"Die Toten Hosen"-Frontmann Campino im Riverboat

1982 wurden "Die Toten Hosen" von Campino und Co. in Düsseldorf gegründet. Inzwischen haben sie nicht nur Fans in ganz Deutschland. Sie waren Vorband von "U2", den "Rolling Stones", haben mit "Green Day" und "Therapy?" gespielt. Ihre musikalischen Wurzeln haben die Hosen im Punkrock - und bis heute sind sie nicht immer ganz angepasst.

Die Toten Hosen 2019
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Campino über das Akustikprojekt, Gesangsunterricht und seinen Hörsturz

Für das neue Akustikprojekt der Toten Hosen, „Alles ohne Strom“ hat Sänger Campino Gesangsunterricht genommen. Im vergangenen Sommer hatte er einen Hörsturz, mitten in der Tour fiel eine Gehörseite des Sängers komplett aus. Der Schock kam im vergangenen Jahr im Sommer, als mitten in der Tour eine Gehörseite des Sängers komplett ausfiel. Dass die Hosen nun zu akustischen Instrumenten greifen, sei aber in keinem Fall als Vorsichtsmaßnahme zu verstehen.

Das hatte letztlich gar nichts mit dem Hörsturz zu tun, bei dem man sowieso schwer sagen kann, woher der eigentlich rührt. Oft ist es ein Gemisch aus Stress und Lärm und allgemeiner Belastung. Da ist die Lautstärke nicht der einzige Faktor. Ich hoffe ich habe das verarbeitet.

Campino MDR Jump

Besondere Konzerte - "Die Toten Hosen" auf Tour

"Die Toten Hosen" kommen 2020 mit der Akustik-Tour nach Mitteldeutschland. Diesmal werden keine Arenen gefüllt, sondern einige der wohl schönsten Konzert-Locations in Mitteldeutschland: Das Elbufer in Dresden und der Domplatz in Erfurt verwandeln sich im Sommer 2020 zum Veranstaltungsort ganz besonderer Konzerte. "Die Toten Hosen" spielen auf ihrer 'Alles ohne Strom'-Tour alles akustisch. Auf ihrer Facebook-Seite schreibt die Band:

Als wir 2005 „Nur zu Besuch – Unplugged im Wiener Burgtheater“ spielten und live aufnahmen, hatten wir eine tolle Zeit, die wir bis heute nicht vergessen haben. Schade war nur, dass wir mit dem Programm danach nie auf Tour gegangen sind.

Das wird sich im kommenden Jahr ändern.

"Die Toten Hosen"-Doku

Aus 100 Stunden Material wurde ein intimes Portrait der Hosen entworfen. Die Düsseldorfer Band ganz nah, auf der Bühne, aber auch ganz persönlich zwischen den Shows. Ein Bericht über Höhen und Tiefen, wie der Tourabschluss in der Heimat oder Campinos Hörsturz.

107 Minuten lang sind die Kinozuschauer mit der erfolgreichsten deutschen Rockband auf Fahrt quer durch Deutschland und erleben die Konzerte in Dresden, Düsseldorf und Buenos Aires. Dafür war Regisseurin Cordula Kablitz-Post über zwei Jahre mit den Toten Hosen zusammen, im Bus, Backstage und eben auch bei vielen Konzerten.

Die Band in ihrem 37. Jahr

Dabei wird auch sichtbar, dass das Alter nicht ohne Spuren an Campino, Andi, Breiti, Kuddel und Vom vorbeigegangen ist. So erzählt Frontmann Campino bei einem Spaziergang, dass er sich heute gewagte Klettereien auf der Bühne spare. Und die Band fragt sich, wie lange sie den Rock-Zirkus noch durchhält. Der Film zeigt auch, dass die Band auch nach 37 Jahren eine Einheit ist – mit Campino als Chef. Sie seien als Freunde gestartet und diese Ebene gebe es immer noch, sagt Campino:  

Den typischen Oasis-Twist oder Richards gegen Jagger kann man nicht erwarten. Aber es lebt sich auch ohne diese Streitigkeiten ganz gut.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Riverboat | 29. November 2019 | 22:00 Uhr