Thomas de Maiziere
Bildrechte: imago/Arvid Müller

Thomas de Maizière - angekommen in Dresden

Das Rückwärtseinparken klappt inzwischen schon wieder ganz gut. Seine Alltagstauglichkeit, wie er selbst sagt, sei wiederhergestellt. Seit gut einem Jahr ist Thomas de Maizière nun ein "normaler" Bundestagsabgeordneter. Davor war der Wahldresdner 28 Jahre lang in Regierungsverantwortung gewesen. Diese Zeit, hat er verarbeitet, herausgekommen ist sein Buch "Regieren. Innenansichten der Politik."

Thomas de Maiziere
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Aus der Spitzenpolitik in den "Alltag"

Zum neuen Alltag gehört es, keinen Dienstwagen mehr zu haben. Im Hause de Maizière gibt es daher ein "Mobilitätskonzept". Das beinhaltet die Straßenbahn, den Roller und Carsharing. Sollte doch das Auto bewegt werden, musste wieder Rückwärtseinparken aufgefrischt werden. Nicht die einzige Veränderung. Auch das Handy liegt nun nicht mehr 24/7 bereit. Das Büro ist deutlich kleiner geworden. Besonders ist auch, dass Thomas de Maizière kein Personenschutz mehr hat, obwohl er noch Anspruch darauf hätte.

Zeit für Privatleben und für die Wahlheimat Dresden

Früher war der ganze Tag komplett durchgetaktet, da blieb keine Freizeit. Zwölf Jahre Wochenend-Ehe zwischen Dresden und Berlin. Nun ist er wieder angekommen, in Dresden, im Kreise der Familie. Bestimmt auch eine Umstellung für seine Frau Martina. Doch das viele Reisen kennt Thomas de Maizière seit kleinster Kindheit. Vater Ulrich war Berufsoffizier und später auch, von 1966-1972, als Generalinspekteur der Bundeswehr ständig unterwegs. Bonn, Hannover, Koblenz und Hamburg stehen als Wohnorte in der Vita. Erst 1998 zog de Maizière nach Dresden. Als Staatsminister und Chef der Sächsischen Staatskanzlei machte der Bonner unter dem damaligen Ministerpräsidenten Kurt Biedenkopf den nächsten Schritt. Die Positionen und Funktionen sollten wechseln, doch seine Wahlheimat hatte Thomas de Maizière gefunden.

"Ich lebe zwar erst seit 1998 in Dresden, aber die Stadt ist sogar meine einzige Heimat geworden. Ich bin in Bonn geboren, aber mein Vater war Offizier, wir sind sehr oft umgezogen. So lange wie in Dresden habe ich mich nirgends aufgehalten, und ich bleibe hier."

Wie wird regiert? - Aufklärung über sein neues Buch

''Regieren'' – Thomas de Maizière gibt Einblicke in seinem neuen Buch.
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Jeder weiß, was die Arbeit eines Lehrers oder eines Arztes ist – was genau aber macht ein Minister? Wie regiert man in einer Demokratie? Thomas de Maizière hat 28 Jahre lang in unterschiedlichsten Positionen Verantwortung übernommen. In seinem neuen Buch bietet dem Leser Innenansichten der Macht und erklärt anhand zahlreicher Beispiele aus seiner Amtszeit, wie wir regiert werden. 2010 durften wir Thomas mit seinem Cousin Lothar de Maizière, dem letzten Ministerpräsidenten der DDR, im Riverboat begrüßen. Nun freuen wir uns auf ein Neues - Herzlich Willkommen Thomas de Maizière!

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Riverboat | 05. April 2019 | 22:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 04. April 2019, 08:50 Uhr