Altes Handwerk Andrang beim Deutschen Mühlentag

Wie früher Getreide gemahlen wurden, haben sich Sachsen-Anhalter am Pfingstmontag an zahlreichen Orten im Land erklären lassen. Denn zum Deutschen Mühlentag öffneten viele historische Mühlen ihre Türen. Die bundesweite Auftaktveranstaltung fand an der Wassermühle Otto in Abbenrode im Nordharz statt.

Sonnuntergang bei der Turmwindmühle bei Endorf im Harz zwischen den Flüssen Eine und Selke
Wunderschöne Mühlen sind in Sachsen-Anhalt zu finden, wie diese Turmwindmühle bei Endorf im Harz. Bildrechte: Heike Gröbel

In ganz Sachsen-Anhalt waren am Pfingstmontag Dutzende historische Wind- und Wassermühlen für Besucher geöffnet. Allein bei der Wassermühle in Abbenrode im Harz und dem dazugehörigen Museum seien es bis Montagnachmittag 2.000 bis 3.000 Interessierte gewesen, sagte der Vorsitzende des Arbeitskreises Mühlen Sachsen-Anhalt, Ludgar Eckers. Auch in anderen Mühlen im Land habe reges Treiben geherrscht.

In Abberode wurde der offizielle bundesweite Auftakt zum 26. Deutschen Mühlentag gefeiert. Der letzte Müller arbeitete dort bis 1947.

Auch andere Wassermühlen hatten für Besucher geöffnet. So zeigten die Mühle an der Selke im Falkensteiner Ortsteil Meisdorf – ebenfalls im Landkreis Harz – und die Niedermühle in Coswig im Landkreis Wittenberg, wie die historischen Bauwerke von innen aussehen. Es wurden Führungen angeboten, auf denen die Funktion der Schälmaschine, der Schrotgang und der Walzenstuhl erklärt wurden.

Veranstaltungen an der Windmühle Jerichow und in Pömmelte

Die Bockwindmühle in Anderbeck in der Huygemeinde bei Halberstadt.
Die Bockwindmühle in Anderbeck in der Huygemeinde bei Halberstadt. Bildrechte: Siegfried Behrens

Nach Angaben des Mühlen-Verbands beteiligten sich auch viele Windmühlen am Mühlentag. Unter anderem die Windmühle Jerichow, in der nach eigenen Angaben bis 1990 gelegentlich noch Mehl gemahlen wurde und die Windmühle in Pömmelte im Salzlandkreis mit ihren riesigen Jalousieflügeln. Weitere besondere Bauten sind die Schlossmühle Flechtingen in der Börde und die Düppler Mühle in Magdeburg, von der allerdings nur noch der Stumpf übrig ist.

Der Deutsche Mühlentag wird jährlich am Pfingstmontag gefeiert. Ziel ist es, ein breites Interesse an der rund 2.000-jährigen Geschichte der technischen Denkmäler zu wecken. So soll den Besuchern die Bedeutung des Handwerks der Müller wieder bewusst gemacht werden. Bundesweit waren etwa 1.000 Mühlen geöffnet.

Quelle: MDR,dpa/sp,mp,jr

Dieses Thema im Programm: MDr SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 10. Juni 2019 | 09:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 11. Juni 2019, 05:33 Uhr

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