegt die Vorbereitung und Gestaltung ausschließlich in weiblicher Hand. Die Lieder und Texte für diesen Gottesdienst werden jedes Jahr in einem anderen Land ausgewählt bzw. verfasst, 2018 in Suriname in Südamerika. Dabei bringen die beteiligten Frauen ihre Ängste und Sorgen, Wünsche und Hoffnungen ebenso zum Ausdruck, wie ihre kulturelle und christliche Identität.

 2. März: Beginn der Fastenzeit

(Bahá’í)

Die Fastenzeit dauert 19 Tage. Während dieser Zeit verzichten Bahá’í  von Sonnenaufgang  bis Sonnenuntergang auf Speisen und Getränke. Alte, Kranke, Schwangere und Kinder sind vom Fasten befreit.

11. März: Woche der Brüderlichkeit

(christlich-jüdisch),

Buber-Rosenzweig-Medaille.
Die Buber-Rosenzweig-Medaille wird in der Woche der Brüderlichkeit verliehen. Bildrechte: dpa

Jedes Jahr Anfang März lädt die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit zur "Woche der Brüderlichkeit". Anliegen dieser Festwoche ist ein gutes Miteinander von Christen und Juden in Deutschland und Europa und die Aufarbeitung des Holocausts. Die "Woche der Brüderlichkeit" bietet zahlreiche Veranstaltungen, die sich dem jeweiligen Jahresthema widmen. 2018 lautet es: "Angst überwinden – Brücken bauen". Es spiegelt sich in Gottesdiensten, Vorträgen und Seminaren ebenso wie Konzerten, Filmvorführungen, Ausstellungen und Exkursionen wider.

Zur Eröffnung in Recklinghausen wird auch die Buber-Rosenzweig-Medaille für Verdienste im christlich-jüdischen Dialog verliehen. Diesmal geht sie an Peter Maffay für sein Engagement im Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus.

17. März: St. Patrick

(christlich)

Der sogenannte St. Patrick's Day ist in der religiösen Geschichte Irlands verwurzelt: Patrick soll als Jugendlicher in seiner englischen Heimat als Sklave gefangen genommen und nach Irland verkauft worden sein. Er flüchtete aus der Gefangenschaft, kam jedoch später als erster christlicher Missionar auf die Insel zurück. Um dem irischen König die göttliche Dreifaltigkeit zu erklären, pflückte Patrick ein dreiblättriges Kleeblatt. Beeindruckt von diesem Vergleich erlaubte ihm der König, das Wort Gottes in Irland zu verbreiten.

Am 17. März 461 starb der Heilige Patrick in Irland. Ihm zu Ehren feiern die Iren Straßenfeste. Alle tragen Grün und malen sich ein Kleeblatt auf die Wange oder in den Schaum eines Biers. Für ein erfolgreiches Jahr lässt man ein Kleeblatt im Whiskey-Glas schwimmen.

Nacht vom 18. auf den 19. März: Beginn der drei gesegneten Monate (Radschab, Schaban und Ramadan)

(islamisch)

Gemeint sind damit der siebte, achte und neunte Monat des Mondkalenders. Den drei gesegneten Monaten wird im Islam eine besondere Bedeutung beigemessen. Neben der Pflicht, im Ramadan zu fasten, empfahl der Prophet den Muslimen auch in den beiden vorhergehenden Monaten enthaltsam zu leben.

Vom Morgengrauen bis zum Sonnenuntergang darf im Ramadan nichts gegessen und getrunken werden. In der Hitze der südlichen Länder bedeutet das einen erheblichen Verzicht. Nur Alte, Kranke, Schwangere und Kinder sind vom Fasten befreit. Am Abend hat das Fasten jeweils ein Ende und meist wird dann eine warme Mahlzeit gegessen.

21. März: Naw Ruz  - Neujahrsfest

(Bahá'í)

Zu Naw Ruz feiern die Bahá'í die Tag-und-Nachtgleiche und damit den Beginn eines neuen Jahres. Gleichzeitig begehen sie das Ende einer 19-tägigen Fastenzeit, mit der sie sich auf den Jahreswechsel vorbereitet haben. Deshalb wird Naw Ruz meist mit einem üppigen und ausgelassenen Mahl gefeiert. Der Bahá'í-Kalender ist ein Sonnenkalender mit 19 Monaten zu je 19 Tagen. Mit der Erklärung des Báb im Jahr 1844 beginnt das Jahr 1 der Bahá'í. 2018 beginnt nach der Zeitrechnung der Bahá’i das Jahr 175.

21. März: Newroz – Neujahrsfest

(alevitisch)

Newroz ist der Name eines altiranischen Neujahrs- und Frühlingsfestes, das jährlich zwischen dem 20. und dem 21. März in Gedenken an die Geburt des Heiligen Ali - geboren am 21. März 598 nach Christus in Mekka - gefeiert wird. Ali war ein Vetter und enger Vertrauter des Propheten Mohammed und wird von den Aleviten als einer der ersten islamischen Gelehrten und Verkünder verehrt.

Fester Bestandteil von Newroz ist der Verzehr der Haft Sin - sieben Speisen, deren Namen mit dem Anfangsbuchstaben des persischen "S" beginnen. Dazu wird Haft Mewa, ein aus sieben Früchten bestehendes Getränk, gereicht. Am Vorabend des letzten Mittwochs vor Newroz werden traditionell Feuer entzündet, an denen gemeinsam musiziert und getanzt wird. Seit Mai 2010 gehört Newroz zum immateriellen UNESCO-Weltkulturerbe.

22. März: Nacht der Rega’ib oder Lailat al-Raghaib

(islamisch)

In der Nacht vom ersten Donnerstag auf den Freitag im Monat Radschab ist die sogenannte Rega’ib-Nacht. Das Wort kommt aus dem Arabischen und bedeutet "wertvolles Geschenk" oder "Herzenswunsch". In diesen Nächten bitten Muslime um den Segen Gottes, seine Hilfe und geistige Erneuerung, mit der Gott die Menschen beschenken soll.

25. März: Rama Navami

(hinduistisch) Bild: Rama Navami Prozession

Mit dem Fest Rama Navami feiern Hindus die Geburt von Rama, einer Inkarnation des Gottes Vishnu. Der Überlieferung zufolge hat er einen zehnköpfigen Dämon besiegt und damit die Stadt Ayodhya gerettet. Zu Ramas Geburtstag werden seine Heldentaten gelesen und im Kreise der Familie besondere Speisen gekocht. In Südindien reicht man dazu Rannagam, ein süß-saures Getränk.

Rama Navami Prozession
Rama Navami Prozession Bildrechte: IMAGO

25. März: Verkündigung des Herrn/Mariä Verkündigung

(römisch-katholisch) / (griechisch-orthodox)

Der Tag der Ankündigung der Geburt des Herrn wird in vielen christlichen Konfessionen gefeiert. Er erinnert an die Verheißung der Geburt Christi durch den Engelsboten Gabriel an Maria. Die römisch-katholische Kirche begeht den 25. März seit 1969 als Hochfest. Fallen der 25. März und einer der Osterfeiertage zusammen, so wie in diesem Jahr, wird das Fest der Verkündigung des Herrn allerdings verschoben und zwar auf den zweiten Montag nach Ostern. In den orthodoxen Kirchen wird Mariä Verkündigung immer am 25. März und im Falle der Fälle mit einem anderen Feiertag zusammen begangen.

Die Christen nennen die Woche vor Ostern auch "Karwoche". Das Wort ist abgeleitet vom althochdeutschen Wort "kara" = Trauer, Klage. Die Karwoche beginnt am Palmsonntag und endet am Kar-Samstag. Die Christen denken in dieser Zeit an Leiden, Sterben und die Auferstehung Jesu. Die Osterzeit dauert fünfzig Tage bis zum Pfingstfest.

25. März bis 31. März: Karwoche

25. März: Palmsonntag/Einzug Jesu in Jerusalem

(evangelisch, römisch-katholisch, altorientalisch)

Eröffnet wird die Karwoche mit dem Palmsonntag, der auch Palmtag genannt wird. Der Name erinnert an den Brauch, an diesem Tag Palmzweige zum Gottesdienst mitzunehmen. Dort wird die Leidensgeschichte Jesu vorgelesen. In der Liturgie (römisch-katholische sowie orthodoxe Kirche) steht die Segnung der Zweige im Mittelpunkt. Der Palmsonntag erinnert auch an die Geschichte in den Evangelien, die den Einzug Jesu in Jerusalem schildert: Die Menschen jubelten Jesus zu und streuten ihm grüne Zweige auf den Weg in die Stadt.

Zum Teil haben sich Vorstellungen und Bräuche bis heute erhalten. Der gesegnete Palm soll Haus, Wohnung und Stall gegen alles Böse schützen. In Bayern steckt man die Palmzweige (Palmbuschen) hinters Kreuz. In vielen Gegenden erfolgt das Binden der Buschen nach alt überlieferten Gesetzen. Eine der größten Palmsonntagsprozessionen in Deutschland ist die Heiligenstädter Leidens- und Szenenprozession. Seit dem späten 16. Jahrhundert zieht sie Jahr für Jahr mehrere tausend Gläubige und auch immer mehr Zuschauer an. Selbst zu DDR-Zeiten waren Teilnehmerzahlen von bis zu 4.000 Gläubigen nicht ungewöhnlich.

Das Besondere an dieser wahrscheinlich auf Jesuiten zurückgehenden Heiligenstädter Palmsonntagsprozession sind die überlebensgroßen Figuren, die dabei durch die Straßen der Stadt getragen werden - Figuren mit ausdrucksstarken Gesichtern und Gewändern aus Stoff, die Jesus in den verschiedenen Phasen seines Leidens und Sterbens darstellen sollen. Bis auf einer Ausnahme stammen alle diese Figuren aus den mittelalterlichen Anfängen der Prozession. Seit dem Frühjahr 2017 ist die Palmsonntagsprozession in der Liste des immateriellen Kulturerbes der UNESCO.

29. März: Gründonnerstag – das letzte gemeinsame Mahl

(evangelisch, römisch-katholisch, altorientalisch)

Der Gründonnerstag erinnert an das Passahmahl (später Abendmahl), das Jesus als Abschieds- und Hoffnungsmahl am Abend vor seiner Gefangennahme am Karfreitag mit seinen engsten Vertrauten, den Jüngern, gefeiert hat (Markusevangelium 14, 22 - 25). Jesus forderte seine Jünger an diesem Abend auf, fortan gemeinsam das Abendmahl zu feiern - die Gabe von Wein und Brot (symbolisch als Oblate gereicht) erinnert daran.

Der Name "Grün"-Donnerstag leitet sich wahrscheinlich von "gronan" = weinen ("greinen") ab. Damit waren die Tränen der Büßer gemeint, die zu Beginn der Fastenzeit aus der kirchlichen Gemeinschaft ausgeschlossen und nach entsprechenden Bußhandlungen wieder aufgenommen wurden.

In einer anderen Deutung weist das "Grün" auf das Erwachen der Natur im Frühling und das Grünwerden der Pflanzen.

Da Jesus vor dem Abendmahl seinen zwölf Jüngern die Füße wusch, ist es in vielen katholischen Kirchen üblich, dass der Priester zwölf Gemeindemitgliedern die Füße wäscht.

30. März: Karfreitag – die Kreuzigung von Jesus

(evangelisch, römisch-katholisch, altorientalisch)

Der Karfreitag ist der Überlieferung nach der Todestag Jesu. Er ist seit dem vierten Jahrhundert als Gedächtnistag an die Kreuzigung Jesu bezeugt. Für die evangelischen Christen ist der Karfreitag der höchste Feiertag im Jahr und wird häufig kirchenmusikalisch besonders ausgestaltet. Messen dürfen am Karfreitag und Karsamstag nicht gefeiert werden. An diesem Tag fanden der Prozess, die Hinrichtung und die Beerdigung von Jesus in Jerusalem statt. Pilatus, römischer Statthalter, sprach Jesus wahrscheinlich des Landfriedensbruchs für schuldig und verurteilte ihn zur Kreuzigung.

Jesus Christus am Kreuz
Bildrechte: dpa

In der Bibel finden sich in den vier Evangelien die Abläufe und Ereignisse der Geschehnisse in den Passionsgeschichten wieder. Der so genannte "Kreuzweg" schildert die Stationen:

1. Jesus wird zum Tode verurteilt
2. Jesus nimmt das Kreuz auf seine Schultern
3. Jesus fällt zum ersten Mal unter dem Kreuz
4. Jesus begegnet seiner Mutter
5. Simon von Cyrene hilft Jesus das Kreuz tragen
6. Veronika reicht Jesus das Schweißtuch
7. Jesus fällt zum zweiten Mal unter dem Kreuz
8. Jesus begegnet den weinenden Frauen
9. Jesus fällt zum dritten Mal unter dem Kreuz
10. Jesus wird seiner Kleider beraubt
11. Jesus wird ans Kreuz genagelt
12. Jesus stirbt am Kreuz
13. Jesus wird vom Kreuz abgenommen und in den Schoß seiner Mutter gelegt
14. Der heilige Leichnam Jesu wird in das Grab gelegt.

30. März Sederabend läutet das Pessach-Fest ein

(jüdisch)

Am Abend vor Pessach feiern viele jüdische Familien gemeinsam den Sederabend. Dann lesen die Familien gemeinsam die Geschichte vom Auszug des Volkes Israel aus Ägypten, singen und beten.

Die Geschichte vom Auszug des Volkes Israel aus Ägypten ist aufgeschrieben in einem speziellen Buch, der Haggada. Es gibt den Ablauf des gesamten Abends vor. Im Verlauf der Zeremonie gibt es besondere Speisen von der Sederplatte. Bei diesem Sedermahl hat jede Speise eine besondere Bedeutung und erinnert an ein Ereignis während der Sklaverei in Ägypten. Seder heißt Ordnung, weil sich der Ablauf der Feier  nach dieser Anleitung aus der Haggada richtet. Am Sederabend sollte jedes Familienmitglied eine eigene Haggada vor sich liegen haben.

Bei der Sederfeier beziehen viele jüdische Familien ihre Kinder in alle Dinge mit ein. Sie sollen viele Fragen stellen, damit sie mit der Geschichte ihres Volkes vertraut werden.

31. März Ostersamstag – Alltag nach der Kreuzigung

(christlich)

Der Karsamstag oder auch Ostersamstag bzw. Ostersonnabend ist der erste Tag nach dem Tod von Jesus - es ist auch der jüdische Ruhetag, der Sabbat. Er setzt schon mit Einbruch der Nacht am Freitag ein und dauert bis zum Einbruch der Dunkelheit am Samstag. An diesem Tag darf nicht gearbeitet werden. Jesus Leichnam wurde der Überlieferung nach deshalb noch am Freitagabend beerdigt.

Symbolisch steht der Karsamstag für einen Tag, an dem das Leben trotz hoffnungsloser Lage für die Christen und Jünger Jesus weitergeht.

Erst in der Nacht zum ersten Ostertag oder sogar in der Frühe des Ostermorgens, also nach dem Sabbat, kommen die Christen zur Feier der Auferstehung zusammen, verbunden mit der Weihung des Osterwassers, des Osterfeuers und der Osterkerze.

31. März: Hanuman Jayanti – Geburtstag Hanumans

(hinduistisch)

Mit Hanuman Jayanti feiern Gläubige in ganz Indien die Geburt des Gottes Hanuman. Hanuman zählt zu den populärsten Göttern im Hinduismus und gilt als treuer Helfer des Gottes Rama. Der Überlieferung zufolge besitzt er magische Kräfte: Er ist schnell wie der Wind, so kraftvoll, dass er Berge und Wolken auseinanderreißen kann und in der Lage, zu fliegen und seine Gestalt zu verändern. In Darstellungen trägt Hanuman meist die Gestalt eines Affen, weshalb Affen in indischen Tempeln oft Narrenfreiheit haben. Besonders die im Himalaya lebenden Hanuman-Languren werden als Inkarnation Hanumans angesehen und das ganze Jahr über verehrt.

Den Geburtstag des Gottes begehen viele Gläubige mit einem heiligen Bad. Anschließen besuchen sie einen Tempel. Sie bestreichen sein Bildnis mit roter Farbe und schmücken es mit Blüten. Dabei singen sie seine Hymne, die so genannte Hanuman Chalisa, und lesen sich Geschichten aus dem Leben Hanumans vor.

31. März - 8. April: Pessach

(jüdisch)

Das jüdische Pessachfest, auch Fest der ungesäuerten Brote genannt, erinnert an den Auszug der Israeliten aus Ägypten und wird acht Tage lang gefeiert. Während dieser Zeit ist es verboten, gesäuerte, das heißt gegorene, Getreideprodukte zu essen. Diese Tradition geht darauf zurück, dass die Israeliten vor ihrem Auszug aus Ägypten keine Zeit mehr hatten, einen Hefe- oder Sauerteig anzusetzen. Um die Wohnung von allem Gesäuerten zu befreien, findet vor Pessach ein gründlicher Hausputz statt.

Anschließend wird das Pessachmahl bereitet – ein Festmahl, zu dem besondere Speisen gehören, darunter drei ungesäuerte Brote, verschiedene Erdfrüchte, ein Gefäß mit Salzwasser, ein Mus aus geriebenen Äpfeln, Mandeln, Zimt und Wein, ein Knochen mit gebratenem Fleisch und ein gekochtes Ei. Auch ein symbolischer Nachtisch gehört zum Pessachmahl: Ein Stück ungesäuertes Brot, welches von den Kindern versteckt und vom Hausherrn mit einem kleinen Geschenk wieder ausgelöst wird.

Zuletzt aktualisiert: 22. Februar 2018, 14:45 Uhr