Schild an Frontscheibe eines Busses, daneben stehen Polizisten.
Mehr als 100 Busse werben für die neue Anti-Raser-Kampagne des Landes. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Verkehrssicherheit "Schnell, schneller … tot" – Land startet Kampagne gegen Raser

In Sachsen-Anhalt gibt es eine neue Kampagne gegen zu schnelles Fahren. "Schnell, schneller...tot. Dagegen haben wir etwas!" lautet das Motto, das künftig auf mehr als 100 Bussen für weniger Tempo wirbt. Rasen ist hierzulande die häufigste Ursache für schwere Unfälle.

Schild an Frontscheibe eines Busses, daneben stehen Polizisten.
Mehr als 100 Busse werben für die neue Anti-Raser-Kampagne des Landes. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

In Sachsen-Anhalt ist am Donnerstag eine neue Kampagne gegen das Rasen im Straßenverkehr gestartet. Unter dem Motto "Schnell, schneller ... tot. Dagegen haben wir etwas!" sollen Plakate und Werbung auf mehr als 100 Bussen auf die Gefahren überhöhter Geschwindigkeit aufmerksam machen.

Motiv soll sensibilisieren

"Mit den zum Teil dramatischen Folgen von Unfällen aufgrund überhöhter Geschwindigkeit werden wir tagtäglich konfrontiert", betonte Innen-Staatssekretärin Tamara Zieschang beim Start der Aktion. Daran soll das neue Kampagnenmotiv im täglichen Straßenverkehr erinnern. Darauf ist ein Auto, ein rasendes Auto – und schließlich ein Leichenwagen zu sehen.

Polizisten halten ein Schild.
Die aktuelle Kampagne gegen Raser wurde am Donnerstag in Vahldorf im Landkreis Börde vorgestellt. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Hintergrund für die neue Kampagne sind die jüngsten Entwicklungen bei Verkehrsunfällen in Sachsen-Anhalt. Während es in den ersten sechs Monaten dieses Jahres zwar seltener krachte als im Vorjahreszeitraum, stieg die Zahl der Verkehrstoten wieder leicht an.

65 Menschen kamen zwischen Januar und Juni 2018 bei Verkehrsunfällen ums Leben. 2017 waren es noch 59 im selben Zeitraum. Laut Ministerium ist Rasen die häufigste Ursache für schwere Unfälle, gefolgt von Vorfahrtsfehlern und falscher Straßennutzung.

Quelle: MDR/dpa, agz

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 20. Dezember 2018 | 13:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 20. Dezember 2018, 15:00 Uhr

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13 Kommentare

22.12.2018 15:47 kein Otto 13

Solange es solche Auswüchse wie den Magdeburger Weihnachtsmarktblitzer gibt, der gerne auch außerhalb der Öffnungszeiten des Weihnachtsmarktes dir Berufspendler abzockt, werden solche Kampagnen von den meisten Autofahrern bestenfalls müde belächelt, führen eher noch zu Wut unter den abgezockten Autofahrern. Die Politik sollte erstmal den Mißbrauch von Geschwindigkeitsbegrenzungen und der Blitzerei durch manche Kommunen unterbinden, anstatt sinnlos Geld für solche Kampagnen zu verbrennen.

22.12.2018 14:08 Wie bestellt -so geliefert 12

Harzer@2 und Dessauer@7 Max@ 8 ob ihre Kommentare auch so ausfallen würden, wenn sie Erfahrungen wie wahrscheinlich Karl gemacht hätten? Ich möchte das bezweifeln, aber vielleicht denkt ihr in Ruhe mal darüber nach, was ihr hier zum Besten gegeben habt. Karl ihnen alles gute, ich kann sie verstehen und es nachvollziehen.

22.12.2018 12:47 susi_s 11

Leider ist der Slogan und Design der Kampagne mal wieder unterirdisch!!!
Aber wie vieles im Land der frühen Schnachnasen, Bauhaus Ölgötzen, Otto´s Pest und Cholera Anbetter...u.s.w.

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