Axel Schulz trifft mit seiner Rechten George Foreman am Kopf,  1995
Bildrechte: imago/Mausolf

Axel Schulz kommt ins Riverboat Mit einer Legende in den Ring

Axel Schulz war ein Ausnahme-Boxer. Die ganz großen seiner Kämpfe gingen allerdings alle verloren. Wir werfen in drei Teilen einen nostalgischen Blick auf die wichtigsten Fights des Brandenburgers.

Axel Schulz trifft mit seiner Rechten George Foreman am Kopf,  1995
Bildrechte: imago/Mausolf

Teil 1: Schulz versus Foreman

Es sollte der ganz große Erfolg auf der ganz großen Bühne werden: Am 22. April 1995 kämpfte der 26-jährige Boxer Axel Schulz aus dem Landkreis Oder/Spree in der "Stadt der Sünde" Las Vegas gegen den früheren Muhammad Ali-Gegner George Foreman um die WM-Krone im Schwergewicht des Boxverbands IBF. Obwohl die Box-Legende Foreman zum Zeitpunkt des Kampfes bereits stolze 46 Jahre alt war, ging er als Favorit in den Kampf mit dem international unbekannten Boxer aus Deutschland. Dass die Wahl auf Axel Schulz als Gegner fiel, war ebenso überraschend wie der Erfolg Foremans bei dessen Comeback ein halbes Jahr zuvor gegen Michael Moorer, das ihm den Weltmeistergürtel brachte.

"Schmelings Enkel"

Der einzige deutsche Box-Weltmeister aller Klassen Max Schmling hatte noch ein paar Tipps für Box-Profi Axel Schulz vor dessen Weltmeisterschafskampf im Schwergewicht gegen Titelverteidiger George Foreman
Der einzige deutsche Box-Weltmeister aller Klassen Max Schmeling hatte noch ein paar Tipps für Box-Profi Axel Schulz vor dessen Weltmeisterschafskampf im Schwergewicht gegen Titelverteidiger George Foreman. Bildrechte: dpa

Die amerikanischen Medien machten Schulz aus PR-Zwecken kurzerhand zum indirekten Nachfahren Max Schmelings. Und er lieferte dem Box-Star aus den USA einen großen Kampf. Der Fight ging über die volle Zeit - und das war Foremans Glück. In der letzten Runde schaffte es Schulz, den Koloss "Big" George Foreman mit einer Kombination aus Schlägen um ein Haar auf die Matte zu schicken. Es half ihm wenig: Unter den entsetzten Blicken und Buhrufen des Publikums wurde George Foreman von den Punktrichtern zum Sieger erklärt. Axel Schulz brachte seine Meinung zum Kampf später auf den Punkt und zeigte sich als guter Verlierer:

Natürlich war Georges Punktsieg ein Witz. Aber, wenn man mit so einer Legende im Ring steht, muss man seinen Gegner für einen Sieg eben umhauen. Das ist mir nicht gelungen - Punkt.

Axel Schulz

Fortsetzung folgt(e)...

Axel Schulz ist nach seinem verlorenen WM-Kampf gegen George Foreman enttäuscht
Axel Schulz ist nach seinem verlorenen WM-Kampf gegen George Foreman enttäuscht. Bildrechte: dpa

Dem Publikum gefiel der deutsche Shootingstar und der Boxverband IBF machte sich umgehend daran, einen Rückkampf zu organisieren - einzig: Der Titelverteidiger wollte nicht mehr. Den Titel des Weltmeisters musste Foreman daraufhin abgeben. Für Schulz sollte es zu einer zweiten Chance kommen, mit einem anderen Gegner...

Hier geht es zu Teil 2 und 3 der wichtigsten Axel Schulz-Kämpfe

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Riverboat | 30. November 2018 | 22:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 30. November 2018, 18:13 Uhr