Auswirkungen der Coronakrise Arbeitslosenzahl steigt im Mai weiter an

Die Zahl der Arbeitslosen ist in Sachsen-Anhalt im Mai weiter angestiegen. Diese Entwicklung nennt die Arbeitsagentur "saisonuntypisch". Wegen der Coronakrise habe es mehr Entlassungen gegeben. Gleichzeitig könnten weniger Menschen neu eingestellt werden.

Arge-Logo an der Agentur für Arbeit
Logo an der Agentur für Arbeit. (Symbolbild) Bildrechte: imago/Future Image

Die Arbeitslosenzahlen in Sachsen-Anhalt sind in der Corona-Krise deutlich angestiegen. Das teilte die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit Sachsen-Anhalt-Thüringen mit. Insgesamt seien rund 91.600 Menschen in Sachsen-Anhalt arbeitslos gemeldet. Damit liege die Arbeitslosenquote im Mai bei 8,2 Prozent. Von April auf Mai 2020 sei die Zahl der Arbeitslosen demnach um 3.700 angestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 11.900 Arbeitslose mehr. Im April 2020 hatte die Arbeitslosenquote laut Arbeitsagentur noch bei 7,8 Prozent gelegen.

Auch die Zahl der Menschen in Unterbeschäftigung sei gestiegen: 124.100 Menschen hätten im Mai 2020 beispielsweise an Maßnahmen der Arbeitsagentur teilgenommen oder seien in kurzfristiger Arbeitsunfähigkeit. Kurzarbeit sei von den Zahlen der Unterbeschäftigung ausgenommen.

Diese Regionen sind am stärksten betroffen

Mit Blick auf die Landkreise ist die Arbeitslosenquote in Mansfeld-Südharz am höchsten mit 10,5 Prozent. In den großen Städten Halle und Magdeburg liegt die Quote bei 9,9 beziehungsweise 9,5 Prozent. Die niedrigste Arbeitslosenquote gibt es im Landkreis Börde: 6 Prozent der Einwohner sind arbeitslos gemeldet.

Arbeitsagentur: Keine Entwarnung

Der Anstieg der Arbeitslosenzahlen im Mai nennt die Arbeitsagentur "saisonuntypisch." Im vergangenen Jahr war die Zahl der Arbeitslosen im Mai um 1.200 gesunken. Es habe im Vergleich zum Vorjahr wesentlich mehr Entlassungen gegeben und weniger Leute wurden neu eingestellt.

Markus Behrens, Geschäftsführer der Arbeitsagentur Sachsen-Anhalt/Thüringen
Markus Behrens ist Geschäftsführer der Arbeitsagentur Sachsen-Anhalt/Thüringen. Bildrechte: Arbeitsagentur Sachsen-Anhalt/Thüringen

Der Geschäftsführer der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit, Markus Behrens, sprach von negativen Effekten der Corona-Pandemie: Wegen der Coronakrise sei es derzeit nur begrenzt möglich, Menschen in Arbeit zu bringen. Im Gegensatz zum April sei jedoch die Zahl der Entlassungen zurückgegangen und Arbeitgeber würden wieder neue Stellen melden. Behrens sagte aber auch: "Es ist zu früh, Entwarnung für den Arbeitsmarkt zu geben." Man müsse davon ausgehen, dass sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt in den Sommermonaten nicht verbessert.

Weiter viel Kurzarbeit und mehr Menschen in Hartz IV

Bei den Arbeitsagenturen seien im Mai weniger Anzeigen auf Kurzarbeit eingegangen. Im März und April habe es ein historisches Hoch der Kurzarbeit gegeben. In Sachsen-Anhalt seien 20.800 Anzeigen auf Kurzarbeit eingegangen.

Auch die Zahl der Hartz-IV-Empfänger ist laut Arbeitsagentur von April zu Mai angestiegen. Rund 143.800 Menschen erhalten Grundsicherung.

Quelle: dpa,MDR/jh

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 03. Juni 2020 | 10:00 Uhr

1 Kommentar

faultier vor 26 Wochen

Es war zu erwarten und die Maskenpflicht tut ihr übriges für Einzelhandel ,Gastronomi und Veranstaltungsgewerbe samt Zulieferindustrie erst wenn die Maskenpflicht fällt wird es wieder besser ,im übrigen habe ich schon vor 3 Wochen gesagt ,der Coronavirus ist Ende ,Widerspruch von den Makenfetischisten bekam ich genug ich warte aber immer noch auf die erste Welle in Sachsen -Anhalt.

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