René Wadas Pflanzenarzt: Fast immer fehlt Dünger

Ein kränkelnder Baum, Blattläuse in den Rosen und Raupen im Obst – Probleme, die jeder Gärtner kennt. Wie gut wäre es, wenn sich ein Experte das Problem aus nächster Nähe anschauen könnte. In Norddeutschland gibt es für diese Fälle den Pflanzenarzt. René Wadas, gelernter Gärtnermeister, hat sich auf Hausbesuche bei Kunden spezialisiert.

René Wadas
Pflanzenarzt René Wadas Bildrechte: Andreas Brunke

Mit seiner mobilen Pflanzenapotheke fährt er von Garten zu Garten, von Balkon zu Balkon und schaut, wie er den "Patienten" helfen kann. Wadas ist ein Spezialist für Insekten und andere Kleinstlebewesen. Oftmals erkennt er gleich auf den ersten Blick, welche Blattlaus oder welche Pilzerkrankung eine Pflanze befallen hat. Wobei es nicht möglich ist, jeden von Tausenden Schädlingen zu kennen, wie er sagt. So ist jeder Tag anders: Wenn der Pflanzenarzt zu einem Einsatz gerufen wird, weiß er vorher nie, was ihn erwartet.

Wadas lebt mit seiner Familie in Börßum bei Braunschweig. In seinem eigenen Garten hat er eine Art Pflanzenkrankenhaus eingerichtet. Dort pflegt er die kränkelnden Pflanzen seiner Kunden ein, peppelt sie auf. Oft fehle es schlicht an Nährstoffen. Wenn eine Pflanze beispielsweise nur blassgrün ist und nicht richtig wächst, misst der Profi den Nährstoffgehalt im Boden. Wenn die ebenswichtigen Mineralien fehlen schreibt er Dünger aufs Rezept. Laut Wadas ist fehlendes Düngen fast immer die Ursache für einen schwächelnden Rasen.

Sie können noch so oft in die Knie gehen und mit der Nagelschere die Ränder beschneiden, der Rasen wird nicht schön, wenn Sie zu geizig sind ein bisschen Rasendünger zu kaufen.

René Wadas "Hausbesuch vom Pflanzenarzt – Tipps und Tricks für Garten und Balkon"

Erstaunlich häufig kommt beim Pflanzenarzt die Gartenschere zum Einsatz. Meist helfe großzügiges Verschneiden: Von Blütenfäule oder Birnengitterrost – beides Pilzerkrankungen – befallene Pflanzenteile müssen sofort entfernt werden, damit sich die Pilzsporen nicht verbreiten oder auf andere Pflanzen übertragen.

Ebenso sollte man von Ungeziefer befallene Triebe, wie zum Beispiel bei der Blattrollwespe, rasch verschneiden. Pflanzen im Herbst und Winter zu verschneiden mache nach Meinung des Pflanzenarztes im Übrigen nach wenig Sinn, denn im Sommer, wenn Pflanzen im Saft stehen, können sie Wunden viel besser schließen.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Riverboat | 13. Juli 2018 | 22:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 12. Juli 2018, 10:10 Uhr