Unfallschwerpunkte An diesen Stellen gibt es die meisten Unfälle auf der A2

Manuel Mohr
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Auf Sachsen-Anhalts wichtigster Ost-West-Verbindung gibt es jedes Jahr mehr als 1.000 Unfälle. Einige Abschnitte der A2 sind dabei besonders gefährlich für Autofahrer. Teil eins unseres Themenschwerpunkts.

Mehrere verunfallte Autos stehen auf einer Autobahn.
Ein Unfall mit mehreren Fahrzeugen auf der A2 bei Theeßen. Bildrechte: MDR/Matthias Strauß

Auf der Autobahn 2 in Sachsen-Anhalt passiert statistisch betrachtet etwa alle sieben Stunden ein Verkehrsunfall. Auf der verkehrsreichsten und wichtigsten Ost-West-Verbindung des Landes sind das auf ein Jahr gerechnet durchschnittlich 1.230 Unfälle. Zwar geht der überwiegende Teil davon glimpflich aus und es bleibt bei Sachschäden, aber bei etwa jedem zehnten Unfall gibt es Verletzte oder Tote.

So starben in den vergangenen zehn Jahren insgesamt 77 Menschen auf der A2 – mehr als auf jeder anderen Autobahn in Sachsen-Anhalt. Das ist das Ergebnis einer umfangreichen Analyse der A2-Unfallstatistik, die MDR SACHSEN-ANHALT beim Innenministerium angefordert und ausgewertet hat. Aus der Unfall-Datenbank geht außerdem hervor, dass einige Autobahn-Abschnitte gefährlicher sind als andere.

Auf bestimmten Abschnitten der A2 häufen sich Unfälle

Dahinter steckt folgende Berechnung: Je Fahrtrichtung gibt es jährlich durchschnittlich 615 Unfälle. Die A2 misst von der Landesgrenze zu Brandenburg im Osten bis zur Landesgrenze zu Niedersachsen im Westen 84,5 Kilometer. Auf einen Kilometer A2 kommen also in einem Jahr statistisch betrachtet 7,3 Unfälle. Und das sowohl in Fahrtrichtung Berlin als auch in Fahrtrichtung Hannover.

Allerdings geht aus den Unfall-Daten hervor, dass in einigen Abschnitten der A2 deutlich mehr Unfälle pro Kilometer passieren als in anderen Abschnitten – die Unfallintensität also höher ist.

Alexandra Kruse ist Pressesprecherin beim ADAC und erklärt, warum es auf der A2 dort so oft kracht:

Autobahn A2, eine große Baustelle 1 min
Bildrechte: MDR/Maximilian Fürstenberg

Do 09.07.2020 17:00Uhr 00:56 min

https://www.mdr.de/sachsen-anhalt/video-426138.html

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Unfallschwerpunkte in Fahrtrichtung Berlin

In Fahrtrichtung Berlin stechen zwei Autobahn-Abschnitte aus der Unfall-Statistik hervor. Beide befinden sich im Raum Magdeburg, in dem alle Abschnitte eine erhöhte Unfall-Intensität aufweisen. Die meisten Unfälle – bezogen auf einen Kilometer Fahrtstrecke – passieren im Bereich zwischen den Anschlussstellen Magdeburg-Zentrum und Magdeburg-Rothensee. Jedes Jahr krachte es dort rund 13 Mal pro Kilometer. Insgesamt waren das 582 Unfälle von 2010 bis 2019.

Zum Vergleich: Zwischen den Anschlussstelle Theeßen und der Landesgrenze zu Brandenburg kam es im gleichen Zeitraum zwar zu etwa gleich vielen Unfällen, allerdings ist dieser Abschnitt mit 12,5 Kilometern fast drei Mal so lang wie der Abschnitt zwischen Magdeburg-Zentrum und Magdeburg-Rothensee (4,4 Kilometer).

Der zweite gefährliche Abschnitt befindet sich westlich der Landeshauptstadt zwischen den Anschlussstellen Irxleben und Kreuz Magdeburg (4,1 Kilometer Länge). Pro Streckenkilometer und Jahr gab es statistisch betrachtet 10,6 Unfälle.

Autobahn A2, eine große Baustelle 1 min
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Do 09.07.2020 17:00Uhr 01:08 min

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Unfallschwerpunkte in Fahrtrichtung Hannover

In Fahrtrichtung Hannover ist ebenfalls der Großraum Magdeburg von einer erhöhten Unfallintensität betroffen. Am höchsten liegt diese mit jährlich über 14 Unfällen pro Streckenkilometer zwischen den Anschlussstellen Kreuz Magdeburg und Irxleben. Dieser Bereich ist damit – betrachtet für beide Fahrtrichtungen – derjenige mit der höchsten Unfalldichte je Kilometer.

Ebenfalls eine deutlich überdurchschnittliche Unfallintensität liegt im direkt angrenzenden A2-Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Magdeburg-Kannenstieg und Kreuz Magdeburg vor. Jedes Jahr kam es dort zu rund zehn Unfällen pro Kilometer.

LKW auf Straße 1 min
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Do 09.07.2020 17:00Uhr 00:47 min

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Unfälle auf Ihrer Strecke

Während also vor allem die A2-Abschnitte rund um Magdeburg von vielen Unfällen pro Kilometern betroffen sind, sieht es vor allem östlich der Landeshauptstadt deutlich besser aus. Zwischen Burg-Ost und der Landesgrenze zu Brandenburg ist die Unfallintensität am geringsten.

In der folgenden Grafik können Sie selbst nachschauen, wie viele Unfälle pro Kilometer es in Ihrer Region oder auf Ihrer Pendler-Strecke gegeben hat:

Quelle: MDR/mm/dg

2 Kommentare

Altmagdeburger vor 4 Wochen

Warum gerade die A2
Rechtefahrspur Backe an Backe LKW man muss sich regelrecht rechts reindrängen um Rechts abbiegen zu können. Linkefahrspur fahren meistens die Raser und Drängler. Und dann gibt es noch die besonderen eilige Autobahnfahrer die von rechts überholen bis nach ganz links und teilweise ohne zu blinken. Auch die Hinweisschilder interessieren einige nicht, ihr Termin ist wichtiger, als die Vernunft. Einige haben bei der Fahrschule nicht richtig aufgepasst, den die meisten Autos haben drei Pedale im Auto und nicht nur eins und am Lenkrad befinden sich nicht nur Scheibenwischerhebel, sondern auch Blinkerhebel die kann man rechtzeitig benutzen, wenn man die Fahrspur wechselt. Bremsabstand einhalten, warum, da passe ich auch noch rein und meine Bremsen funktionieren doch, bei teilweise mit 150 km/h, leider da zu spät und wer dann keine Zeit hatte, der hat dann Zeit, Krankenhaus und noch schlimmer Tot, muß das erst sein ???

ElBuffo vor 4 Wochen

Liebe mdr-Redaktion. Da sind also bestimmte Abschnitte besonders gefährlich für Autofahrer.
Leider geht aus dem Artikel erstmal nicht hervor, weshalb die so gefährlich sein sollen.
Ich kann jetzt nur vermuten, dass auf diesen Abschnitten, der Belag, die Sichtverhältnisse, die Tageszeit oder das Wetter nicht an die gefahrenen Geschwindigkeiten angepasst wurden und sie deswegen so gefährlich sind.
Denn ansonsten würde ich fast annehmen, dass es die Autofahrer sind, die die Gefahr darstellen.

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