Kampagne für das Handwerk Bäckermeister aus Meitzendorf bundesweite Werbefigur

Marcus Ostendorf ist 29 Jahre alt und ein ganz normaler Bäcker aus Meitzendorf – bis jetzt. Seit dieser Woche ist er bundesweit auf Plakaten zu sehen. "Wir wissen, was wir tun", heißt die Kampagne rund um den Bäckermeister aus der Börde. Ziel ist es, die Leute wachzurütteln: Handwerk ist auch ländlich und Handwerk wird nach wie vor überall gebraucht.

Ein Bäcker steht vor seiner Bäckerei neben einem Plakat einer Kampagne.
Eines der Gesichter des Handwerks: Marcus Ostendorf. Bildrechte: Handwerkskammer Magdeburg

In ganz Deutschland ist Marcus Ostendorf auf tausenden Plakaten zu sehen sein. Er ist eines von fünf Gesichtern, die das Handwerk in den nächsten drei Jahren verkörpern sollen – und damit nicht genug: Ein Imagefilm, der unter "Hollywood-Bedingungen" gedreht wurde, wird in den sozialen Medien und im Kino laufen. Dies ist nur eines von vielen Highlights aus Sicht des begeisterten Bäckers: "Es ist eine große Ehre, das Handwerk auf diese Art und Weise bundesweit präsentieren zu dürfen."

"Ich habe es ein bisschen unterschätzt"

Entstanden ist das Ganze durch die Handwerkskammer Magdeburg. Diese hat den Bäcker aus Meitzendorf für die Kampagne vorgeschlagen. Nach einem internen Prozess stand die Entscheidung fest: Der sympathische Bäckermeister aus Meizendorf soll bundesweit Aufmerksamkeit für das Handwerk schaffen.

Nur wenige junge Leute kennen die Möglichkeiten, die das Handwerk bietet. Deswegen haben wir jetzt unseren Kampagnenbotschafter, der auch mal sagt, da kann ich auch mal hingehen, da finde ich Erfüllung, Zufriedenheit und Glück!

Burghard Grupe, von der Handwerkskammer Magdeburg

Marcus Ostendorf freut sich sehr über diese neue Chance: "Ich habe aufgehört die Autogrammanfragen mitzuzählen – es ist der Wahnsinn!" Direkt am ersten Tag bekommt Marcus Ostendorf von Kollegen aus der gesamten Republik Bilder von sich auf Plakten zugesendet: "Ich habe es ein bisschen unterschätzt."

Nicht nur Autogramme

Ein Mann steht in einer Backstube und hält ein aufgeschnittenes Brot in die Kamera.
Der Bäcker des Jahres in der Backstube Bildrechte: MDR/Mario Köhne

Er selbst ist aber auch von der Wichtigkeit der Thematik überzeugt. "Das Handwerk, nicht nur der Bäckerberuf, hat in letzter Zeit etwas verpasst am Image zu arbeiten. Viele Berufe wirken immer noch altbacken und erzkonservativ. Viele Berufe sind auch in den Sozialen Medien noch verrufen. Da arbeiten wir jetzt dran. Handwerk ist nicht nur ein lohnenswert an sich, sondern er ist auch ein kreativer Beruf ist, wo man vor allem auch Abwechselung hat."

Die Kampagne läuft jetzt erstmal für die nächsten drei Jahre. Neben dem fleißigen Autogrammeschreiben geht er auch weiterhin voller Eifer seiner Berufung nach.

Quelle: MDR/pow

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT HEUTE | 13. Februar 2020 | 19:00 Uhr

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