Pur
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Deutschlands älteste Schülerband Pur wollen positive Energie spenden

Pur sind eine Wohlfühlband. Frontmann Hartmut Engler sagt, man wolle niemandem wehtun - auch beim 16. Studioalbum geht es ihnen vor allem darum, positive Energie unter die Leute zu bringen.

Pur
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Die Geschichte zum 16. Studioalbum von Pur ist schnell erzählt: Die Idee zum Titel "Zwischen den Welten" kam Sänger Hartmut Engler im heimischen Wohnzimmer kurz vor einem Konzert in der Arena auf Schalke. Wohnzimmer und Stadion, Privatheit und größtmögliche Öffentlichkeit - es geht um Kontraste wie diesen, die das Album aufmachen will.

Nie die Bodenhaftung verloren

Pur, wie auch Harmtut Engler, sind wahnsinnig bodenständig: Immerhin kennen sich die Bandmitglieder von Kindesbeinen an. Ihr Erfolg und das Rampenlicht sind keine Selbstverständlichkeiten für die Band, die sich - ganz im Gegenteil also - daran selbst immer wieder abarbeitet.

Hartmut Engler
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Im Interview mit der Deutschen Presseagentur hat Hartmut Engler jüngst beschrieben, wie er erst nach Jahrzehnten auf der Bühne gelernt hat, mit seinem Lampenfieber umzugehen: Es sind der Buddhismus und Meditation, die ihm geholfen haben und gegenwärtig dabei helfen, die Aufregung vor Konzerten in positive Energie zu verwandeln. "Im Buddhismus geht es auch darum, die Gedanken zur Ruhe zu bringen, sich im Hier und Jetzt auf Achtsamkeit zu konzentrieren", erklärte Engler.

"Unzerstörbare Freundschaft"

Nicht zuletzt deswegen ist Freundschaft unter den Bandmitgliedern ist dabei so stark wie eh und je - die lange Dauer ihrer Gemeinschaft belegt es eindrucksvoll. "Wenn bei einem die Krise ausbricht, sind die anderen da", beschreibt Engler und fügt an: "Wir haben untereinander eine Freundschaft, die unzerstörbar ist."

Auf eine der härtesten Proben wird diese Freundschaft gerade von der Krankheit gestellt, unter der Keyboarder Ingo Reidl leidet. Reidl kämpft gegenwärtig gegen den Krebs und kann derzeit nicht mit touren.

Hass und Wut rauben Energie

Und so ist es umso mehr Anspruch der Band, die Menschen mit einem positiven Gefühl nach Konzerten nach Hause zu schicken, und sie nicht aufzuwühlen: "Jeder, der aus einem Pur-Konzert herauskommt, fühlt sich zwei Wochen lang positiv energetisch aufgeladen", sagt Engler. Tabu-Themen gebe es für die Band allerdings keine - es geht der Band also um eine Atmosphäre zum Wohlfühlen, ohne aber die Welt vor der Tür auszublenden.

Buddhistisch betrachtet, nimmt einem Hass und Wut unheimlich viel Energie weg. Natürlich ist in meinem Leben nicht alles toll verlaufen. Ich bin aber nicht von Hass und Wut geleitet. Wenn ich auf der Bühne stehe, möchte ich nicht, dass sich die Leute beim Pogo-Tanzen die Ellbogen in die Rippen hauen.

Hartmut Engler

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Riverboat | 09. November 2018 | 22:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 08. November 2018, 14:58 Uhr