Erstes Impfziel erreicht Bereits mehr als 10.000 Menschen in Sachsen-Anhalt gegen Corona geimpft

10.000 Menschen wurden mittlerweile in Sachsen-Anhalt gegen Corona geimpft. Das Impfziel, die erste Lieferung Impfdosen aufzubrauchen, wurde somit erreicht. Eine zweite Lieferung folgte am Mittwoch. Die Zahl der Infizierten und Todefälle steigt momentan noch weiterhin an.

Eine Frau wird geimpft.
Mit mehr als 10.000 Impfungen ist die erste Ration Impfdosen aufgebraucht. Eine zweite Ration folgte am Mittwoch. Bildrechte: imago images/Bild13

Zum Start der Impfungen gegen Corona hat Sachsen-Anhalt sein selbst gestecktes Etappenziel erreicht. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) wurden bis Donnerstag mehr als 10.000 Dosen des Impfstoffs verabreicht.

Die ersten von zwei nötigen Spritzen wurden laut Sozialministerium in etwa gleichen Teilen an Bewohner von Pflegeheimen sowie medizinisches und pflegerisches Personal verabreicht. Sachsen-Anhalt hatte sich vorgenommen, bis zum Jahreswechsel die erste Lieferung aufzubrauchen.

Sachsen-Anhalt erhielt zweite Lieferung mit Impfdosen

Am Mittwoch hatten alle Landkreise und kreisfreien Städte neuen Impfstoff erhalten. Darunter auch weiteres Zubehör wie Kanülen, Tupfer und Spritzen. Damit ist sichergestellt, dass zunächst weitere rund 10.000 Menschen die erste Dosis der Corona-Impfung bekommen können. Nach einer zweiten Impfung drei Wochen später soll die volle Schutzwirkung erreicht worden sein.

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Sachsen-Anhalt lagert derzeit die Hälfte des gelieferten Impfstoffs ein, um auch bei Lieferausfällen alle bereits geimpften Menschen erneut versorgen zu können. Das heißt, rund 20.000 eingetroffene Impfdosen kamen zunächst in den Vorrat.

In Sachsen-Anhalt vergleichsweise mehr Menschen geimpft

Im etwa gleich viele Einwohner zählenden Thüringen wurden laut RKI bisher 810 Männer und Frauen geimpft – Sachsen-Anhalt versorgte in der gleichen Zeit zwölf Mal so viele Personen. Auch die einwohnerstärkeren Nachbarländer Sachsen (2653 Impfungen), Niedersachsen (2705) und Brandenburg (3036) meldeten bisher deutlich weniger verabreichte Corona-Impfungen. (Stand: 31.12.2020)

Mehr als 130.000 Menschen in ganz Deutschland geimpft

In Deutschland haben bislang mehr als 131.600 Menschen eine Impfung gegen das Corona-Virus erhalten. Nach Angaben des Robert-Koch-Institutes stieg die Zahl der Geimpften im Vergleich zum Vortag um gut 51.000 (Stand: 31.12.2020).

Quelle: MDR/mf

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir | 31. Dezember 2020 | 18:00 Uhr

18 Kommentare

Normalbuerger vor 8 Wochen

Dass sich die EU eine Menge Impfstoff gesichert hat , kann ich so nicht ganz bestätigen!!! Selbst der Biontech Pfizer Chef zeigte sich äußerst irritiert über das zaghafte Bestellverhalten der EU Bürokratie. Große angebotene Bestellungen von Biontec wurden im Sommer großzügig von Seiten der EU abgelehnt! Es wäre wichtig gewesen jetzt in dieser kritischen Pandemie Phase sofort viel Impfstoff zu haben und quasi im Akkord zu impfen. Dann hätte man auch , wie es die Leopoldina Wissenschaftlerin sagt , bis Ende März fast 60 Prozent der Bevölkerung durchimpfen können, womit die Pandemie quasi fast beendet gewesen wäre. Im Juni oder Juli , wo die das Virus wieder deutlich an Schlagkraft verliert , brauchen wir nicht anfangen im großen Stil zu impfen. Da ist es zu spät und leider viele viele Todesopfer werden durch das desaströse Bestellverhalten der Bundesregierung ( insbesondere Jens Spahn ) zu beklagen sein! Dieses Vorgehen ist unerklärlich .

Alphasound vor 8 Wochen

Deutschland wird Zwecks Impfung das Schlusslicht sein... Haben die Bestellung für Deutschland nach Brüssel abgegeben, damit Deutschland Solidarität zeigt.....Erzähl das mal den Toten, die an Corona gestorben sind !!!
Nichts läuft so, wie es laufen sollte. Alkes nur leere Wort von den Politiker...deren Angehörige sind ja nicht betroffen

TBarth vor 8 Wochen

Richtig, Israel hat sich einen Großteil der ersten Impfdosen gesichert. Genauso hat sich die EU auch einen großen Vorrat an Impfdosen sichern können, diesen aber unter den Mitgliedstaaten aufgeteilt. Es ist in unser aller Interesse, wenn Impfstoff global und flächendeckend verfügbar ist, um die Pandemie schnell zu beenden. Nationale Alleingänge in Ländern mit wenig Grenzverkehr mögen da einen kurzfristigen Vorsprung bringen, für Deutschland mitten in Europa trifft das aber nicht zu.
Im Übrigen wird in diesem Tempo mit Sicherheit nicht weiter geimpft werden, es werden weitere Impfstoffe zugelassen werden, die Produktionsmengen werden vergrößert werden und die Impfzentren werden in Betrieb genommen werden - zu Beginn wurden mit mobilen Impfteams in Pflegeheimen geimpft, was logistisch auch sinnvoller ist, als Pflegebedürftige in Impfzentren zu bringen. Der holprige Start mag irritieren, gibt aber keinen Anlass für ihre Annahme von "10 Jahre bis unsere Bevölkerung durchgeimpft ist".

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